Ameisensäurekonzentration im Honig.

  • Hallo.
    Habe im letzten Sommer einen sehr starken Schwarm bekommen, der in einen meiner Beuten eingezogen ist. Habe ihn dann streng nach Anweisung
    mit 85% Ameisensäure gegen Milbenbefall behandelt , was er auch schadlos überstanden hat. Wegen der Präferenzbehandlung habe ich ihm den Honig , den er noch im Spätsommer und Herbst gesammelt hat als Winterfutter gelassen. Nun ist das Volk aber im Winter eingegangen und hat eine nicht unerhebliche Menge an Honig zurückgelassen. Wie kann ich diesen Honig noch verwenden, ausser als Futter für dieses Jahr? Ich meine dies in Bezug auf eine evtl. erhöhte Konzentration an Ameisensäure. Wie kann man , oder kann man überhaupt die Konzentration der Ameisensäure im Honig feststellen? Kann man diesen Honig noch verzehren? Kann man die erhöhte oder zu hohe Konzentration der Ameisensäure schmecken?


    Für ein paar Antworten wäre ich sehr Dankbar.


    Gruß Ralf

  • Der eingelagerte Honig hat garantiert keine zu hohe Konzentration an AS, deshalb würde ich die Futterwaben ohne Brut bedenkenlos für Ableger oder bei Trachtlücken verwenden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo, ich war am Freitag beim Vortrag von Guido Eich, er sagt ganz klar Futter von eingegangen Völkern gehört grundsätzlich entsorgt und nicht mehr für andere Völker verwerten. Aber wenn du den Honig selbst essen möchtest?
    Viele Grüße, Heiner

  • ....Guido Eich, ...Futter von eingegangen Völkern gehört grundsätzlich entsorgt ...
    Viele Grüße, Heiner


    Ja,
    und fremde Schwärme gehören grundsätzlich abgeschwefelt.
    Alles so "Weisheiten", die kaum jemand einhält, aber immer wieder gern propagiert.
    Grüße ralf_2

  • Letzte Woche war es ein großes Thema..."....Deutsche schmeißen zu viel zu schnell weg..." es ging zwar auch nur um Lebensmittel aber dennoch.
    Was haben die Imker früher gemacht ? auch so schnell entsorgt wie heute? was machen die Bienen wenn sie etwas finden oder räubern? es sich nehmen ohne wenn und aber!!!

  • Hallo,


    Guido Eich sagt sinngemäß hierzu: "Der Imker ist geizig. Er hebt das Futter aus toten Völkern auf und spart damit den Kauf einer entsprechenden Menge Futter. Beispielweise: Bei 10kg aufgehobenen Futters spart er ca. 10€ für neues Futter. Das aufgehobene Futter verfüttert er dann an ein Volk mit dem Risiko, dass ihm das eingeht. Geschätzer Schaden >100€. Wenn er ganz clever ist, mischt erdas aufgehobene Futter noch mit neuem Futter und verteilt dieses über den gesamten Stand mit dem Risiko eines Totalschadens. Imker sind geizig. Für die Einsparung von 10€ tun sie einfach alles.":-D
    Und übrigens:
    Wo kommt denn dieser Beitrag her: "Fremde Schwärme gehören abgeschwefelt":confused:
    Typischerweise werden fremde Schwärme in Kellerhaft gesetzt, bis die ersten Bienen verhungern und dann in eine Beute eingeschlagen. Das dient der Entseuchung.


    Gruß Ralph


  • Typischerweise werden fremde Schwärme in Kellerhaft gesetzt, bis die ersten Bienen verhungern und dann in eine Beute eingeschlagen. Das dient der Entseuchung.


    Hm, ich habe gelernt dass die Bienen als soziale Wesen einen Futterbettler immer versorgen, ganz gleich wie voll oder leer der eigene Magen ist. Dadurch verhungert ein komplettes Bienenvolk tatsächlich vom einen auf den anderen Augenblick (innerhalb von 1 Stunde), und nicht über eine längere Zeit verteilt einzelne Bienen hier und da.


    Die Kellerhaft bis zu den ersten verhungernden Bienen muss dann ja extrem gut terminiert werden. Ich traue mir das nicht zu.


    Sorry für OT.


    Verkaufen würde ich den Honig nicht mehr. Und die Waben für Ableger verwenden hätte ich als Anfänger auch erst einmal ein schlechtes Gefühl, wenn ich nicht 100% weiß woran das Volk eingegangen ist. (Auch wenn hier mein schlechtes Gefühl wohl unbegründet ist.)

  • ...Risiko...Geschätzer Schaden >100€...


    Wenn schon Risiko-Betrachtung, dann richtig. :wink: In der Reihe fehlt die Eintrittswahrscheinlichkeit.


    Wenn ich also nur alle hundert Male einen Verlust hinnehmen muß, dann habe ich in der Zeit 100 x 10€ gespart = 1.000 €. Das dagegen gesetzte Risiko ist 100 €.


    Trotz dieser positiv stimmenden Milchmädchenrechnung, schmelze ich generell Waben von toten Völkern ein, der Honig wird entweder zu Met verarbeitet oder gegessen. Wenn nichts mehr zu retten ist, wird alles mitsamt Wachs verbrannt. Fertig. Eine leicht pyromanische Ader liegt hier meinem Handeln zugrunde.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo,


    Guido Eich sagt sinngemäß hierzu: "Der Imker ist geizig. Er hebt das Futter aus toten Völkern auf und spart damit den Kauf einer entsprechenden Menge Futter. Beispielweise: Bei 10kg aufgehobenen Futters spart er ca. 10€ für neues Futter. Das aufgehobene Futter verfüttert er dann an ein Volk mit dem Risiko, dass ihm das eingeht. Geschätzer Schaden >100€. Wenn er ganz clever ist, mischt erdas aufgehobene Futter noch mit neuem Futter und verteilt dieses über den gesamten Stand mit dem Risiko eines Totalschadens. Imker sind geizig. Für die Einsparung von 10€ tun sie einfach alles.":-D
    Und übrigens:
    Wo kommt denn dieser Beitrag her: "Fremde Schwärme gehören abgeschwefelt":confused:
    Typischerweise werden fremde Schwärme in Kellerhaft gesetzt, bis die ersten Bienen verhungern und dann in eine Beute eingeschlagen. Das dient der Entseuchung.


    Gruß Ralph


    Hallo Ralph , da saugt sich wieder einer ,jetzt ralf_2 was aus den Fingern was ich so nieeeee geschrieben habe .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Ralf Holzi,
    "streng nach Anweisung" und dann 85-%ige Ameisensäure?
    Wer hat Dich da streng angewiesen?
    Erlaubt ist nur 60-%ige.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.