Anschauungsmaterial für Kindergarten

  • Hallo,
    ich bin heute von unserem Kindergarten angesprochen worden, ob ich Anschauungsmaterial hätte um den Kindern " Bienen" zu zeigen.
    Lehrtafeln usw. habe ich bereits und werde diese für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung stellen.
    Meine Idee ist es auch dem Kindergarten eine Schachtel zu bauen wo die Kinder eine Honigbiene, Drohnen und eine Königin sehen können.
    Diese Schachtel ( Holzschachtel mit Kork/Papierboden und Glasscheibe ) würde ich gerne dem Kindergarten auf Dauer zur Verfügung stellen.


    Nun meine Frage:
    Reicht es eine Tote Bienen mit einer Nadel zu fixieren ohne eine Behandlung? Also, so das man auch noch nach 5 Jahren die Biene/n erkennt oder muss/sollte man die Insekten irgendwie für die Zukunft behandeln?



    Uwe

  • als erstes dachte ich an Klarlack, den gibt es auch in Spraydosen (Miniaturenbau), das hält dann noch etwas länger als Haarspray. Obwohl ich kein Freund von diesen Druckfarbflaschen bin...

  • Ich hab mal gelesen das man Wespennester mit einer Mischung aus Wasserlöslichem Holzleim und Wasser besprühen kann um diese fest und haltbar zu machen. Vielleicht kann man das auch bei Bienen so machen?!

  • probieren geht über studieren.
    Wenn dir beim Probieren die Bienen ausgehen sollten, sag bescheid,
    meine Immen schmeissen zur Zeit fleißig Winterbienen raus,
    die sind alle noch ziemlich neuwertig, die haben wenig gelaufen, ähm, wenig geflogen meine ich :wink:


    gruss
    rudi

  • Hallo Uwe,


    es gibt bei Schlüter einen Anschauungskasten: http://www.schlueter-biologie.de/downloads/038.pdf Selbst diese Kästen vom Profi leiden im Laufe der Jahre unter Pilzbefall oder sogar Wachsmotten. (Jedenfalls habe ich das bei beiden Kästen, die ich gesehen habe, beobachten müssen)


    Ich würde mich deshalb darauf einstellen, die Anschauungsobjekte nach einiger Zeit wieder austauschen zu müssen. Für die Kleinen, ist evtl. eine einfache Lupe, die du in den Deckel einbaust, eine gute Möglichkeit, die kleinen Details noch besser zu sehen.


    Unbeaufsichtigt würde ich die Kinder nicht lassen, wenn sie sich mit dem Kästchen beschäftigen. Versuch mal die Gruppengröße herauszubekommen. Evtl. ist es besser mit 2 oder 3 Kästchen zu arbeiten. Auch wenn du dann auf die Königin verzichten müsstest.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Uwe,
    es ist zwar schon einige Zeit her,
    aber ich erinnere mich noch an ein paar Details beim Präparieren von Insekten:
    Du kannst eine (bereits tote) Biene mit rostfreier Nadel auf einer Steckfläche (wie Styropor) in einem dicht schliessenden Kästchen aufbewahren.
    Wenn Du einem Befall durch Käfer (zB. Museumskäfer) vorbeugen willst, hat sich Kampfer bewährt.
    Damit die Farbe der Bienen besser erhalten bleibt, kannst Du sie für ein bis zwei Stunden in Aceton legen. Ganz bedecken. Danach trocknen.
    Viel Erfolg dabei
    ...wünscht Dir Heike

  • Tip von einem Präparator:
    Stark eingetrocknete Insekten für 3 Tage auf feuchten Vogelsand in eine geschlossene Box legen.
    Dadurch werden sie wieder geschmeidig und die Beine brechen nicht ab beim "in Position biegen".

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,


    vermutlich komme ich mit meiner Antwort Monate zu spät. Vielleicht hast Du ja eine Lösung gefunden.


    Ich habe im Rahmen von Insektenkartierungenüber Jahre oft viele Tiere als Belegexemplare abtöten müssen. Einen Teil davon habe ich nicht nur in Belegkästen, sondern für die Umweltbildung in Schulen, Umweltverbänden oder für Ausstellungen präpariert.


    Abraten würde ich Dir von jeder Art Stecknadel o.ä. Sie sind zu kurz und zu dick und die Antirostbeschichtung löst sich mit der Zeit, Wenn nadeln dann mit original Insektennadeln deren Kauf sich aber für Dich nicht lohnen wird.


    Mach Dir zunächst Gedanken über die Präsentation der Tiere, ich nahm für den Zweck der Öffentlichkeitsarbeit immer Jousiboxen und den entsprechenden Inlays.
    Es gibt aber viele ähnliche Klarsichtboxen....


    Am besten geht die Präparation nicht mit aufgeweichten, sondern mit relativ frisch abgetöteten Tieren, welche Du in einem Glas mit ätherbetreufelten Stoff abtötest.
    Dann fixierst du am Besten die Brust mit einem winzig kleinen Klebertropfen von unten auf dem Inlay.
    Zwei über der Brust gekreutzte Nadel, von mir aus auch Stecknadeln, drücken die Brust in den Kleber er darf aber nicht unter dem Tier hervorquellen. Dann ziehst Du mit einer anderen Nadel die Beine unter dem Körper hervor, die natürlich auch nicht mit dem Kleber benetzt sein dürfen und steckst sie in Deiner Wunschhaltung mit Nadeln fest. Abschließend lässt Du das Ganze 2 - 3 Wochen auf der Fenstebank trocknen, die Nadeln kannst Du schon nach 3 Tagen ziehen.
    Zum Schluss verlebst Du die ganze Box mit Sekundenkleber und hast nie wieder Probleme mit Schädlingen oder Schimmel. Wenn die Tiere nicht durch Hinfallen der Boxen zerbrechen halten sie viele, viele Jahrzehnte.


    Einem wissenschaftlichem Anspruch genügt diese Methode natürlich nicht, dann müssten sie genadelt sein in einer genau vorgeschriebenen Haltung und jederzeit von allen Seiten zugänglich mit einem Haufen von Angaben zum Tier und Fundort.
    Ich hoffe ich konnte Dir helfen