Aus Mini Plus wird Dadant

  • Hi zusammen,

    ein alter Thread aber dennoch für mich noch von Interesse. Die vorgestellten Lösungen sind mir scheinbar sehr materialaufwändig (12er Überwinterungsmagazin) oder kleinteilig, was die Steckrähmchen angeht.

    Spricht etwas - wenn ja was - gegen folgendes:

    * von einem Styropor-Mini eine Seitenwand ohne Rähmchenführung rausnehmen
    * den Rest mitsamt Minibruträhmchen in einen Dadantbrutraum stellen
    * Deckel des Miniplus auf den Mini
    * bei einem Trennschied eine Öffnung genau in Größe des Minis schneiden
    * das Schied genau vor den Mini setzen (damit sind Freiräume links und rechts des Minis nicht wildbaugefährdet), so dass die Damen in den Großraum können
    * 2-3 Brutwaben vor (abseitig vom Mini) das Schied stellen. Fertig.

    Die Damen breiten sich dann vor dem Schied auf den normalen Mittelwänden aus. Sobald da gestiftet wird, das ausgesägte Schied durch ein komplettes ersetzen und die Königin auf die Seite mit den Dadantwaben bringen. Dem Mini etwas Platz geben, dass genug Bienen die noch darin befindliche Brut erreichen können und diese auslaufen lassen.

    Vorteile:
    * der Brutraum hat dann noch genug Platz für 3-4 Mittwände, was Ablegergröße entspricht
    * es ist nur einmalig ein Trennschied passend zu sägen
    * keine zusätzlichen Systeme

    * Trennschied nimmt außerhalb der Saison keinen Platz weg

    Nachteile:

    * welche seht ihr?


    Oder ist das zu einfach und irgendwas wird nicht berücksichtigt?

    Interessierte Grüße


    Mac

  • Nachteile:

    * welche seht ihr?

    Zu kompliziert.


    Umweiseln im Herbst:

    Alte Kö raus, M+ ohne Boden nix in 1/2 aufgesetzte HR Zarge(n) stellen. Man könnte noch Zeitungspapier dazwischenlegen. Nach einer Woche Königin aus dem M+ jagen falls dort noch gestiftet wurde und das M+ mit Absperrgitter zumachen oder direkt rausnehmen.


    Umziehen:

    Bienen mit Königin als Kunstschwarm in einen Ablegerkasten oder eine Beute kehren, dünn Füttern, die Brutwaben auf andere M+ zur Überwinterung zuhängen oder für neue Begattungseinheiten verwenden. Drops gelutscht?


    Für Holz- und Überwinterungs M+ Nutzer ergeben sich natürlich weitere Möglichkeiten, da die "Winter" M+ Zargen auf einen Dadant Ablegerkasten passen.

  • Was Rene J. geschrieben hat. :thumbup: Kleine Ergänzung: Wenn man im Honigraum Halbrähmchen hat, ist ein Honigraum ein kleines Stück zu niedrig für eine Mini-Zarge. Abhilfe schafft hier ein einfacher Rahmen aus Dachlatten: Einfach herzustellen, günstig und bspw. auch von Vorteil, wenn man keinen Nicot-Fütterer hat und im Winter mal Futterteig auflegen muss.


    Der Charme von M+ ist ja gerade, dass man zwei Bereiche der Imkerei komplett trennt. Ich würde da keine Vermischungs-Basteleien veranstalten, sondern M+ und DD genau so handhaben, wie es gedacht ist. :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hallo MacD ,


    lass das Mini auf 2 Zargen anwachsen, dann gibtst Du die Bienen in einen DD Ablegerkasten und gibst DD Waben dazu, eine auslaufende Brutwabe sollte auch dabei sein, sowie eine Futterwbabe. Die MP Brurähmchen gibt Du einem anderen Mini-Plus Volk oder vereilst diese auf mehrere andere MPs...


    Ferting... ;-) :-) - sofern Du wirklich auf DD jetzt möchteste, ansinsten im Herbst umweiseln...