Gedankenspiele

  • jan dann lies mal den Schlußsatz.


    Außerdem davon spreche ich nicht, sondern von der Vertreibung der Indianer aus ihrer Heimat und dies ausschließlich auf Infektionskrankheiten zurückzuführen. Das ist an den Haaren und zwar an den Schamhaaren des weißen Mannes herbei gezogen.


    Aber wo du diesen Einwurf machst, sage ich dazu was:


    Mit welchem Recht haben wir Europäer große Teile dieser Welt besiedelt und die indigenen Völker nahezu ausgerottet, unabhängig davon wie nachhaltig deren Lebensweise zum Zeitpunkt ihrer Vertreibung war ? Hinterher zu behaupten seht her, seht her auch die Vertriebenen zerstörten ihre Umwelt, es fehlten ihnen nur unsere Mittel um es so vollständig hinzukriegen wie wir ist wohl ein schlechter Scherz. :roll:


    nun mein Schlußsatz zu Indianern (wir sind OT) aus dem Mund einer Indianerin:


    Ich zitiere Florinda Donner-Grau:
    "Vom Standpunkt der Natur aus betrachtet, besteht der primäre Imperativ in der Arterhaltung, doch daran sind wir nicht länger interessiert. Wir sind an Evolution, an Entwicklung interessiert, weil sie ein gleichwertiger wenn nicht gar der Fortpflanzung übergeordneter Imperativ ist. Wenn wir uns nicht entwickeln, nicht in etwas verwandeln, werden wir uns wahrhaftig selbst von diesem Planeten entfernen und ich denke dies wird endgültig sein.
    Wir haben unsere Ressourcen aufgebraucht und ich meine vollständig aufgebraucht. Ob wir nun noch 50 oder 100 Jahre haben mögen, spielt in den Zeitmaßstäben der Erde als Planeten überhaupt keine Rolle. Es ist vollkommen belanglos. Als Art sind wir dem Untergang geweiht. Und in diesem Sinne ist Evolution unser einziger Ausweg."

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Hallo,
    was ist denn nu los?
    Lieber atouba, ich wollte nicht sagen, dass die Indianer NUR wegen der Grippe "ausgestorben" sind, klar. Sie haben auch überlebt. Auch klar. Sorry, es war sehr verkürzt. Ich wollte das als Beispiel anführen, dass der Grippevirus unter den Indianern gewütet hat, weil sie keine Resistenzen entwickelt haben konnten - weil sie keine Grippeviren hatten.
    Wer die Grippeviren eingeschleppt hat und wie gemordet wurde etc.... dazu habe ich keine Aussage gemacht, das ist hier nicht Thema.

    Zitat

    Solche Sätze sprechen für blanke Unkenntnis von den Prozessen genetischer Anpassung und Evolution.


    Na, kann ja sein, dass ich kenntnisfrei bin. Jeder hat mehr Wissenslücken als Wissen. ;-) Dann bitte Aufklärung, wo ich mich besser informieren kann.
    Mal krass gesagt: Man könnte die Bienen einfach nicht mehr behandeln, sagen wir, europaweit. Dann werden die Bestände zusammenbrechen und die Evolution/Selektion nimmt ihren Lauf.
    Bester Fall: Einige wenige Völker überleben und finden ein Auskommen mit den Varroen. Dann bauen sich davon ausgehend die Bestände langsam wieder auf "und alles wird gut". Nebenkosten: Die Berufsimker gehen vor die Hunde. Die Hobbyimker verlieren ihr Hobby. Die Bestäubung leidet und der Ertrag der Landwirtschaft geht zurück.
    Schlechtester Fall: Honigbiene stirbt aus. Nebenkosten wie oben, nur keine Erholung.
    Abgesehen davon gilt aber, was Bernhard meint: Die Varroen sind nicht das einzige Problem der Bienen. Agrochemie, Verarmung der Landschaft...
    Sollten wir die Arme verschränken, uns zurücklehnen und zusehen? Oder statt Varroa managen zu wollen Aufstand machen gegen Agrochemie, Verarmung der Landschaft... ?
    Ich denke: Die "Natur" ist inzwischen derart von Menschen bestimmt, dass es kein zurück mehr gibt zu: Lasst der Natur ihren Lauf und alles wird gut.
    Grüße
    apirita