Alte Rähmchen aus Zarge entfernen

  • Hallo liebe Imkerfreunde.
    Seit Stunden durchforste ich hier nun das Forum, finde aber immer noch nicht die für mich geeignete Anleitung, wie ich alte olle Waben aus der Zarge heraus bekomme.
    Ich möchte mal den momentanen Stand der Dinge erklären:
    1-Zargiges Volk mit "ollen Waben" vorhanden
    Auf Anraten hin eine Zarge mit "hellen" Futter-Waben und hellen Waben unter die erhaltene Zarge gestellt.
    Nach 2 Wochen die untere Zarge mit den "guten" Waben getauscht mit der oberen Zarge mit ollen Waben.
    Nun sind also die ollen Waben unten....
    Da sich die Bienen ja gerade jetzt imens vermehren, gehe ich davon aus, dass die Königin weiter in der unteren "ollen" Zarge ablegen wird?!
    Wie geht es weiter?
    Über nette Vorschläge freue ich mich,


    liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende wünscht: Die Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni,


    aus eigener Erfahrung kann ich leider nichts berichten aber laut Pia Aumeier setzt Du im Juli eine Zarge mit unbebrüteten ex-Honigwaben ohne Absperrgitter auf die oberste Brutzarge. Nach vier Wochen sollte die unterste Zarge brutfrei sein und Du kannst Sie entfernen. Dann erst gegen Varroa behandeln und auffüttern


    http://www.imkerverein-tempelh…etrachtung_Aumeier_07.pdf


    Ich hoffe das hilft Dir.


    Rübengrüne Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Hallo Anni,


    mit ein bischen Glück, sind die Bienen bei diesem Vorgehen von der untere Wabe in die obere gestiegen, so dass es tatsächlich sein kann, dass die untere Zarge mit den "ollen" Waben jetzt leer ist. Wenn das geklappt hat, kannst du diese untere Zarge komplett entfernen. Wenn das nicht geklappt hat, kannst du - am besten in Zusammenarbeit mit dem Imker, der dir das Verfahren vorgeschlagen hat, vermutlich zumindest einen Teil der dunklen Waben entnehmen. Wenn auch das nicht sinnvoll erscheint, hat Frau Aumeier im Bienen-Journal 8/2010 als "Altlasten Ade" ein Verfahren zur Wabenhygiene verbunden mit der Spätsommerpflege veröffentlicht. Dieses Verfahren erlaubt es dir, die alten Waben wesentlich später im Jahr immer noch loszuwerden.


    Gruß
    Ludger


    (p.s. Danke an Frau Aumeier, die mir die Weitergabe dieser Unterlagen erlaubt hat.)


  • Hallo Anni . Grundsätzlich wird immer nach Oben erweitert .( Anraten vergessen ) Wärme steigt nach Oben und das lieben die Bienen .Oben wird zügiger und besser gebaut ! Schauen ob die Königin sich in der oberen Zarge befindet . Dann Absperrgitter zwischen unterer und Oberer Zarge legen . Weitere Zarge mit Mittelwänden Oben aufsetzen . Nach 21 Tagen sind alle Bienen geschlüpft und alle olle Waben unten entfernen .Jetzige Mittlere Zarge auf Boden stellen und Obere Zarge wieder Oben drauf .Alle Bienen von ollen Waben abfegen . Absperrgitter auflegen und Honigraumzarge ganz Oben aufsetzen!


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Anni,
    jetzt kannst Du noch nichts machen, erst mal abwarten.
    Geb ihnen zur Einfütterung einen Honigraum zusätzlich zum Brutraum (dritter Brutraum), dann hast Du vor der Einwinterung bzw. spätestens im nächsten Frühjahr die Zarge mit alten Waben frei.


    Warum hast Du die Zarge mit Leerwaben nicht gleich aufgesetzt?
    Hättest Dir einen Arbeitsschritt sparen können.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • Bleiben denn die Bienen bei der Frau Dr. Prof. Pia Aumeier bis Juli in der einen Zarge ?? :confused:


    gruss
    rudi

  • Die Bienen haben ihre beiden Bruträume und einen ausgeschleuderten Honigraum. Anfang bis mitte August wird dann der untere Brutraum weggenommen und die Bienen in die beiden anderen Zargen gestoßen. Der obere Brutraum wird nun unterer Brutraum und der Honigraum wird dann oberer Brutraum. So tauscht sie jedes Jahr 1 Zarge aus.
    Die Varoa Behandlung mit 85% Ameisensäure erfolgt sofort, im neuen oberen Brutraum ist dann ja noch keine Brut die eventuell durch die AS geschädigt wird.
    Viele Grüße, Heiner

  • Hallo Tacki,
    so so,
    Frau Doktor emphielt also die nicht zugelassene Behandlung mit 85%iger Ameisensäure.
    Interessant.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Anwendung von 85% Ameisensäure ist in Baden Württemberg erlaubt,
    nachdem ein Tierarzt den Therapienotstand festgestellt hat und diese verschreibt.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.

  • Hallo Tacki,
    so so,
    Frau Doktor emphielt also die nicht zugelassene Behandlung mit 85%iger Ameisensäure.
    Interessant.
    Viele Grüße
    Lothar


    "<...>Die Ameisensäure 85% wird den Imkern in Baden-Württemberg im Rahmen eines Behandlungsnotstandes für die Varroa-Bekämpfung 2008 zur Verfügung gestellt. Damit ist Baden-Württemberg das bisher einzige Bundesland, das für die Imker eine rasche Zwischenlösung bei der Zulassung der Ameisensäure 85% erreicht hat.<...>"


    Zitat von http://www.badische-imker.de/bienengesundheit/ameisensaeure/


    Wobei man präzisieren müsste, dass seit 2008 AS85% subventioniert zur Verfügung gestellt wird.


    Also bitte der Pia nichts unterstellen, was nicht stimmt :-)


    LG
    Axel

  • Hallo Miteinander,
    Frau Dr. Aumeier unterichtet in NRW, da ist nichts mit Behandlungsnotstand und vom Tierarzt verordnet.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ja, sie hat es vor gemacht 100ml 85% ASim Liebig Dispenser. Ich meine es wäre auch ein Artikel im Bienenjornal gewesen. Aber wichtiger als die Diskussion ob zugelassen oder nicht, finde ich das die Bienen überleben.
    Viele Grüße, Heiner