Totenfall Varroa pro Tag bei Api Life Var und Oxalsäure

  • Ich hatte mal danach gefragt, welche Erfahrungen ihr mit dem Totenfall der Varroen nach Anwendung von Api Life Var habt. Da es eine Langzeitbehandlung ist und daher verzögert wirkt, war es für mich schwierig einzuschätzen, was Wirkung und was natürlicher Fall ist. Daher hier mein Bericht anhand von zwei Beispielen.


    Verlauf des Totenfalls der Varroen pro Tag nach Behandlung mit Oxalsäure (rot) und ApiLifeVar (grün).


    Hier bei einem Ableger:



    Bei der ersten Blockbehandlung mit Oxalsäure nach Besiedelung fielen beim Ableger 492 Milben in dem Zeitraum bis zum Api Life Var. Während der Langzeitbehandlung mit ApiLifeVar insgesamt 464 und bei der Winterbehandlung in drei Tagen 38 Milben.



    Hier bei einem Schwarm:



    Bei der ersten Blockbehandlung mit Oxalsäure nach Besiedelung fielen beim Schwarm 465 Milben in dem Zeitraum bis zum Api Life Var. Während der Langzeitbehandlung mit ApiLifeVar insgesamt 1085 und bei der Winterbehandlung in drei Tagen über 800 Milben.


    Zumindest bei diesem Vergleich hatten Schwarm und Ableger fast gleich viele Varroen zu Anfang. Beim Schwarm (junge Königin) vermehrten sich die Varroen schneller als beim Ableger (alte Königin). Der Schwarm hatte auch das größere Brutnest im Herbst, aber nicht unbedingt mehr Bienen. Die Bienenmasse war vergleichbar, zum Herbst besetzten beide hier vorgestellten Völker alle Gassen von zwei Warrezargen..


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Deine Behandlungstrategie ist also Ox- Verdampfung + ALV.


    Interessante Kombination. Wollte es ähnlich machen, nur war mir vorher nicht bewusst, dass bei ALV in den Anwendungsrichtlinien abgeraten wird von der Anwendung in mehrräumigen Systemen.


    Ich habe es dann gelassen und ausschließlich mit Ox behandelt. Dreimal.


    Wie ich bei Dir aber sehe, stieg der Milbenfall nach der Ox- Behandlung sofort an. Nach meinen Erfahrungen trat er etwa 3-4Tage verzögert auf.


    Warum hast Du schon Mitte Juni behandelt? Spezieller Grund vorliegend?


    Grüsse
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Deine Behandlungstrategie ist also Ox- Verdampfung + ALV.


    Nein, es ist nicht meine prinzipielle Behandlungsstrategie, sondern ein Versuch. (Oxalsäure träufele ich.)


    ...bei ALV in den Anwendungsrichtlinien abgeraten wird von der Anwendung in mehrräumigen Systemen.


    Wenn ich mich recht erinnere, wird auf der Verpackungsbeilage nur dazu geraten, eben zwei Streifen aufzulegen.


    Nach meinen Erfahrungen trat er etwa 3-4Tage verzögert auf.


    Wie gesagt, habe ich geträufelt und der Varroafall trat unmittelbar ein.


    Warum hast Du schon Mitte Juni behandelt? Spezieller Grund vorliegend?


    Es handelte sich um einen Ableger und einen Schwarm, keine Vollvölker. Werden Ableger (und Schwärme) nicht standardmäßig bei ihrer Bildung (oder Einfangen) behandelt? Wie man sieht, sind dort kumuliert über vierhundert Milben bei runtergekommen.


    Gruß
    Bernhard

  • o.k., ja, keine Vollvölker. Hatte ich übersehen, bzw. die nötigen Schlussfolgerungen nicht gezogen.


    Ox Verdampfung vs. träufeln: Hier allerdings logischer Kurzschluß bei mir: Habe verinnerlicht: "Nur einmalige Träufelbehandlung!"
    Es scheint also doch auch anders zu gehen.


    Mehrräumig/einräumig bei ALV: Ich denke, richtig zu liegen, mit dem was auf der Beilage steht. Werde aber sofort nochmals lesen. Wenns bei Dir funktioniert, ist alles palletti -und lt. Diagramm scheint es ja zu funzen.


    Danke für die Auskunft!


    Übrigens habe ich mit ALV- Streifen (die ich ja nun nicht verwendete) ein Wühlmaus- Vertreibungsprogramm gestartet...


    Grüsse
    Hagen

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  • Bei der ersten Blockbehandlung mit Oxalsäure nach Besiedelung fielen beim Schwarm


    Zumindest bei diesem Vergleich hatten Schwarm und Ableger fast gleich viele Varroen zu Anfang. Beim Schwarm (junge Königin) vermehrten sich die Varroen schneller als beim Ableger (alte Königin). Der Schwarm hatte auch das größere Brutnest im Herbst, aber nicht unbedingt mehr Bienen. Die Bienenmasse war vergleichbar, zum Herbst besetzten beide hier vorgestellten Völker alle Gassen von zwei Warrezargen..


    Hallo Bernard, warum sollten sich die Milben im Schwarm schneller vermehren?
    Nach meiner Ansicht könnte man das auch so interpretieren:
    Beide Völker hatten zu Beginn in etwa die gleiche Varroen Population, dafür sprechen die Werte zu Beginn der Aufzeichnung.
    Währende der ALV Behandlung hat der Schwarm offenbar Varroen von außen eingetragen, Beweis könnten die Peaks während der Behandlung sein.
    Eine andere Möglichkeit wäre, das die ALV Behandlung nicht gleichmäßig gewirkt hat. Bekanntlich sind die Thymol Produkte stark von der Witterung abhängig.
    Dann müsste der Schwarm an einem anderen Standort mit einem anderen Klima als der Ableger gestanden haben.
    Interessant auch, das die Daten des natürlichen Milbenfall offenbar zu den gefallenen passt, der natürliche Milbenfall also Rückschlüsse auf die Zahl der Milben im Volk zulässt.
    Sehr interessante Daten, danke fürs er- und einstellen.
    Gruß Hubert