Futtersituation

  • Hallo alle miteinander!
    Große Freude bei uns gestern: alle 4 Völker haben den Winter überstanden und sind wie wild geflogen. Wir sind uns aber über die Futtersituation überhaupt nicht im Klaren. Wir haben keine Stockwaage. Beim Anheben fühlen sich alle nicht übermäßig schwer an. Ich möchte aber auch nicht nur auf gut Glück zufüttern, da sie ja auch feste brüten sollen, und den Platz nicht mit Zuckerwasser zustopfen. Mein Plan wäre, mal aufzumachen und die vollen Honigwaben zu zählen. Wie viele sollte denn ein Volk um diese Jahreszeit noch haben?
    Schon mal im Voraus vielen Dank für euren Rat - es ist gut zu wisssen, dass es euch gibt!
    Gabriele

  • Hallo alle miteinander!
    Große Freude bei uns gestern: alle 4 Völker haben den Winter überstanden und sind wie wild geflogen. Wir sind uns aber über die Futtersituation überhaupt nicht im Klaren. Wir haben keine Stockwaage. Beim Anheben fühlen sich alle nicht übermäßig schwer an. Ich möchte aber auch nicht nur auf gut Glück zufüttern, da sie ja auch feste brüten sollen, und den Platz nicht mit Zuckerwasser zustopfen. Mein Plan wäre, mal aufzumachen und die vollen Honigwaben zu zählen. Wie viele sollte denn ein Volk um diese Jahreszeit noch haben?
    Schon mal im Voraus vielen Dank für euren Rat - es ist gut zu wisssen, dass es euch gibt!
    Gabriele


    Hallo Gabriele,


    ein Einzarger sollte schon min 5-6 kg Futter haben, meist ist mehr in den Völkern wenn man gut gefüttert hat.
    Der Verbrauch fängt jetzt erst richtig an, wenn die Völker brüten steigt der Verbrauch schnell an.
    Stehen die Völker mild, dauert es nicht lange und der erste Nektar aus Weide wird schon eingetragen, so ist es bei mir.
    Das kann auch wieder nachteilig sich auf die Entwicklung wirken, die Weidenblüte bei mir liefert wenn das Wetter mit spiel gute Zunahmen.
    Zu viel ist ungünstig genau so wie zu wenig Futter.

  • Hallo Gabriele.
    Gute Arbeit :-) Volle Waben? Wenn Du schon zweifelst, dann lasse sie in Ruhe und gib deinen bienen was zum fressen. (Zum lernen, schaue den leichtesten durch ziehe als erste immer eine Außenwabe. Haben sie über dem Brutnest keinen Honig mehr, dann am besten Futterteig, der dient gleichzeitig als Reitzfütterung und den können sie nicht zu schnell verflüßigen und Einlagern). Wenn dann die Stachelbeeren blühen, ziehe eine Außenwabe und gebe ihnen eine MW ans Brutnest zum Ausbauen, vorausgesetzt das Volk ist dann stark genug.
    "Was Du nicht magst, mögen auch deine Bienen nicht" also blase keinen Rauch zwischen die Rähmchen!
    Gut Stich, Georg.


    Kanada zum anschauen; http://kitchenerbc.freeservers.com/ http://gegruen.htmlplanet.com/

  • Hallo Rudi.
    Zur Notfütterung mit Zuckerteig im Spätwinter brauchen die Bienen kein zusätzliches Wasser. Nach dem Reinigungsflug den Zwischendeckel umdrehen, darunter das Plastik zur Schwitzwasserehrzeugung auflegen*, kein Wasser geben. Das Flugloch nicht verkleinern, wenn nötig dann nur mit einen Drahtkeil aus Fliegengitter oder ähnlichen Material zurechtgebogen.
    *beim Futterkasten sollte der Schlitz (Bienenaufgang) am hinteren Ende sein.
    Man kann in rauer Lage einen schwachen Bienestock 1x umwickeln, Wespennest- das Flugloch offen halten.

  • Zitat

    Zur Notfütterung mit Zuckerteig im Spätwinter brauchen die Bienen kein zusätzliches Wasser.


    DAS ist ein Gerücht - ohne Wasserzugang nützt ihnen Futterteig nichts, und jetzt mit den noch kommenden Nachtfrösten schon mal gar nicht.


    Die einzigen Lösungen sind entweder ZipLock-Beutel mit warmem(!) Zuckerwasser direkt auf dem Brutnest (siehe Thread dazu), oder eine Leerwabe mit warmem Zuckerwasser/Sirup einseitig gefüllt und eingeklopft/einvibriert* :lol: direkt ans Brutnest gehängt.
    ZipLock geht einfacher im Handling, aber wenn es richtig kalt ist, ist die einseitig befüllte Wabe schneller für die Bienen verfügbar.


    Das sollte aber absolute Ausnahme sein - im Frühjahr notzufüttern ist sowas von Sch****, dann lieber im Herbst sehr reichlich füttern und Anfang April lieber was rausnehmen.
    Bitte beim Einfüttern niemals nicht falschen Geiz.:-(


    *klingt bescheuert, aber mit einem Vibrations-Apparatismus kriegt man tatsächlich das Futter ziemlich problemlos in eine Wabenseite.
    Bevor einer meckert, bitte erst selbst ausprobieren.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne.
    Die Herbsteinfütterung ist das A+O der Überwinterung, da gebe ich Dir völlig recht. Der Rest? Hast du das schon mal so gemacht, wenn ja, dann hast Du beim einfüttern auch**** :-( Erst den Honig wegnehmen, danach mit dem Plastikbeutel Ernähren, ha.ha.
    Im Januar fangt die Königin an zu legen, da brauchen die Larven auch schon Futterbrei, ohne Wasser? wie geht das bei -40° C und Schnee bis Mitte April. Siehst, die Bienen machen ihren Futterbrei auch ohne unsere Schläue. Vielleicht weißt du wie sie das machen, das wird wohl noch eine weile ihr Geheimnis bleiben. Ich bin Kein Chemiker... aber der Teig enthält auch etwas Feuchtigkeit.
    Gut Stich,
    Georg.

  • Moin, moin,


    Brut bei -40 C? Wenn sie eingeschneit sind, kann ich mir das vorstellen. Wenn sie frei stehen, erstaunt es mich, Wasser aber sollte als Kondenswasser verfügbar sein. Wie ist denn bei Euch die notwendige Einwinterunsstärke?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Besorge Dir eine digitale Gepaeckwaage (amazon, unter 20 Euronen zu bekommen). Dann vorne und hinten die Kisten leicht anheben (so dass sie grad abheben). Summe bilden, durch 2 teilen und davon dann runterrechnen - Gewicht Leerbeute, Raehmchen, Wabenbau, Bienen. Dann kannst Du Dich an das Gewicht ranitterieren. Zusaetzlich wuerde ich bei mildem Wetter mal unter den Deckel lugen - wichtig ist, dass das Futter auch erreichbar und am besten brutnestnah ist. Kann man jetzt gut machen bei den 8 bis 11 Grad die so sind.
    Die meinen haben bisher 8 kg gezehrt und allgemein wird geraten dass sie noch mal so viel von Maerz bis Mai haben sollten.
    Im Zweifelsfall ZipLock auflegen.


    Gruesse
    Melanie

  • Besorge Dir eine digitale Gepaeckwaage (amazon, unter 20 Euronen zu bekommen). Dann vorne und hinten die Kisten leicht anheben (so dass sie grad abheben). Summe bilden, durch 2 teilen und davon dann runterrechnen - Gewicht Leerbeute, Raehmchen, Wabenbau, Bienen. Dann kannst Du Dich an das Gewicht ranitterieren. Zusaetzlich wuerde ich bei mildem Wetter mal unter den Deckel lugen - wichtig ist, dass das Futter auch erreichbar und am besten brutnestnah ist. Kann man jetzt gut machen bei den 8 bis 11 Grad die so sind.
    Die meinen haben bisher 8 kg gezehrt und allgemein wird geraten dass sie noch mal so viel von Maerz bis Mai haben sollten.
    Im Zweifelsfall ZipLock auflegen.


    Gruesse
    Melanie


    Hallo Mellanie
    ich hab grade mal meinen Einzarger beäugelt und musste feststellen das die scheinbar gut durchgekommen sind. Eingewintert mit sechs besetzten Waben und einem Stockgewicht von 35kg besetzen die heut bereits 8 Waben voll und brummen drausen rum wie blöd. Wenn ich heut oder morgen Zeit zum Wiegen hab geb ich mal die Daten durch, Futter hamse scheinbar noch und ich hab noch reserve von 40 kg von zwei Verlusten dieses Jahr vom andern Stand. Ich vermutete das die fast durchgebrütet haben sonst wären die noch nicht so weit.


    Gruß
    Wilhelm


    unter Youtube "http://youtu.be/SqQ4HCZjomo" sahs vor wenigen Mintuen so aus.

    ** nur selbst rudern macht dicke Arme ** ** begin every day with a smile **

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Lauser () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Liebe Melanie,
    wie hängst du die Waage an die Beuten? Die Haken der "nicht"-digitalen rutschen mir immer ab und meine Digitale hat gar keine Haken, nur Band.
    Gruß
    Frauke

  • Hallo Clas.
    Ich kann deine Frage nicht mehr finden :-(
    Mit unterm Schnee bei -40° hast du schon recht, nur ist das hier auch keine 6 Monate Dauerkälte. (Kühe, Pferde, Schweine und der Hofhund überleben hier ohne Stall, sagt Dir das etwas).
     
    Überwintert wird hier auf 2 Zargen mit 4 Völkern auf einer Palette- bei den Großimkern, eingepackt mit Wattierter Plane. Ich benutzte meine Idee mit der Wespennest Einpackung mit getränkten schwarzen Papier mit 1 cm Luftspalt zweimal umwickelt. Meine Bienen standen einzeln auf der Südseite am Waldrand „im Sonnigen Alberta“. Die Bienenrasse die ich hatte war eine art Carnica, kein Unterschied zwischen der Europäischen. Wasser: hier muss ich doch mal Spaßig werden, beim Trinken unterscheiden sich Bienen von Säugetieren. Honig oder Futterteig haben fast keinen Wassergehalt und doch überleben die Bienen auch damit. (Denken heißt nichts wissen). Man soll bei der Bienebetrachtung nicht schreiben was man denkt, sondern was man weiß. Ich weiß jedenfalls noch nicht wie die Bienen das mit der Flüssigkeit- die sie bestimmt brauchen anstellen.
    Gut Stich,
    Georg.
    Hier wohne ich jetzt: http://kitchenerbc.freeservers.com/ und http://gegruen.htmlplanet.com/

  • Moin, Georg,


    die ZipLock-Beutel sind eine geniale Möglichkeit für Notfütterungen, wenn alles andere nicht geht, weil Weg zu weit und zu kalt und überhaupt.
    Dafür müssen die Kisten aber in Waage stehen, sonst laufen die Beutel aus.
    Beutel zu 2/3 voll mit angewärmtem Futter, Luft rausdrücken, schließen.
    Beutel direkt aufs Brutnest legen (natürlich sollte der Beutel deutlich kleiner sein als die Fläche der Rähmchen!), und piekst entweder mit einer dicken Nadel Löcher rein, oder macht viele sehr kurze Schlitze (~3-4mm) mit ner Rasierklinge.
    Bitte die gesamte Luft rausdrücken, und auch ne Lockspur nach unten tropfen.
    Dann ne leere Halbzarge aufsetzen, Deckel drauf, und bei Bedarf wiederholen, wenn leer.


    Das ist die optimalste Methode, Flüssigfutter schnell und einfach zu den Bienen zu bringen, wenn man sonst keine Möglichkeiten mehr hat - credits to Michael Bush & beesource-forums.:p_flower01:


    Bevor Völker verhungern, dann doch lieber so....:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • Sehr schön (Neid!!), und schon recht nah an den USA. Meine Tochter ist auch seit August in B.C. Aber in Nanaimo auf Vancouver Island bei einer Gastfamilie. Im Mai macht sie mit der Schulband eine Tournee bis nach Edmonton. Das sind Entfernungen bei euch!!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi