Faulbrut durch Eigenwachsumarbeitung?

  • Liebe Kollegen, mich interessiert mal eure Meinung weil ich demnächst die Möglichkeit habe, gar nicht so weit entfernt von mir, mein Wachs umarbeiten zu lassen.


    Bei Eigenwachsumarbeitung zu MW's wird doch das Wachs nur bis zur Fließfähigkeit erwärmt, also nicht entseucht. Soweit ich informiert bin, wird auch die Maschine eines professionellen Umarbeiter nicht nach jeder Charge entkeimt/entseucht.
    Kann man sich Faulbrut durch Wachsreste eines Vorgängers einhandeln? Was meint ihr?


    Viele Grüsse
    Günter

  • Hallo Summsi!


    Da müsstest du direkt nachfragen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das Wachs nicht vorher entkeimt wird. In Bezug auf die Faulbrut wäre das nicht unproblematisch.


    MfG
    Honigmaul

  • Liebe Kollegen, mich interessiert mal eure Meinung weil ich demnächst die Möglichkeit habe, gar nicht so weit entfernt von mir, mein Wachs umarbeiten zu lassen.


    Bei Eigenwachsumarbeitung zu MW's wird doch das Wachs nur bis zur Fließfähigkeit erwärmt, also nicht entseucht. Soweit ich informiert bin, wird auch die Maschine eines professionellen Umarbeiter nicht nach jeder Charge entkeimt/entseucht.
    Kann man sich Faulbrut durch Wachsreste eines Vorgängers einhandeln? Was meint ihr?


    Viele Grüsse
    Günter


    Hallo Günter , die Anlage braucht nicht entseucht zu werden . Der Kessel in dem der Wachs flüssig wird , wird mit ThermoöL
    beheitzt und auf wenigsten 130 Grad erhitzt .Hinzu kommt der Druck der in diesen Druckkesseln über mehrere Stunden herrscht und somit sämtliche Keime abtötet .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ich hab letztes Jahr mein Wachs umarbeiten lassen. Genau wie Josef schreibt, wird schon im Schmelzkessel auf 130° erwärmt und einige Stunden gehalten. Was hinten raus kommt hat keine Sporen mehr, zumindest keine lebenden. Ich war allerdings dabei beim umarbeiten. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.

  • Hallo Günter , die Anlage braucht nicht entseucht zu werden . Der Kessel in dem der Wachs flüssig wird , wird mit Thermoöl.
    beheizt und auf wenigsten 130 Grad erhitzt .Hinzu kommt der Druck der in diesen Druckkesseln über mehrere Stunden herrscht und somit sämtliche Keime abtötet .


    Gruß Josef


    Hallo Josef,


    was du erzählst ist falsch, seit wann gibt es einen Thermoölkessel mit Druck?
    Die Geräte arbeiten ohne Druck, sind doppelwandig und sind mit Thermoöl gefüllt, können bis 150 Grad erhitzt werden.
    Besitze selbst so ein Gerät und verarbeite mein Wachs.
    Ich kenne keinen Wachsverarbeiter der heute noch mit Druck arbeitet!
    Man sollte sich erst mal erkunden wie die Technik funktioniert.


    Mfg Bienenmichel


  • Hallo Bienenmichel , dann wissen wir es jetzt alle ganz genau !


    Danke Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Günter


    Lasse mein Wachs in der Oberschwabengoldimkerei umarbeiten und bin damit sehr zufrieden.


    Dort schreibt man:
    Sehr geerter Imker, wir verarbeiten hier Ihr Eigenwachs mit der modernsten Wachspresse Deutschlands.
    Aus Ihrem eigenem Wachs produzieren wir Ihnen wieder frische Mittelwände.
    Diese sind anschließend seuchenfrei, pestizid- und varroazidarm.


    Umarbeitungspreis pro kg 2,50 Euro.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Aus Ihrem eigenem Wachs produzieren wir Ihnen wieder frische Mittelwände.
    Diese sind anschließend seuchenfrei, pestizid- und varroazidarm.


    Hm, wenn ich total varroazid-verseuchtes Wachs liefere, wie kann das danach varroazidarm sein? Und wenn ich komplett nur eingeschmolzene Naturbau-Waben hinschicke, sind die dann auch nur "varroazidarm"?
    Letzteres wäre irgendwie enttäuschend, oder?

  • Servus beinand
    Danke für eure Antworten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß bei einer z.B. solchen Maschine:
    http://www.youtube.com/watch?v=DnE0SCLsLNc
    das Wachs entseucht wird. Was ich weiß, wird das Wachs nur bis zur Fließfähigkeit erwärmt.


    Viele Grüsse
    Günter


    Hallo Günter ,wenn das Wachs nur bis zur Fließfähigkeit erwärrmt wird ,ist es nicht Seuchenfrei .
    Jeder Profi umarbeiter garantiert Dir Seuchenfreies Bienenwachs !
    Es ist immer in diesem Kessel den Du siehst noch ein zweiter . Also Kessel in Kessel .In dem Zwischenraum zwischen den beiden Kesseln befindet sich Thermoöl das auf wenigstens 130 Grad erhitzt wird und dadurch Krankheitskeime abtötet !
    Bevor das Wachs aus dem Kessel läuft wird es noch gefiltert um es von Verschmutzungen zu reinigen .Verstanden ?


    Günter dieser Betrieb veranstaltet Besichtigungen . Da solltest Du dir das mal ansehen !
    >>>> http://www.werner-seip.de/html/bienenzuchtbedarf.html <<<<


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von derbocholter () aus folgendem Grund: Günter dieser Betrieb........

  • Hallo Chris, mein Wachs war nicht verseucht, aber wenn etwas drin gewesen sein sollte, dann ist jetzt weniger drin, davon bin ich überzeugt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Also nach meiner Kenntnis reichen 130°C ohne Druck nicht - AFB-Sporen werden bei 120°C im Autoklaven und verlängerter Zeit abgetötet; selbst die normalen 20 min reichen nicht. Es müssen schon 160°C sein (siehe auch http://www.lwg.bayern.de/biene…eiten/28881/linkurl_2.pdf).


    Wachs besser zu Kerzen donwrecyceln; für Baulinien dann halt unbebrütetes Wachs aus dem Honigraum...das ist besser als jeder Wachskreislauf, bei dem irgendwer in irgendwelchen Kesseln irgendwie entseucht...habe gerade Guido Eichs Vortrag über AFB genossen und seine Reinigungsstraßen sind beeindruckend aber ich will's dennoch nicht selber ausprobieren...


    Melanie

  • Also nach meiner Kenntnis reichen 130°C ohne Druck nicht - AFB-Sporen werden bei 120°C im Autoklaven und verlängerter Zeit abgetötet; selbst die normalen 20 min reichen nicht. Es müssen schon 160°C sein (siehe auch http://www.lwg.bayern.de/biene…eiten/28881/linkurl_2.pdf).


    Wachs besser zu Kerzen donwrecyceln; für Baulinien dann halt unbebrütetes Wachs aus dem Honigraum...das ist besser als jeder Wachskreislauf, bei dem irgendwer in irgendwelchen Kesseln irgendwie entseucht...habe gerade Guido Eichs Vortrag über AFB genossen und seine Reinigungsstraßen sind beeindruckend aber ich will's dennoch nicht selber ausprobieren...


    Melanie


    Ja, Melanie, das war meine Befürchtung, daß es bei manchen Umarbeitern da Probleme geben könnte. Also doch wieder Bio-MW's?
    Ich glaub, ich lass mir seine Maschine mal erklären. Schafft er keine 160°, dann lass ich es.
    Das Risiko, daß ich mir von Wachsresten eines Vorgängers AFB einhandeln könnte, wär mir dann einfach zu groß.


    Danke für eure Antworten.
    Viele Grüsse
    Günter