• Hallo,


    ich hab grad meine Völker durchgeschaut, was soll ich sagen, es war ernüchternd.


    Ein kleiner Teil ist für die Jahreszeit normal stark, der Großteil ist recht schwach. Der Grund ist auch schnell gefunden, in vielen Völkern sind einzelne Waben, meist die ersten 2 oder 3 völlig verschissen, bei einzelnen Völkern auch alle.
    Diese Völker sind natürlich stark geschwächt.


    Ein Teil meine Winterverlusste geht ebenfalls auf Durfall.


    Habt ihr heuer ähnliche Beobachtungen gemacht? Anscheinend gibt es das hier in meiner Region heuer öfter.

  • Bei mir ist 1 Volk an Durchfall gestorben, dünnflüssig, dunkelbraun, lange Spritzer.
    3 Völker sind schwach: 1 Volk durch die Varroa im Herbst geschwächt, entwickelt sich aber gut; das nächste Volk ist einfach nicht besonders eifrig - Kandidat zum Umweiseln; das dritte Volk zeigt eine völlig unklare Symptomatik: Die Vorderfront der Beute und das Flugbrett sind mit kleinen gelblichen Krümeln bedeckt und es ist sehr schwach. Im Moment ist es zu kalt, um hinein zu schauen. Es scheint mir aber ein Kandidat zum Auflösen zu sein. Die restlichen 4 Völker sind kräftig und entwickeln sich gut. Sie erhalten demnächst den Honigraum, wahrscheinlich am Freitag.
    Weitere 3 Völker habe ich weg gegeben. Sie entwickeln sich gut und sind gesund.


    Gruß Ralph

  • Ich hatte auch probleme, ein Volk hab ich aufgelöst da ebenfalls der ganze Wabenbau versch.. und schwach, die anderen hatten auch erkennbaren Druck im Hintern haben aber die Beute sauber gehalten. Glück war bei mir das die ersten Reinigungsflüge ende Februar stattfanden sonst hätts wahrscheinlich überall gebrannt. Mit Ursache könnte evtl. spät eingelagerter Melezitosehonig sein.
    Gruß Hermann

  • Bei mir war der erste Reinigungsflug erst vor 3 Wochen, so stark war die Druchfallerkrankung noch in keinem Jahr. Einzelne Völker gab es immer mal, wo die eine oder andere Wabe voll war, aber so...

  • Habt ihr heuer ähnliche Beobachtungen gemacht?


    Ja. Sowohl tote Völker, als auch noch lebende hatten massiv die Ruhr.
    Hier zumindest war es bis Ende Januar viel zu warm und anschließend kam für 16 Tage "sibirische Kälte" bis -21°C, so dass die Völker die relativ großen Brutflächen nicht mehr erwärmen konnten, ohne den Darm massiv zu belasten.
    So massive Ruhr habe ich schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr beobachtet. De facto hatten alle meine Völker diese Probleme.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo


    ich habe keine verkoteten Waben bisher gehabt, konnte aber besonders bei den schwächeren Völkern feststellen, das einige Bienen einen besonders prallen Hinterleib haben, das sind die, welche wahrscheinlich viel Futtersaft für die Jungbienen herstellen. Ich habe Glück gehabt das meine Bienen immer zur rechten Zeit nochmal vor die Beute konnten und wenn es nur bis aufs Flugbrett oder die Stirnwand reichte. Bei einigen von euren Bienenvölkern ging es eben in die Hose und ich denke es muss nicht immer gleich die Ruhr sein. Wenn es die Ruhr ist denke ich eher an Dünnsch....
    Die Waben sollten aber trotzden wenn möglich ausgetauscht werden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ... Bei einigen von euren Bienenvölkern ging es eben in die Hose und ich denke es muss nicht immer gleich die Ruhr sein. Wenn es die Ruhr ist denke ich eher an Dünnsch....


    Diesen Teil des Beitrags verstehe ich nicht. Ruhr ist eine Überlastung der Kotblase, nichts Bakterielles. Nicht verwechseln mit der Amöbiose oder Amöbenruhr, das ist eine Erkrankung, bei der die Harnwege der Biene durch Einzeller verstopft werden.
    Gruß Ralph