Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam Pflanzenschutz

  • Den Drohn würde es interessieren in welchen Mitteln diese Wirkstoffe sind, nicht nur PSM, sondern Alle!


    Bei dem Drohn seinen Erkundigungsflügen in der virtuellen Welt stieß der Drohn sogar auf: http://www.ebay.de/itm/GIFT-gegen-ALLES-imidacloprid-3-St-/180860528339?pt=S%E4mereien_Zwiebeln&clk_rvr_id=331980652833 sau billig und ergibig.


    Nun zu dem Mittel das dem Drohn am meisten zu grübeln gibt: http://www.ako-agrar.de/catalog/ShowArtikel.aspx?SKCatalogID=555068&SKLanguageID=1&SKTreeParentID=555426&SKTreeID=555372&SKProductID=410828&siteID=5&siteTyp=2 denn dafür braucht es keine Zulassung für die Bauern. Dieses Mittel wird im örtlichen WLZ angeboten und ist für jedermann frei erhältlich.
    Auszug aus dem Link: Was haben Fliegen mit einem Eisberg gemeinsam? Sie sehen nur 20 %! Die restlichen 80 % befinden sich als Eier oder Larven in der Gülle, im Kot oder an ähnlichen Stellen, wo sie sich prächtig zur Fliege entwickeln können. Darum ist es wichtig das Fliegenproblem an der Wurzel, sprich bei der Larve zu bekämpfen. Larvarizide sollen die ganze Saison über angewendet werden. Die Adultizide richten sich gegen die erwachsene Fliege aber auch gegen alle kriechenden und fliegenden Insekten!

    Und wo landet dann der Mist? Was drinken Bienen gerne?


    oder noch eins: http://german.alibaba.com/prod…lorpyrifos-220790961.html


    Wer kennt noch Insektizide die zwar durch die Zulassung beim BLV kommen, da sie ja nicht für Pflanzen gedacht sind, aber absolut Bienen schädigen?


    Für Eure Hilfe bedankt sich


    Der
    Drohn

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  • Moin, moin,


    also, dieses Mittel gegen Stallfliegen enthält Clothianidin. Das ist dann in Mist und Gülle zu erwarten und natürlich so verdünnt, dass da die zu ständigen Befürworter eine Gefahr für Bienen sicher nicht sehen... Wann sehen die schon mal eine, und wo? Die "Larvarizide", die man außerdem noch anwenden soll, wären dann eher Dimilin, denke ich. Ein Streichmittel mit Sexuallockstoff sollte gegen Larven nicht konzipiert sein. Oder es gibt noch was weiteres, was man auf die Faeces sprühen soll.


    Ob Imidacloprid über die Bucht vertrieben werden darf, möchte ich ernstlich bezweifeln. Für PSM brauchst du normalerweise geschultes Personal, dass sich von der Beschaffenheit des Kunden zu überzeugen hat...


    Der letzte Link passt wahrscheinlich eher zu dem Bericht über chinesischen PSM-Nachbau und den Schwarz- bis Graumarkt dazu.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Miteinander,
    da kommt noch was auf uns zu:
    In letzter Zeit häufen sich die Berichte, über Eichenprossesionsspinner.
    Als einziges Mittel gegen diese Raupen, die ja so gefährlich für Menschen sind, scheint nur Gift das mittels Flugzeugen verteilt werden soll, zu wirken.
    Es handelt sich dabei um ein Häutungshemmer.
    Welche "B"-Einstufung der hat, stand da nirgends.
    Man kann nur hoffen, die Waldbesitzer geben einem rechtzeitig Bescheid.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Da hoffst du leider umsonst. Bei uns wird regelmäßig per Helikopter großflächig gespritzt, da ist ne vorherige Mitteilung nicht möglich. es wird nur angekündigt, dass in dem und dem Waldstück gespritzt wird, mehr nicht.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo Holmi,
    schlimm sowas!
    Zum Glück betrafen die Berichte andere Gegenden.
    Hier gibt es mehr Probleme mit dem Frostspanner.
    Über die Ursache dessen Massenauftretens schreibe ich lieber nicht...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin, moin,


    der Häutungshemmer ist Dimilin, und das gilt als bienenungefährlich, weil nur die erwachsenen Bienen die gespritzten Pflanzen besuchen und die sich nicht mehr häuten. Dass sie auch Pollen und Nektar, damit kontaminiert, eintragen, wissen die Fachleute entweder nicht, oder sie glauben, die Konzentration sei dann harmlos. Das ist sie sehr wahrscheinlich nicht, für Larven ist das extrem giftig. 15 g Wirkstoff pro ha Wald reichen zur Bekämpfung. Die Häutung aller Insektenlarven wird unterbunden. Das Gift greift in die Chitinsynthese ein. Da der Falter für seine Eiablage lichte südexponierte Waldränder und saumige Strukturen sowie Einzelbäume bevorzugt, und bis zu 75g pro ha tatsächlich eingesetzt werden, ist ein Kontakt der Bienen zum Wirkstoff zu befürchten und der Eintrag ins Bienenbrot. Als Ergebnis wäre schwache, früh absterbenden Brut und eine Unzufriedenheit der Damen mit der Mutter denkbar. Außerdem vielleicht mangelhaft chitinisierte Bienen. Wie würde das sich äußern? In solchen Fällen sollte man an Dimilin denken, denke ich, und versuchen, es nachzuweisen.


    Da aber das jki befunden hat, dass das für Bienen ungefährlich ist, müsste man jetzt wirklich den Nachweis führen. Wer imkert in Landschaften mit Häutungshemmereinsatz und hat solche Sypmtome?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich habe den Eindruck, daß die Spitzen unser Imkerei, Institute wie Funktionäre, bereits von gewissen Firmen unterwandert sind. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß diese kaum auf diese bedrohlichen Mißstände reagieren.
    Dies gilt es zu klären, um evtl. entsprechende Schritte einzuleiten. Selbst wenn dem nicht so ist, diese vorherrschende Leisetreterei habe ich satt.
    LG Elk

  • Ich habe den Eindruck, daß die Spitzen unser Imkerei, Institute wie Funktionäre, bereits von gewissen Firmen unterwandert sind. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß diese kaum auf diese bedrohlichen Mißstände reagieren.


    Damit hast du natürlich recht.


    International gesehen sind auch viele Foren schon mit Industrieagenten infiltriert, ich kann ein Lied davon singen. :roll:


    Schau dir nur einmal an, wie die neuesten Pestizidstudien auf Beesource oder BeeL attackiert werden, und leider sind diese Agenten damit noch erfolgreich und der nichtsahnende Laienimker glaubt noch, alles sei in bester Ordnung.


    :-(

  • In Kanada wird die Zulassung von Thiametoxam, Imidacloprid und Clothianidin erneut auf den Prüfstand gestellt:


    http://www.hc-sc.gc.ca/cps-spc…/rev2012-02/index-eng.php


    Wegen der nicht abbrechen wollenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu Neonicotinoiden und deren negative Wirkungen auf Bestäubungsinsekten.


    Ich bin gespannt, wann unser BVL diesen Schritt endlich geht und die Zulassungen aussetzt und neu überprüft.