Ein Hoch auf offene Böden!!!

  • Was ist passiert?


    Bei dem super Wetter habee ich heute die 6 leeren Beuten abgeräumt. Die Völker hatten den Winter nicht überstanden.
    Die Fluglöcher hatte hatte ich, Anfang März, mit Schaumstoff verschlossen, um Räuberei vorzubeugen.


    Fünf hatte ich schon geschafft und beim 6. erlebte ich ein stichige Überraschung! Beim Deckel abnehmen war noch alles in Ordnung... aber dann!
    Natürlich hatte ich nicht mal einen Schleier griff bereit und bin erstmal stiften und den Schmoker anbrennen gegangen. :)
    Ich glaubte an Räuberbienen die doch irgendwie den Weg in die Beute gefunden hatten. Dann aber bei genauerer Betrachtung fand ich


    STIFTE !!


    Echt super so ein offener Boden!

    Mit freundlichen Grüßen


    Steffen Winde

  • Hallo Jonas,


    das Volk war nicht tot! Sondern sehr lebendig und sogar noch weiselrichtig!


    Ich hatte es aber eingesperrt, durch meinem Schaumstoffstreifen im Flugloch! Mit geschlossenem Boden wäre es vielleicht verbraust! Wer weis.


    Und nein ich trinke nie! :wink:

    Mit freundlichen Grüßen


    Steffen Winde

  • Da kann ich auch nur sagen Glück gehabt, aber die Stiche hast du zu Recht bekommen. :evil:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Gewaltig stark wird es aber wohl nicht sein wenn Du von oben nichts gesehen hast, oder?


    Es kommt immer wieder mal vor, dass Völker im Frühjahr irgendwo unten (bei zweiräumiger Überwinterung) in einer Ecke sitzen (also keinen lehrbuchgemäßen Bienensitz hat) und durch das Wärmen der Brut nicht unbedingt bei den ersten warmen Sonnenstrahlen fliegt.
    Darum schließe ich, wenn ich denke ein Volk hat nicht überlebt das Flugloch, sondern räume ab. Da ist's mir auch schon passiert, dass mich "Tote" gestochen haben :lol: 
    Und diese Völker sind nicht unbedingt die schlechtesten Völker im Laufe des Bienenjahres.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Das ist gar nicht so sellten.


    Ich wollte ja vor paar Jahren dem Stzeffen mal ein totes Volk zeigen und wir haben dann auch ganz fix die Kiste wieder geschlossen. Auch unter einem Kranz bewegungsunfähiger Bienen kann Leben sein! Jedes Volk ist dieses Jahr wichtig. Also schön, daß es nun noch eines mehr ist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Grüß Gott Steffen.
    Leider weiß ich nicht wie man einen Artikel hier ins forum bringen kann, deshalb erscheine ich hier:oops:
    Herzliche Grüsse aus Kanada, Georg.
    http://gegruen.htmlplanet.com


    *
    Brief an einen Freund!
    Hallo...
    Vielleicht interessiert dich das, dass ich mich noch immer mit Bienen befasse, aber nur theoretisch! Schon 1962 habe ich die Wasserversorgung mit der Folie als erster benützt und Wasserholende Bienen bei schlechten Wetter im März/April unterstützt. Bienen können erst bei plus 10° fliegen, vorher brüten sie auch nicht- (anhaltende minus Temperaturen) Wenn sie in den kalten Wintermonaten bei tiefen Temperaturen im holen Baum sitzen, dürfen sie sich nicht von der Traube wegbewegen, sie würden sofort erstarren. Beim Jahrelangen arbeiten mit Bienen kann man das mit dem Wasser nicht sehen, man muss zurück zur Steinzeit gehen und ihr Überleben studieren. Imker reden schon über Selbstränken im Stock einbauen, nicht jeder will glauben das sie bei Frost kein Wasser brauchen. Viele glauben das die Bienen mit Schwitzwasser seit Millionen Jahren alle Winter überlebten- dass, das nicht stimmt habe ich jetzt klipp und klar hiermit wiederlegt* (am 06.03.2012 habe ich das erstmals bekannt gegeben).
    Ich bin noch nicht eingerostet ;-) 
    Gruß...



    *
    Wasser aus dem nichts.
    Unter der Lupe, oder mit dem modernsten Mikroskop, konnte bis heute noch nicht jedes Bienengeheimnis gelüftet werden, z.B. das Wasser unter dem Gefrierpunkt für die Bienen im Winter. Im Naturbau (Baumhöhle) haben sie keinen Wasserzugang, sie müssen es wenn sie welches bräuchten wahrscheinlich aus der Luftfeuchtigkeit gewinnen, woher sonst? Honig und Pollen haben einen geringen Wassergehalt, ob dieser ausreicht? Bienen mögen keine Feuchtigkeit, ihre Wärme im Stock regulieren sie seit Tausenden von Jahren auch selbst. Durch das halten der Bienen in abgedichteten Kästen, bekam der Imker eine falsche Vorstellung wegen des Schwitzwassers. Die nicht in Völkern lebenden Bienenarten überwintern einzeln auch in irgendeinen Versteck, ohne Wasser- wie machen die das? Brauchen Bienen eigentlich Wasser wenn sie noch keine Brut haben, oder könnten sie wie die anderen Bienenarten überleben? Es gibt Insekten die in einer sogenannten Winterstarre überleben und das auch ohne Wasser und Wärme. Wer dies alles versteht, ist mir weit voraus und wird seinen Bienen auch das Wasser reichen können.


    Stocknässe mögen die Bienen absolut nicht. Mein Spruch lautet „Was du nicht magst, mögen auch deine Bienen nicht“ dies gilt für alles was mit Bienen zutun hat.
    Bei meinen Versuch die Bienenstöcke im Winter warm und gleichzeitig trocken zu halten, mussten es die Bienen mit ihren Leben bezahlen. Mit trockenen Sägemehl wollte ich die Völker warm halten, im März war das Sägemehl durch Kondenswasser zu einen Klumpen zusammen gefroren und alle Bienen waren tot. Ich sagte zu mir selbst „Mensch“ du verstehst die Bienen nicht, von da an stellte ich mein Denken um und setzte mich in Gedanken in eine Bienentraube. Vor 15 Jahren musste ich dann meine lieben Bienen aufgeben, aber trotzdem kam ich nicht ganz los von ihnen. Das große Rätsel blieb mir, das mit der Stockfeuchte. Im Januar geht bei den Bienen das brüten los (wahrscheinlich durch unser zu warmes einpacken der Völker), zum Futterbrei herstellen brauchen sie aber Wasser. Ans Wasser holen ist da aber noch lange nicht zu denken und hier ist das Geheimnis zu suchen. Sie machen das Wasser selbst aus der Luftfeuchtigkeit, aber nur wenn sie welches brauchen. Ja, wie viel denn? Sie machen soviel wie sie verbrauchen können, alles was mehr wäre schlägt sich irgendwo im Stock (schädlich) an.
    Meine Kenntnisse stammen aus Franken und Nord-Alberta in Kanada. Trotz der unterschiedlichen Kälte und der unterschiedlichen Luftfeuchtigkeit änderte sich hier wie dort nichts an der zu vielen Stocknässe.
    Die Luftfeuchte im Bienevolk sagen Experten, muss im Brutnest sehr hoch sein (über 90%?) sonst gedeiht die Brut nicht. Also was nun? Die Stockluft soll trocken sein, aber am Brutnest feucht und das auf kleinsten Raum. Nehmen wir mal an die Bienentraube im Januar ist etwas größer als ein Fußball und hat ein 6 cm rundes Brutnest in der Mitte der Traube bei einer Temperatur von ca. 35° C, nach außen hin nimmt die Temperatur ab bis auf ca. 8° C. Wäre es nicht so, würden die Bienen den erwärmten Stock fluchtartig verlassen. Bienen haben keine Haut und das sie wirklich schwitzen stelle ich in Frage. Nur durch ihr gemeinsames ein und ausatmen könnten sie die Feuchtigkeit und die Temperatur im Stock selbst regulieren. Das wird für sie unmöglich gemacht, wenn wir die Völker nach unseren Gesichtspunkten dirigieren wollen. Im Honig eintragen sind sie Meister, im überleben wären sie es auch, aber da hat der Mensch seine Hände dazwischen. Wir wissen das sie: Zucker, Wasser, Luft, Trockenheit, Platz, Wärme und Ruhe brauchen, das alles können wir ihnen selbstverständlich bieten, nur keinen Temperaturausgleich und da müssen wir umdenken. Von einem Stock die Feuchtigkeit mit Trockenkissen abzuziehen bringt genau das Gegenteil, das Kissen wird nur tropfnass und hat keine Wirkung mehr, nur dass dadurch die schädliche Feuchtigkeit im Stock weiter zunimmt.
    Mit kleinen Veränderungen am Bienenkasten kann das Schwitzproblem schnell gelöst werden. Das Flugloch über die ganze Stockbreite das ganze Jahr hindurch offen halten, notfalls einen Gitterkeil einsetzen, es sollte kein Wind reinblasen können. Den Kasten im Winter nur Stock Winddicht einpacken. Unter dem Deckel einen Luftabzug am Zwischendeckelrand ausschneiden- 3-4cm reichen.
    Wenn die Völker gesund sind, hilft ein kontrolliertes Schwitzwasser erzeugen mit einer Folie zur angemessenen Frühjahreszeit den Bienen. In dem Deckel muss eine dicke Wärmedämmplatte aus Styropor rein.
    Sich ein Bienenvolk im Frühling anschaffen und im Herbst ausschleudern kann jeder. Nach dem Winter beerdigen, wenn es sich zu Tode geschwitzt hat auch.
    Gut Stich,
    Georg.