Anbrüterkasten (Nicot System) Planungsfragen

  • Hallo Zusammen


    Ich wollte einmal fragen ob einer für das Nicot System schon einmal so einen Kasten gebaut hat. Ich werde nächsten Montag einen bauen (Striebig Säge ist da gerade frei) und wollte schnell fragen wie ihr die Löcher platziert habt für den Weiselnapfhalter.


    Das ganze sollte so aussehen: Ich will einen 5 Wabenkasten bauen der oben wie so quasi als Deckel ein Rahmen mit Platte hat. Da rein sollen die Bohrungen als Aufnahme für die Weiselnapfhalter. So kann ich nach dem Umlarven direkt die Dinger da reinstecken.
    Meine Frage ist, welchen Durchmesser habt ihr da gebohrt (Die Sockel sind noch nicht da) und wo sind Eure Löcher angeordnet? (Direkt über einer Wabengasse oder habt ihr da nicht darauf geachtet?) Was für einen Abstand empfehlt ihr mir da für die Distanz zwischen Oberträger und Platte mit Löcher für die Sockel?


    Hoffe Ihr versteht was ich meine *g*


    Vielen Dank

  • Nur kurz:
    1. 5 Wabenkasten ist 2 Waben zu groß. 3 Waben ist für Transport, Annahme, Wärme und Belüftung das Optimum.
    2. Die Löcher gehören genau über die Träger. Die Zellen hängen in Wabenflucht.
    3. Der Abstand Näpfchenboden zu Oberträgeroberkante ist wichtig. (Ich finde den auf die Schnelle nicht, hab den wahrscheinlich in "Selbstgebautes für die Imkerei" gesehen und das irgendwem geborgt.)
    4. Die Lochplatte bekommt nur an den Stirnseiten Abstandshölzer, die direkt auf die Rähmchenohren ganz am Rande aufsetzen. Diese Abstandshölzer dürfen auch keilförmig sein. Schmalseite unten. Ein Rahmen quetscht viel zu viele Bienen und nimmt rundum zuviel Platz weg.
    5. Das Lochmaß mußt Du selbst nachmessen. Ich meine es seien 17,5mm. Ich habe dafür extra einen Fräser für die Oberfräse anfertigen (bzw. anpassen) lassen, weil eine nur wenig zu große Bohrung zum Kitten führt - was nervt und eine zu kleine sofort klemmt. (Denk mal über Plexiglas - Guttagliss - nach!) Fasern vom Bohren nerven nämlich auch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,
    3 Waben sind richtig: 1 Futterwabe, 1 Pollenwabe, 1 Wasserwabe, 1,5kg Bienen.
    Löcher habe ich keine gemacht, da die Nicot-Weiselnapfhalter auf Basismodule aufgesteckt werden, die wiederum auf Zuchtlatten genagelt werden. Bei mir besteht der Anbrüter aus
    - Unterteil für die 3 Waben mit Lüftungsgitter unten
    - Zwischenteil für die Aufnahme von 3 Zuchtlatten oberhalb der Waben
    - und Deckel.
    Um die Zuchtlatten nach dem Belarven einzusetzen, öffne ich den Deckel, sprühe etwas Wasser hinein, setze die Zuchtlatten ein und schließe den Deckel wieder. Dabei fliegt kaum eine Biene auf. Zum Belarven bringe ich nur die bestückten Zuchtlatten zum Züchter, wickle die nach dem Belarven in ein feuchtes Tuch und setze sie zuhause in den Anbrüter ein. Ich brauche keine Löcher.
    Gruß Ralph

  • Um die Zuchtlatten nach dem Belarven einzusetzen, öffne ich den Deckel, sprühe etwas Wasser hinein, setze die Zuchtlatten ein und schließe den Deckel wieder. Dabei fliegt kaum eine Biene auf. Zum Belarven bringe ich nur die bestückten Zuchtlatten zum Züchter, wickle die nach dem Belarven in ein feuchtes Tuch und setze sie zuhause in den Anbrüter ein. Ich brauche keine Löcher.
    Gruß Ralph


    Gute Idee



    Hier ein solcher Kasten

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Ich brauche keine Löcher.

    Bei mir kamen mal weisellose Bienen in einem Anbrüter an und ich sollte nun zum Belarven die Weiselnäpfe auf den Zuchtlatten entnehmen ...


    Die Anbrüter mit den Stopfen sind da schon die bessere Lösung, vor allem weil (Rück-) Transportzeit schon Pflegezeit ist und die Annahme-/Überlebensquote deutlich besser ist, als beim Larventransport in Tuche. Es ist auch ganz spannend zu beobachten, wie der brausig verzweifelte Jungbienenhaufen reagiert, sobald die ersten Larven gegeben werden. Für die Anpflege von Serien ohne Transporte braucht man jedoch keine Anbrüter. Da sind entweiselte in Tracht fliegende Doppelvölker aus tiefer Schwarmstimmung die bessere Lösung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Weiss einer von Euch wie gross Ihr die Löcher jetzt effektiv gemacht habt? Sind 17.5 mm ok?


    Ok dann werde ich einen 3 Waben Kasten bauen oder Evtl. im HR anziehen lassen wenn ich den BR mit Queen umsetze für einen Tag...
    Wer hat Erfahrung damit und kann mir sagen welche Methode besser ist?


    Was für ein Abstand ist passend für den Abstand Unterkante Platte bis Oberträger? Gemäss oben genanntem Link sind es ja 37mm. Ist das OK?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von StefanL ()

  • Weiss einer von Euch wie gross Ihr die Löcher jetzt effektiv gemacht habt? Sind 17.5 ok?


    Ok dann werde ich einen 3 Waben Kasten bauen oder Evtl. im HR anziehen lassen wenn ich den BR mit Queen umsetze für einen Tag...
    Wer hat Erfahrung damit und kann mir sagen welche Methode besser ist?


    18 mm ist ok

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  • Es ist nicht ausreichend ein Volk zum Starten zu benutzen, wenn die Zucht mit vielen Zellen zeitigstens begonnen werden soll. Es müssen viele Bienen in Schwarmstimmung da sein. Das geht am Besten mit pflegebereiten Jungbienen im Übermaß. Jungbienen entstammen Brutwaben. Es ist also geschickt, ein Volk mit weiselzellenfreien Brutwaben aufzupumpen indem diese über Gitter gegeben werden. Einfach ein Volk zu Königinnen-Ableger bzw. KS oder MiniPlus-Besatzung herabstufen und alle seine Brutwaben dem zukünftigen Pflegevolk aufsetzen. 9 Tage später können dann alle Bienen der unteren Zarge durch den Zuchtboden mit Gitter in die ehemals obere Zarge einlaufen. Die Königin wird dabei gefunden und samt ihren Brutwaben verwertet. Als Pflegevolk bleibt dann zurück: 9 Tage alte - also voll gedeckelte - Zarge des geopferten Volkes, alle Jungbienen beider Völker, alle Flugbienen keine Drohnen. Dies Volk ist dann hoffnungslos weisellos und die Pflegebienen bekommen Samenstau ... äh ... Futtersaftverhaltung. Gibt man ihnen 2 Zuchtlatten mit je 10 Zellen liegt die Annahmequote bei einem halbwegs geübten Umlarver bei sicher 16-18 Zellen, die dieses Volk ganz hervorragend bis zur Verdecklung pflegt, denn jeden Tag werden der Bienen noch mehr. Dieses Volk startet auch problemlos 50 oder gar 100 Zellen, sollte soviele aber dann doch nicht pflegen müssen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • 18 mm ist ok

    Nee. 18mm ist das Maß für normale Stopfen aus Holz. Da passen Nicots nicht rein. Es werden wohl 18.5mm sein. Messen ist besser als Raten und Zeit ist ja noch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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