Schwankung des natürlicher Milbenfalls

  • Hier ein paar Daten, die aufzeigen wie unterschiedlich der natürliche Milbenfall im Frühjahr bei ein und demselben Volk im Zeitverlauf sein kann, und warum man sich jetzt nicht auf stichprobenartige Messungen von einigen Tagen verlassen sollte.


    Bei der Toleranzzucht nach AGT http://www.toleranzzucht.de wird als ein Selektionsmerkmal die "Bewertung der Varroa-Befallsentwicklung" herangezogen. Im Frühjahr - etwa zur zur Salweidenblüte - ist eine 3-wöchige Messung des natürlichen Milbenfalls vorgesehen (siehe Methodenhandbuch S. 32, http://www.toleranzzucht.de/fi…_Fassung_Dezember2010.pdf ).


    Das sind nun die Ergebnisse von zwei Wochen:





    Auffällig ist, dass die Ergebnisse der ersten Woche ein völlig anders Bild ergeben als die in der zweiten Woche. Würde man die Ergebnisse getrennt und einzeln interpretieren, hätten die Völker in der zweiten Woche 85% ihrer Milben verloren.


    Spekulieren kann man sicher über die Gründe:
    - Varroen wandern in die immer mehr vorhandene Brut ab
    - durch den unterschiedlichen Brutzyklus sind in der ersten Woche mehr Bienen geschlüpft, daher auch mehr Milben "frei" im Volk
    - in der zweiten Woche war schlechtes Wetter, kaum Flugbetrieb ...


    Sicher sind daher die Empfehlungen der AGT richtig, bei der Befallskontrolle über den Milbenabfall vorsichtig zu sein:


    Zitat


    Der Milbenfall schwankt sehr stark. Daher ist es wichtig, diesen über einen längeren Zeitraum
    zu messen, um ein realistisches Bild zu erhalten. Zulässig ist eine Kontrolldauer zwischen 14
    und 28 Tagen.