Bienenwachs als Latentwärmespeicher

  • Hallo Bernhard,
    ja, an der Wärmespeicherung durch Parafin wird seit einigen Jahren herumgeforscht, aber leider habe ich noch keinen brauchbaren Wärmespeicher auf dem Markt gefunden. Außer den kleinen Parafinkügelchen im Putz ( BASF ), der den Effekt einer massiven Wand nachbildet, die sonst in der Lage wäre für einen Temperaturausgleich zu sorgen. Außerdem gibt es viele Zimmer in vielen Häusern, die ausgerechnet im kalten Winter ( außer bei Stefan2 ) kaum zu viel Sonne abbekommen, sodaß sich der Effekt eigentlich nur im Sommer als Kühlung richtig auswirkt. Von Heizung kann da nicht die Rede sein. Größere Chancen Wärme in den Übergangszeiten einzufangen oder gar im Winter hat man nur über eine Solaranlage. Und damit meine ich nicht die fördermittelgeschwängerte Erzeugung von etwas Strom, sondern die leider zusehends vernachlässigte Art, 1ooo-literweise kochendes Wasser zu erzeugen. Was ich händeringend suche ist ein Wärmespeicher für meine Solaranlage der mit Parafin läuft, und den ich dann natürlich mit dem über 3o Jahre angesammelten Bienenwachs von 7o Völkern füttere. Da wäre es auch bestimmt nicht so schlimm, wenn da AS-Rückstände nachweisbar wären, weil AS ist ja bekanntlich überall, wahrscheinlich auch in Wärme :-). Also falls Du ( Gott der Suchmaschinen ) mal im Netz zufällig auf einen Wärmespeicher triffst, wäre ich froh über eine Benachrichtigung.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ich kann gerade nichts von Bienenwachs entdecken. Bienenwachs hat einige andere physikalische Eigenschaften als Paraffin. Oder?


    Das soll jetzt nicht heißen, dass man das BW nicht auch als Latentwärmespeichermedium denken kann.


    rst

  • Oh,
    ich glaube da gibt es nicht allzugroße Unterschiede, außer dem AS-Gehalt :-). Aber wie gesagt, für sagen wir mal 5oo kg Wachs, da muss ein Bienchen lange für schwitzen.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sie sofort dafür schwitzen ließe

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Größere Chancen Wärme in den Übergangszeiten einzufangen oder gar im Winter hat man nur über eine Solaranlage.


    Hallo Wolfgang.


    Hier kommt ein guter Hinweis, wie es auch anders geht. Der sogenannte Biomeiler nach Jean Pain bringt 70-75°C Hitze - konstant.


    Siehe: http://www.gesundsein.net/die-…-anderer-garten-p-35.html


    Es ist eine gnadenlos gute Idee, den Biomeiler mit einem Latentwärmespeicher zu verbinden. Insbesondere, wenn noch eine Solaranlage (mit Brennspiegel) dazugeschaltet wird. Durch diese Kombination ließe sich rund um das Jahr Wärme erzeugen und im Wachsspeicher speichern. Durch die konstante Zuführung von Wärme, muß der Speicher auch nicht so groß sein.


    Gruß
    Bernhard

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel ()

  • Ist jetzt gerade OT, hatten wir aber neulich mal in der Mittagspause:
    ließe sich ein Biomeiler mit einem Sterling-Motor kombibieren? Gibt es sowas in Funktion?


    gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Ich hatte mal einen Filmnbericht ueber die Kombination Waermepumpe und Eisspeicher gelesen...sehr spannend. Das war ein gewaltiger Speicher im Boden, der mit Solarkraft im Sommer aufgeheizt wurde und im Winter die Waermepumpe fuetterte, die das Wasser nach und nach in einen gewaltigen Eisblock verwandelte.
    Wir hatten damals bei der Heizungssanierung auch interessiert ueber den Tellerrand geschaut, stiessen auf Salzspeicher und Leute, die praktisch um einen gewaltigen Speicher ihr Haus gebaut hatten. Aber letztendlich ist es dann doch nur ein 1100 l Speicher geworden...ganz konventionell mit H2O und von der Solaranlage gefuettert; dazu eine Brennwertheizung, neue Heizung und Waermedaemmung und schon den Oelverbrauch praktisch halbiert. Das ist ja schon nicht schlecht so fuer den Anfang...


    Gruesse
    Melanie


    P.S. Den Sterling hatten wir uns auch angeschaut...es ist ein bunter Markt voller innovativer Energie...ganz Klasse!

  • Hallo,
    den Stirling gibt es z.B. in Kombination mit einem Holzofen, wenn man dafür gut 22.ooo,- € ausgeben will. Da muss ein Bienchen lange für würgen :-).
    Viele Grüße
    Wolfgang, der das Fazit des Parafin-in-Mörteleimer-Versuchs sehr lustig findet, frei nach dem Motto: ja, der Übergang der Wärme ins Wachs hat nicht funktioniert, weil sich direkt am Kupferrohr Wachs erhärtet und die Wärme nicht weiter leitet und der Übergang der Wärme aus dem Wachs in das Wasser hat aus dem gleichen Grund nicht funktioniert, aber bei einem wesentlich größeren 1.ooo-l-Tank ist das ja kein Problem mehr :-)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.


  • ließe sich ein Biomeiler mit einem Sterling-Motor kombibieren? Gibt es sowas in Funktion?


    Das Ding nennt sich Stirlingmotor ;)


    Das Problem ist die Thermodynamik: der Wirkungsgrad des Stirlingmotors hängt ab von der Temperaturdifferenz zwischen heiß und kalt.
    D.h.: Wenn der Berg mit den Holzschnitzeln 50-60°C heiss ist, hat der Motor einen noch schlechteren Wirkungsgrad als er konstruktionsbedingt eh schon hat.
    Als Wärmesenke ist wohl nur z.B. Brunnenwasser mit 8-10°C verfügbar. Mit DeltaT von 50°C ist ein Wirkungsgrad weit unter 5% zu erwarten.
    Damit wäre viel viel mehr Wärmeenergie notwendig um daraus Bewegungsenergie (und aus dieser wiederum dann mit weiteren Verlusten Strom) zu erzeugen. Idealerweise ist hierzu eine Temperatur von mehreren 100°C (je heisser, desto besser) nötig.
    Dann mit der Wärme doch lieber warm duschen und die Stube heizen, damit es kuschelig warm wird.


    Stefan