Dr. Pia Aumeier - Eine Wabe ergibt ein Volk!

  • Hallo Bienenfreunde!


    In der Ausgabe 5/2011 des deutschen Bienenjournals ist ein Bericht über die Kleinstableger zu lesen. Ich arbeite seit Jahren mit der sehr ähnlichen Methode "Völkervermehrung in 4 Schritten" nach Dr. Liebig mit voller Zufriedenheit.


    Grundsätzlich ist mir das Thema nicht neu. Neu ist jedoch die vorgeschlagene Wabenanordnung, dass nämlich die verwendete Brutwabe direkt an die Beutenwand, anschließend eine Mittelwand zu als Abschluss eine Futterwabe gegeben wird. Diese Anordnung wird als unverzichtbar bezeichnet.


    Kennt jemand die genauen Beweggründe für diese Empfehlung?

    MfG
    Honigmaul

  • Die Brutwabe soll an die Außenwand, damit die Wächterbienen schneller dort sind und mehr Fläche haben, um das Flugloch zu bewachen (Da die Bienen auf der Zargenwand laufen, bewachen sie so das Flugloch direkt mit, und Eindringlinge müssen eh an der Wand entlang). Das eingeengte Flugloch soll ebenfalls direkt am Anschlag sein, d.h. an der Wand der Zarge wo die Brutwabe ist.
    (So erklärt sie es zumindest in den Lehrgängen.)


    Wieso die Mittelwand zwischen Brutwabe und Futterwabe platziert wird, wurde ja hier auch schon öfter erörtert: Die Futterwabe funktioniert sonst als Sperre und die Bienen "finden" die Mittelwand nicht und bauen nicht weiter aus.
    Nach Ausbau der Mittelwand soll wieder eine neue MW zwischen Brutnest und Futterwabe geschoben werden.

  • Danke für die Antwort Chris, so habe ich das noch nie gesehen, ist aber einleuchtend.Bei mir kam immer erst eine Pollenwabe.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Miteinander,
    sowas nennt der Drohn - und nicht nur er - Legoimkern!
    Viele Grüße
    Lothar


    Würde gerne wisse wie der Drohn und " die anderen" modern Imkern mit einfacheren Methoden, wo weniger "Legoimkern" betrieben wird!
    es geht hier um EINMAL umhängen einer wabe und damit ist ein neues Volk gegründet!
    Ich kann mir, abgesehen vom schwärmen, nicht gut eine Vermehrung vorstellen die schonender vorgeht?!

  • Plonsi :
    da geht es nicht um "einmal umhängen" - das ist viel brutaler aus Bienensicht.
    Ein Schwarm mißt sein neues Zuhause aus, und stellt alles bereit, um das entsprechend auszubauen - da ist ab Einzug des Schwarms klar, was wo wie gebaut wird.
    Da wird nicht dauernd ne neue MW zugehängt, und einem verdammt mickrigem Ableger absolute Höchstleistungen abverlangt.
    Bienen leben in WabenGASSEN, nicht AUF Waben.


    Man KANN sie derart manipulieren, aber artgerechte Vermehrung ist ganz was anderes.


    Jeder KS ist besser.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Danke,


    ich bin ja echt wankelmütig wie ein Pennäler und war schon wieder am überlegen....
    Nä, ich bleibe bei meinem geplanten vVS, wenn sie denn mitspielen, die Mädels. Sonst muß ich auf andere Schwärme spekulieren :wink:
    Dazu muß ich einwenden, dass bei mir auch weder Massivdrang zur Zahlenerweiterung noch zu hohen Honigerträgen besteht.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Damit wollte ich nicht sage das diese art der Vermehrung der natürlichen Art der Bienen entspricht. Aber hey, wir reden von Bienenhaltung. Da frage ich mich, wie kann ich Bienen halten und gleichzeitig die Bedürfnisse der Bienen und mir stillen? Ich denke immer klar, am schönsten du hältst keine Bienen dann ist es natürlich! Aber wenn ich Bienen halten will muss ich kompromisse eingehen. Alleine schon eine Bienenbeute is ein extremer Eingriff in die Lebensweise der Bienen, dadurch wird dies komplett geändert. Ich denke einfach das es ok ist wenn ich die Bienen halte und die Völkervermehrung zwar künstlich, allerdings mit so wenig eingriffen wie möglich mache. Und unter diesen Umständen hört sich das System für mich sehr gut und plausiebel an.
    Wenn du wirklich bienen auf ganz natürliche weise halten kannst ...- das geht nicht denn dann hättest du keine Bienen


    Gruss stefan

  • Wenn du wirklich bienen auf ganz natürliche weise halten kannst ...- das geht nicht denn dann hättest du keine Bienen


    Ziemlich dürftige Argumentation. Kein Lebewesen kann alleine für sich leben, sondern ist in einem Netzwerk aus Lebewesen eingeflochten. Deswegen vergesellschaften sich Lebewesen und bilden Lebensgemeinschaften. Die Honigbienen und Menschen haben sich schon vor sehr langer Zeit zusammengetan.


    Der Rest ist eine Frage der Einstellung gegenüber dem Leben.


    Gruß
    Bernhard

  • Die Honigbienen und Menschen haben sich schon vor sehr langer Zeit zusammengetan.


    Irrtum! Die Bienen sind nicht zum Menschen gezogen, aber umgekehrt. Siehe Naturvölker in Südamerika, Südostasien usw. Die Bienen leben dort wild, aber der Mensch klettert auf Bäume und Felsen, um an den Honig zu kommen. Die Bienen bauen ihre Nester nicht freiwillig in den Dörfern!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Natürlich ist auch die Biene auf den Menschen angewiesen. Würde der Imker sich nicht um die Völker bemühen/kümmern, könntet ihr die Zahl der Völker in D an zwei Händen abzählen. Insofern ist es für beide Spezies eine Win Win-Situation.


    Plonsi
    Lass dich nicht Kirre machen, du und die anderen 99% der Imker arbeiten so mit Erfolg.
    Sabine
    KS ist eine andere Möglichkeit, aber besser? Der Eingriff ist für das Volk, meiner Meinung nach, wesentlich gewalttätiger.


    Günter

  • Hallo Omni!


    Danke für die fundierte Antwort. Ich stehe allen Verbesserungen der Betriebsweise offen gegenüber und werde daher heuer dies genau so ausprobieren. Ich war aber mit der bisherigen Methode auch schon sehr zufrieden.


    MfG
    Honigmaul

  • Natürlich ist auch die Biene auf den Menschen angewiesen. Würde der Imker sich nicht um die Völker bemühen/kümmern, könntet ihr die Zahl der Völker in D an zwei Händen abzählen. Insofern ist es für beide Spezies eine Win Win-Situation.


    Guten Morgen
    die Biene ist auf den Menschen angewiesen ? versteh null wie du das meinst, wie kommst du darauf ?
    Achso und ohne Imker gäbe es in Deutschland so ca. max. 10 in Worten zehn Völker. Bin gespannt wie der 10 Völker Roman weiter geht ;)


    Meine Version:
    die Völker vermehren sich kräftig wegen Pia und so bis sie Summsi entdecken, darauf hin beschließen sie kollektiven Selbstmord. :Biene:


    Bienensterben somit aufgeklärt :0)


    lg

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)


  • Wow mal langsam ;) ich denke mal das war von Summsi so gemeint, dass inzwischen die Biene auch den Menschen braucht! Klar man kann es nun so sehen das die Bienen dadurch vorteile haben, oder das sie von uns Menschen in die Abhängigkeit gezwungen wurden!



    Ziemlich dürftige Argumentation. Kein Lebewesen kann alleine für sich leben, sondern ist in einem Netzwerk aus Lebewesen eingeflochten. Deswegen vergesellschaften sich Lebewesen und bilden Lebensgemeinschaften. Die Honigbienen und Menschen haben sich schon vor sehr langer Zeit zusammengetan.


    Der Rest ist eine Frage der Einstellung gegenüber dem Leben.


    Gruß
    Bernhard


    Die Argumentation ist nicht dürftig! wie kann man Bienen ganz nach ihrer natürlich Lebensweise halten wenn die Biene natürlicherweise nicht mit den Menschen "zusammenarbeitet" ? Es ist also umgekehrt unmöglich Bienen auf ihre (ursprünglich) natürliche Lebensweise halten zu wollen!


    und @ Summsi: Danke das mache ich! Ich finde es nur immer schade wenn so gute Ideen einfach abgeschlagen werden wie das is "Legoimkern" was soll ein Anfänger damit? Einfach eine Sache schlecht reden damit ist keinem geholfen!


    Gruß Stefan!