Wie nehmen Bienen das Futter im Winter auf??

  • Hallo,


    hat sich schonmal jemand gedanken gemacht WIE die Bienen das Futter im Winter aufnehmen? Nir sind letztes Jahr bei der Winterbehandlung "nasse" b.z.w. "verklebte" Bienen aufgefallen.
    Gehen die Bienen zum Honig, der Wasser gezogen hat und saugen sich mit dem Zeug einfach nur voll oder bekleckern die sich auchnoch von oben bis unten und lassen sich dann in der Bienentraube ablecken?


    MFG Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Thorsten
    Wenn die Bienen in der Winter/Bienentraube sitzen verlassen sie diese nicht.
    Die ganze Traube muß sich bewegen um an (mehr) Futter zu kommen.
    Deshalb schätze ich, dass da Kondenswasser im Spiel war, welches Deine
    Bienen irgendwie erwischt hat. Nasse Bienen in der Wintertraube habe ich noch nicht erlebt.
    Aber nach Deiner Behandlung waren sie wohl etwas naß.
    Gruß Hermann

  • N`Abend Thorsten!


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich einzelne Bienen oder auch Gruppen davon sich von / aus der Wintertraube entfernen um Futter heranzuschaffen. Zumal sie gefühlte 100x verklammt und erfroren wäre(n) bis sie das Futter saugfähig hätten. Sich drin "suhlen" wie vermutet halte ich ebenso für ausgeschlossen, da sie dann ebenfalls runterkühlen würden und der Rückweg unmöglich sein sollte, FALLS sie überhaupt alleine aus der klebrigen Substanz herauskämen.
    Ich stelle mir eher eine durch die Waben mehr oder minder unterbrochene und etwa kugelförmige Bienenmasse analog einer Amöbe vor, die laaaangsam über die um sie herum ja komplett auf Aussentemperatur befindlichen, Futter enthaltenden Waben kriecht (in Idealfall in eine Richtung) und über das Aufsitzen auf dem in Entdeckelung befindlichen Futter dieses durch die ihre Eigentemperatur erwärmt. Dabei entsteht auf dem Futter Kondenswasser, welches es wieder problemlos für die Bienen aufnahmefähig macht.
    Den Gedanken, dass einzelne Bienen erfolgreich die Gesamttraube verlassen könnten um Futter zu beschaffen halte ich für abwegig. Details s.o..


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo,


    Die Bienen sahen irgendwie verklebt aus. Wie Bienen die beim Bearbeiten mit Honig oder Nektar bekleckert wurden. UNd nein, es war nicht die Wintertraube, die saß etwa eine halbe Wabenhöhe tiefer. Das ganze sah aus wie eine "Bienenzunge" aus der traube heraus. Die sind also nicht einzeln nach oben gekrabbelt. Die Tage zuvor war´s ziemlich kalt, den warmen Tag hatte ich zur Behandlung genutzt.
    Wenn man ein totes Volk abräumt sicht doch auch meist Tropfen auf den verdeckelten Waaben ich könnte mir vorstellen das sie diese Tropfen eingesammelt haben.


    MFG Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Das mit der Futteraufnahme klappt in mindestens 2 Fällen eben nicht.


    1. wochenlanger Kahlfrost mit minimalster Luftfeuchtigkeit - da ist dann kaum Wasser, was der erwärmte Honig ziehen könnte.
    Die Verstoffwechselung des Honigs reicht da nicht mal für 5% (wir haben's hier im Forum mal ausgerechnet).


    2. Wenn sie zu brüten begonnen haben, und es dann sehr kalt wird für längere Zeit - dann sind sie quasi auf der Brut festgenagelt, und unter Umständen/meistens nach zwei Wochen vom Futter abgeschnitten, weil sie die Brut nur in absoluten Extremfällen wieder aufgeben.


    Was sie definitiv machen, ist an frostfreien Tagen Kondenswasser aufnehmen, da hat Dennis Murrell auch wieder recht :lol:.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,


    Kannst Du Dich bitte in etwa erinnern in welchem Fred Ihr das besprochen habt,
    darüber wo das Wasser Herkommt/entsteht und wie das Alles in Verbindung steht
    zu Verstoffwechselung von Honig?


    (mir kommen wohl nicht die richtigen Stichworte denn mit der Suchfunktion habe
    ich den Fred leider nicht gefunden-sorry)


    Übrigens ich habe nach dem Auffüttern im Herbst als das Futter verdeckelt wurde,
    mal den Feuchtigkeitsgehalt davon (im BR) gemessen: 15-16%
    War einfach sone Idee von mir das mal zu messen,... kein Reim für darauf.
    Aber habe es mir dann mal gemerkt.


    Liebe Grüsse,
    Eléonore

  • SaBiene


    $1. wochenlanger Kahlfrost mit minimalster Luftfeuchtigkeit - da ist dann kaum Wasser, was der erwärmte Honig ziehen könnte.
    Die Verstoffwechselung des Honigs reicht da nicht mal für 5% (wir haben's hier im Forum mal ausgerechnet).


    Meinst Du damit dass die Verstoffwechselung für 5% Luftfeuchtigkeit in der Stockluft sorgt?


    Oder soll man das so verstehen dass nur für 5% der Bienen ausreichend Honig verstoffwechselt werden kann?


    Liebe Grüsse,
    Eléonore