"Merkwürdige" Berichterstattung

  • Moin zusammen,


    dieser Artikel stand heute in der örtlichen Tageszeitung:


    http://www.dorstenerzeitung.de…-an-Bienen;art914,1612846


    Findet ihr solche widersprüchlichen, bzw. falschen Aussagen auch in euren Tageszeitungen? Reagiert ihr darauf und wenn ja, wie?


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)


  • Hallo Heike ,wieviel hat er für die Reklame ( Perizin ) bekommen frag Ihn doch mal .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Der Untertitel des Bildes sagt doch alles aus:
    "Die Behandlung mit Perizin hat die Bienen von Wilhelm Römer nicht gegen den Milben-Befall schützen können.
    tobi"

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Findet ihr solche widersprüchlichen, bzw. falschen Aussagen auch in euren Tageszeitungen? Reagiert ihr darauf und wenn ja, wie?


    Gruß, Heike


    Hallo Heike,
    das Thema kommt alle zwei Jahre.
    Ist ein Top Thema für die Medien. Kinder und Tiere verkaufen sich immer gut.
    Und wenn es dann noch schlechte Nachrichten sind, ist es kaum noch zu toppen.
    Wenn die Anfragen der Presse kommen: ("Guten Tag, ich möchte etwas über das Bienensterben hier vor Ort bringen.") sind die manchmal schwer enttäuscht wenn man denen sagt: Machen sie sich keine Sorgen, in unserem Verein gibt es kein Bienensterben. Sie können schreiben: Die Bestäubung ist auch in diesem Jahr gesichert.


    Originalantwort: "Nein Danke, das ist doch langweilig".


    Und aufgelegt.


    Die nervigste Folge der Berichterstattung ist die mitleidige oder misstrauische Fragerei der Honigkunden: Haben Sie auch das Bienensterben?
    Nach dem Motto: Wie kann der noch Honig verkaufen, wenn die Bienen sterben? Wo hat der den Honig her?


    Die Frage ist dann immer, was antworte ich, vor allem wenn die Fragesteller nachfragen und sich mit dem einfachen "Nein" nicht zufrieden geben.


    Man möchte sich ja nicht schlecht über andere Imker/innen äußern.


    Und auf die Bauern kann ich es hier auch nicht schieben.
    Das Münsterland ist eine ländliche Gegend mit Mais und Biogas und Gülle und Pflanzenschutzmittel. Da haben alle Imker was von.
    Problematisch auch, das es hier einige Landwirte mit guten Überwinterungs Ergebnissen ihrer Bienenvölker gibt.
    Die haben auch eine Meinung zu den Völker Verlusten der anderen.
    Ist halt etwas schwierig, wenn man in einer ländlich strukturierten Gegend imkert.



    Gruß Hubert

  • Hallo,


    mit "falsche Aussagen" meinte ich nicht die Tatsache, daß in diesem Winter viele Völker nicht überlebt haben, daß trifft hier im weiteren Umkreis durchaus zu.


    Mit stößt da u.a. die Aussage, Ameisensäure sei "eine Art Impfschutz", auf. Ich höre schon die Fragen meiner Kunden: "Wenn man die Bienen doch impfen kann, wo ist dann das Problem?"


    Da war´s dann wieder der Imker, der zu blöd ist, seine Bienen richtig zu "impfen"...


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo,
    Mit stößt da u.a. die Aussage, Ameisensäure sei "eine Art Impfschutz", auf. Ich höre schon die Fragen meiner Kunden: "Wenn man die Bienen doch impfen kann, wo ist dann das Problem?"


    Da war´s dann wieder der Imker, der zu blöd ist, seine Bienen richtig zu "impfen"...


    Gruß, Heike


    Hallo Heike , Soviel zum letzten Satz . Link >>> http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14608-2012-03-28.html <<<


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 5 Mal editiert, zuletzt von derbocholter () aus folgendem Grund: Link..........

  • Hallo !




    Reagiere drauf !


    Leserbrief, der den Sachverhalt richtig stellt, allerdings in laienverständlichen Worten,
    das muß nicht Deinen Imkerkollegen gefallen, das muß Deinem (zukünftigen) Kunden und anderen Interessireten zusagen. Mit Bild von Deinen Bienen (Untertitel: ohne Perizin leben meine Völker noch).
    Der Leserbrief soll Dich als "Kompetenz" zeiegn ohne Überheblich zu wirken.


    Immer mit dem Hinweis das die Redakteure / Reporter Dich gerne ansprechen können !
    immer mit eMail & HandyNr., die mögens einfach !!!


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Zitat

    Findet ihr solche widersprüchlichen, bzw. falschen Aussagen auch in euren Tageszeitungen?


    Ja leider und immer wieder.:evil: Das ist neben der vihlen Rechtschraibvehlern der Grund warum ich unser Käseblättchen nicht mehr beziehe. Viele Journalisten wollen oder können nicht richtig recherchieren und schreiben meist nur oberflächlichen Mist.
    Für viele Leute die das dann lesen ist es die Wahrheit, es stand ja in der Zeitung....


    Schreib Deinen Leserbrief nur erwarte nicht allzuviel davon.:cry:


    Mit nachdenklichen und gar nicht rübengrünen Grüßen von


    Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • In meiner Tageszeitung stand ein etwas differenzierterer Bericht http://www.oberpfalznetz.de/ze…t_kleinzukriegen,1,0.html vor allem auch noch untermauert durch einen Beitrag der zusätzlich auf die Einschleppung, Verbreitung und Bekämpfung der Milbe einging. Es wurde auch noch über die Gefärdung der Bienen durch Pflanzenschutzmittel und Monokulturen berichtet, ist aber leider in dem Link nicht zu lesen.
    Gruß Hermann

  • @ Sonnenblume44


    Hallo Heike!
    Deine Frage: Findet ihr solche widersprüchlichen, bzw. falschen Aussagen auch in euren Tageszeitungen? Reagiert ihr darauf und wenn ja, wie?
    Wirst Du Dir nach dieser Erkenntnis in Zukunft bei jeder Meldung in deiner Zeitung stellen.
    Was in der Zeitung steht sagt selten aus, was wirklich, sondern lediglich das etwas stattgefunden hat.
    Wie andere hier schon schrieben, sind positive Meldungen uninteressant für die vielen kleinen unterbezahlten Redakteure. Nur Sensationen und bedrohliche Nachrichten steigern die Verkaufszahlen und Prozente bei den Wahlen.
    Schließlich will jeder Lokalredakteur mal aufsteigen und Kommentare schreiben und mehr verdienen als seine von der Verlagsleitung geschundenen „Mitschreiber“.
    Mach mal in Deinem Bekanntenkreis das Spiel und frage, nach einem Thema für das sich die jeweilige Person kompetent fühlt und deren Urteil über den dazu zuletzt erschienenen Zeitungsbeitrag.
    Du wirst nur selten eine positive Antwort erhalten.


    @ Drohn
    Ist leider so, mit Amitratz hat auch der unbedarfte Imker seinen Erfolg.
    Die Gewissensbisse und Verluste haben die anderen.
    Gruß
    Hartmut

  • Der Fehler steht drin und geht doch unter:
    "Wie in jedem Jahr hat der 75-Jährige die Insekten im vergangenen Herbst ***routinemäßig *** auf den Winter vorbereitet,...


    Nochmal einer.
    Ich bin so froh, dass zumindest die Hölfte auf Gitterböden sitzt.

    Zitat

    Wie groß der Schutz letztlich war, können die Imker erst im Frühjahr feststellen, wenn sie an einem wärmeren Tag zum ersten Mal wieder in ihre Bienenstöcke blicken.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher