Tropfendes Winterfutter aus TBH

  • Hallo Forengemeinde,


    komme gerade von einem Kontrollgang und mußte feststellen, daß aus dem offenen Boden der TBH Futter heruntertropft. Eingefüttert habe ich mit Apiinvert. Die Tropfen befinden sich nicht in der Nähe der Wintertraube. Mäusebefall will ich mal ausschließen. Was kann hierfür die Ursache sein?


    Natürlich will ich jetzt nicht aufreißen und reinschauen. Aber was könnte ich um diese Jahreszeit bei diesen Temperaturen überhaupt tun?


    Hier sind die Temperaturen nachts bis an die - 20°C und am Tag in der Sonne bis ca. 0° C. Zum Teil konnte ich auch gefrohrenes Kondenzwasser sehen. Wie passt dies zusammen?



    Bin für jeden Hinweis dankbar.



    Gruß
    Kai

    "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche." (Dr. Ernesto Guevara de la Serna)

  • Hallo Kai


    das ist ein typisches Zeichen dafür das deine Bienen schon stark in Brut gegangen sind. Ich würde sagen kein Grund zur Beunruhigung. Das kommt hauptsächlich durch die hohen Temperaturunterschiede zustande.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Reinhard,


    super Nachricht, danke. Da bleibe ich mal optimistisch. :)


    Gruß
    Kai


    PS: Natürlich mußte ich den "Saft" probieren, er war seehhrr süß. :u_idea_bulb02:

    "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche." (Dr. Ernesto Guevara de la Serna)

  • Reinhard da liegst Du falsch. Also Kondenswasser ist nicht sehr süß. Und viel Brut haben die jetzt auch nicht. Die innere Uhr der Bienen geht besser als unsere Wünsche oder Befürchtungen. Es ist möglich das nicht verdeckeltes Futter Wasser angezogen hat und so durch Massevermehrung aus den Zellen austritt.
    Aber Azubee berichte mal nach einer späteren Kontrolle was los war. Gruß Peter

  • Hallo,


    leider gibt es auch in völlig unbewohnten Beuten diese süßen Pfützen unten:
    Jawoll, unverdeckeltes Futter, das Wasser gezogen hat und dann nach unten tropft.
    Ist wirklich so.
    Also kann man sich auf der Beobachtung absolut nicht ausruhen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    hast Du einen Tipp für mich?
    Da ich die TBH nach den Plänen der bayrischen LWG gebaut habe, habe ich besonders große Wabenflächen. Damit besteht die Gefahr des Futterabrisses. Aber bei diesen Temperaturen bleibt es wohl bei den Spekulationen .....


    Abwarten und (Hopfen-) Tee trinken. :wink:


    Gruß
    Kai

    "Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche." (Dr. Ernesto Guevara de la Serna)

  • Nein, Kai,
    Bei ungeteiltem Brutraum und großen Waben, finde ich, ist das Risiko für Futterabriss nicht größer.
    Das liegt wohl eher am Sitz und auch besonders an der Volksstärke. Temperatureinbruch, schon Brut, enges Zusammenziehen, Abstand zur Futtergrenze überschritten und Exitus. Dann kann`s noch Schwierigkeiten bei Unterbrechungen durch Zargenwechsel geben.


    Ich hab hier noch eine leere Beute aus dem Spätherbst von einem weisellos gewordenem Schwarm vor 2 Tagen ausgeräumt und Waben sortiert. Da war auch unten das ein oder andere Pfützchen unter Waben mit unverdeckelten Arealen - die müssen nicht groß sein. Hier wölbte sich der Wabeninhalt durch Verwässerung bereits tropfenförmig aus den Zellen und ab und zu läuft etwas herunter.


    Aber das gibt`s auch bei belebten Beuten, wenn die Traube eben noch woanders sitzt. Bei passenden Temperaturen räumen die Mädels das ruckzuck auf demnächst.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper