Beute anmalen ... !

  • Da kommt mal wieder en putzige Frage von mir! ;-)


    Ich bin kurz davor meine neuen Beuten (Dadant) mit Leinölfirnis zu streichen, so wie ich meine ersten beiden Beuten auch schon bestrichen habe. Und da ist mir der Einfall gekommen, das meine kleine Tochter sicher einen riessen Spass haben könnte, wenn sie der Beute ein schönes Motiv hinzufügen darf. :liebe002:


    Dazu gehören jetzt natürlich verschiedene Farben und nun die Frage.


    Streiche ich die Beuten zuerst mit dem Leinöl ein? Dann hält die Farbe wahrscheinlich nicht?!? Oder gibt es da Leinöl in verschiedenen Farben(oder Farbpigmente welche man mit Leinöl mischen kann?


    Oder welche Farben(-Art) schlagt ihr mir vor (die Farben(-Art) soll natürlich möglichst atmungsaktiv sein und der Biene, dem Honig und der Beute nicht schaden).


    Ich möchte noch zu Bedenken geben, das ich 5 Liter Leinöl habe und derzeit von 2 Völkern auf 4 Völker aufrüsten möchte. Mein Lagerplatz für Farben in einer Mietswohnung ist etwas begrenzt. :wink: Ich suche somit eine möglichst platzsparende Lösung um nicht zuviel Farben lagern zu müssen.


    Schon mal vielen Dank für die Tips.:Biene:

  • Hallo Bienenmicha,


    das Mischen mit Pigmenten sollte kein Problem darstellen. Auf meinem Leinölfirnis-Kanister steht als Anwendungsgebiet ausdrücklich das Herstellen von Ölfarben mit Pigmenten drauf. Öl auf Öl sollte funktionieren, bei anderen Farben wird's schwieriger...


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf


  • ...
    Streiche ich die Beuten zuerst mit dem Leinöl ein? Dann hält die Farbe wahrscheinlich nicht?!? Oder gibt es da Leinöl in verschiedenen Farben(oder Farbpigmente welche man mit Leinöl mischen kann?


    Oder welche Farben(-Art) schlagt ihr mir vor (die Farben(-Art) soll natürlich möglichst atmungsaktiv sein und der Biene, dem Honig und der Beute nicht schaden).
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    Super Frage/Thema! Nutze hier Kunstlacke :-(
    Will aber eine ökologischere Farbe verwenden, nur gibt es die hier nicht zu kaufen.


    Ein Kollege kocht die Beuten in öl. Er scheint damit zufrieden zu sein. Sagt auch dass man die, noch heiss dann auch mit Lacken streichen kann.


    Wie kann man denn Öle färben? Und dann die Beute in dem Öl kochen? Oder gibt es andere Alternativen. Ich mag meine Beuten halt bunt.
    Das meiste Leinöl hier im Markt ist Soyaöl :-(
    Um mich aus der Umweltfeind schlinge zu ziehen: die Lacke schenkt mir ein (Glaubens) Bruder der den Müll auf recyclingfähiges Material durchsucht. Da mische ich die dann wieder auf und verwende diese Reste.


    Tolle Idee die Kinder malen zu lassen. Habe es diese Tage "geschehen" lassen. Ergebnis zwei kunterbunte Beuten und zwei glückliche (und bunte) Kinder!

  • Hallo Oliver,


    für Holz, welches den Witterungsbedingungen ausgesetzt ist, würde ich niemals Lackfarbe verwenden.
    Versiegelt zwar die Oberfläche aber bekommt durch die Arbeit des Holzes (ausdehnen/schrumpfen) feine Harrrisse,
    in denen sammelt sich dann Wasser und das Holz fängt an unter der Lackschicht zu faulen.
    Leinöl != Sojaöl, wobei du das aber als Holzschutz auch benutzen kannst und ja die kannst natürliche Farbpigmente mit Öl mischen.


    Gruß Jan

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes


  • Du magst es kaum glauben, aber da fault nix. Was probleme macht , wenn die Beute feucht steht, ist eine winzig kleine Ameise die ihre Heimstadt IM Holz baut. Da schaust du die Beute an und denkst alles OK, sobald du die dann anfasst: nix als Farbe. Das Holz haben die aufgefressen, innen bleibt nur eine dünne Holz/Propolisschicht, aussen Farbe.
    Hatte nur Probleme in den Böden, kalte nasse Luft sinkt nach unten ;-) Da fault es dann wirklich, aber auch nur wenn die Beute in einem windfreien Ort steht. Aber mit Lüftungsöffnungen kommt das jetzt nicht mehr vor (oder besser: wird es länger dauern).
    Das Problem des Lackes, neben der Umweltschädlichkeit, ist das es eine Dampfbremse ist. Die Beute wird von innen feucht (unter ungünstigen Umständen), kann aber nicht schwitzen. Aus diesem Grund fand ich das kochen der Beuten interessant. Denke das Holz nimmt keinerlei Wasser mehr auf. Frage hier auch: nimmt das Holz durch das gekochte öl irgendwelche negativen Stoffe auf? Mit meinen Lack-Beuten bin ich ja innen auf naturbelassenem Holz, was ich erstmal besser finde.
    Klar: Leinöl ist nicht Soyaöl, aber kauf hier mal "Leinöl" und schau dann aufs (wirklich) Kleingedruckte, da steht dann Sojaöl. Aber ich habe eine Fabrik von echtem Leinöl ausgemacht. Im Notfall geht auch Soyaöl, denke aber nur gekocht. Ungekocht habe ich das bereits ausprobiert (60 beuten, 120 Honigzargen). Ist einfach sch...ade. Funktioniert nicht. Verfault super schnell und die Beuten sind Innen klatschnass. Das Holz verzieht sich, Schimmel.... Horror für Bienen! Gekocht denke ich wendet sich das Blatt. Aber ich lasse den Kollegen noch einen Winter testen ;-)
    Was mich mehr interessiert sind die natürlichen Farbpigmente. Gibt es dazu eine Herstellungsanleitung? Ich bin hier in der Dritten Welt, da geht man nicht einfach ins Reformhaus oder Spinnrad oder so, und kauft das. Hier ist alles Hand-Made!
    Wie streicht Ihr denn die Beuten? Wie oft? Alle x Jahre?

  • Pigmente von "Kreidezeit Naturfarben": http://www.biodomus.de/onlineshop/contents/de/d124.html


    Händlerliste:
    http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm


    Farbtafel:
    http://www.biodomus.de/onlines…riche/Muster_Pigmente.pdf


    (von Mandy übernommen. :daumen:)


    Als Alternative zum Anstreichen:


    Ich gehe mit der Lötlampe über das Holz. Die Poren vom Holz schließen sich durch die Hitze. Die angekohlte Schicht verhindert Pilzbefall. Das Holz muß nicht unbedingt komplett schwarz gebrannt werden, ein leicht dunkler Schatten reicht schon aus.


    Wer keine Lötlampe hat, der kann die Zargen - total öko - über dem Lagerfeuer pendeln lassen. :lol:


    Gruß
    Bernhard

  • Pigmente von "Kreidezeit NaturfarbenFarbtafel:
    Gruß
    Bernhard


    Danke für die Preisliste. Allerdings sind das Preise für 500g Abpackung das spengt etwas meinen Platz-Rahmen! :wink:


    Da ich aber das Wort Kreide gelesen habe, überlege ich gerade, ob ich die Beute mit Kreide anmalen lassen könnte und dann Leinöl vorsichtig darüber tupfen könnte. Muss dann hoffen, das die Kreide nicht weg getupft wird... .


    Ölfarben könnte ich also auch verwenden?


    Wasserfarbe (cremiger Zustand) wird wahrscheinlich ähnlich wie Kreide verwischt werden?!?

  • Allerdings sind das Preise für 500g Abpackung das spengt etwas meinen Platz-Rahmen! :wink:


    Die Kreidezeitpigmente gibt es für die ganz kleine Werkstatt auch im 25 Gramm-Gläschen. :wink:


    Das "mit Kreide anmalen und dann drüber tupfen" wird nicht gehen, aber ihr könnt Malkreiden im Mörser fein mahlen und mit dem Leinöl mischen und dann damit malen. Das Leinölfirnis vergilbt dabei die weiße Kreide. Die bunten Kreiden geben aber recht hübsche Farben, da das Leinöl sie kräftiger werden läßt.


    LG
    Mandy

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Hallo Bienenmicha,


    guckst du mal hier nach dem Rezept (ich denke, das geht aber auch wesentlich vereinfacht) Ölfarbe selbst herstellen


    Pigmente auch in kleineren Mengen bekommst du hier. Immer die Beiblätter beachten! Nicht alles an Pigmenten geht auf die Beute! Die Eisenoxide gehen z. B. alle. Da mußt Du Dich jetzt mal durchfressen durch die Infos :)


    Wer es dann doch (so wie ich mit massenhaft Zeitmangel :-?) simpel aber teuerer haben muß, nimmt z. B. so was hier, fand ich passend, da auch kleinere Dosen zu kaufen sind. Als Anmerkung: Zweimal für außen reicht m. M. nach völlig. Ist allerdings eine Lasur und damit schimmert die Maserung durch. ICH wollte das so.... :wink:
    Noch ein Tipp: Nicht zu viele Farben kaufen, lieber überlegen und ggf. neue miteinander mischen.


    Viel Spaß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Nur ein kleiner Tipp Bienenmicha, Halböl ist besser als Leinölfirnis. Da muss es schon ein Thema geben, da steht genaueres.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo
    Ein weiterer Weg ist kleine Schilder zu malen und diese an der Beute über dem Flugloch zu befestigen.
    Anfangs malte ich direkt auf die Beute, doch beim Zargentausch (Zander) wandern die dann überall hin.
    LG Elk

  • Hallo
    Ein weiterer Weg ist kleine Schilder zu malen und diese an der Beute über dem Flugloch zu befestigen.
    Anfangs malte ich direkt auf die Beute, doch beim Zargentausch (Zander) wandern die dann überall hin.
    LG Elk


    Super Idee! Auch einfacher mit/für Kinder!
    Welches Material nutzt Du? Holz? Blech? Plastik (man könnte PET flaschen zerschneiden)?