Bienenwohl empfehlenswert??

  • Hallo Helmut!


    Ich hoffe nur, dass du mit dem übernommenen Beitrag nicht auf Linie bist und dass es nicht dein Ernst ist, dass man vor der Honigentnahme Oxalsäure ins Volk einbringt. Ich würde dich bitten, dass du übernommene Beiträge von anderen Foren zumindest genau prüfst, insbesondere wenn sie von umstrittenen Mitgliedern kommen, aber ich bin kein Admin und daher macht es mir keine richtigen Sorgen. Ich habe nur meine Bedenken, wenn eine Bienenwohlbehandlung vor der Honigernte empfohlen wird und auch wenn generell eine Blockbehandlung empfohlen wird. Das könnte man jedoch unter dem Motto sehen, "gib der Varroamilbe eine Chance".


    MfG
    Honigmaul


    Hallo Honigmaul , das der Helmut hier eine Behandlung empfohlen hat ist so n i c h t r i c h t i g ! In dem Artikel steht deutlich notfalls vor der Honigentnahme................


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Was als Behandlungsmittel zugelassen wird oder nicht hat doch allzuoft politische oder finanzielle Ursachen. Ich gehe daher nach denRegeln des gesunden Menschenverstandes vor. Wenn ich durch unsere österreichischen Freunde glaubwürdig mitbekomme, dass BW besser funktioniert als reine Oxalsäure mit Zucker, dann würde ich es den Bienen wohl geben :lol:
    Einen Naturstoff zu verwenden, der nicht nur ohnehin natürlicher Bestandteil des Honigs ist, sondern darüberhinaus ein essentielles, zentrales Molekül unseres Stoffwechsels darstellt, sehe ich als unproblematisch. Und Eukalyptusbonbons gelten auch nicht als bedenklich. Die Kombination beider ebenfalls nicht. Perizin ist dagegen ein echtes Gift. Aber das ist wiederum zugelassen und "erlaubt".
    Da sieht man doch schon, dass die Entscheidungen weder zugunsten der Bienen, noch der Honigqualität gefällt werden.
    Ich bin daher an Erfahrungen mit Bienenwohl sehr interessiert.
    Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Man sollte nie vergessen, das Arzneimittelgesetz soll auch vor Quacksalbern schützen und das gab es zu hauf, auch bei vielgepriesenen Varroamittelchen: Schaltkreise, Kupferplättchen, Frauenmantel. Hanf, Efeu und und...........................


    Ich will damit nicht sagen, dass gewaltige kommerzielle Interessen hier ihre Feste feiern. Den Wirkstoff von Perzin gab es als Behandlungsmittel für Schafen bei Parasitenbefall. Den Liter Konzentrat zu 20 DM und hätte für einen IMkerverein 10 Jahre ausgereicht. Im nächsten Jahr ist das Gebräu vom Markt verschwunden. Es hat wohl bei Schafen nicht mehr gewirkt.:lol:
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • .... Perizin ist dagegen ein echtes Gift. Aber das ist wiederum zugelassen und "erlaubt".
    ...


    HAllo, was ist denn ein "echtes" Gift, und was ein "unechtes"? Und vor allem für wen???


    Coumaphos ist nach meinem Wissen eindeutig weniger bienengiftig als Oxalsäure, welche als Säure biodynamisch-genetische Wirkungen haben soll, im Gegensatz zum Synthetikum Perizin.


    Gruß
    KME

  • Coumaphos... meinem Wissen


    Aha - wie bist Du denn zu diesem Wissen gelangt? :wink:


    Gruß
    Bernhard


    PS: Siehe mal hier


    Coumaphos


    - Bienensterblichkeit erhöht sich in Verbindung mit Tau-Fluvinaten.
    - Reduziert Spermienanzahl und -vitalität bei Drohnen.
    - Im Zusammenspiel mit Acetamiprid, Thiacloprid und Imidacloprid erhöht sich die Sterblichkeit. (Neonicotinoide.)
    - Königinnen zeigen verändertes Verhalten und Körpermerkmale (z. B. kleiner)
    - Neurotoxische Wirkungen?


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=18100

  • http://www.gifte.de/Chemikalien/coumaphos.htm


    Das klingt doch schonmal ziemlich giftig, oder?


    Natürlich ist es schwer, einen Stoff als ungiftig einzuordnen. Schließlich kann selbst Kochsalz in einer Überdosis tödlich sein. In diesem Sinne ist auch Oxalsäure giftig. Aber ohne Oxalsäure in meinem Körper oder in dem einer Biene wären wir beide sofort tot. Ohne Coumaphos gehts beiden prächtig.


    Was ist denn eine bienendynamische Wirkung?
    Eine genetische klingt sehr wage? Meinst du eine mutagene Wirkung?



    Drops
    Danke für den link. Bei der guten Wirksamkeit ist für BW ja gar nicht mehr viel Luft nach oben!

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Moin Kai,


    wenn es um die Entmilbung von Säugern oder Vögeln ginge, hättest Du recht. Insekten kriegen keine Hyperoxalurie und offenbar auch kein Herzproblem wegen des immobilisierten Calciums. Außerdem ist das eine Stoffwechselkrankheit, keine Berufskrankheit von Imkern...


    Wenn man damit, also mit der OS arbeitet, sollte man natürlich aufpassen.


    Gruß Clas.

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