Sortenempfehlung Sonnenblume

  • Wer bestäubt denn, wenn es für alle so uninteresant wird. Können die Planzen so einfach auf Windbestäubung umstellen?

    Schneidet man sich mit solchen Züchtungs"erfolgen" dann nicht ins eigene Fleisch?

  • War heute auch bei nem Kumpel der die Sonnenblume dieses Jahr nochmal probieren wollte.

    Sie werden bestäubt. Die Bienen und Hummeln holen Pollen und manche versuchen auch Nektar klar zu machen.

    Die Honigräume sind jedoch leer...

    Fazit: für die Sonnenblume funktioniert's, für die Bienen/Imker nicht.

  • An meinen Sonnenblumen im Garten holen die Bienen Nektar. Es sind immer welche dran, aber keine Massen. (Immerhin deutlich mehr als an den daneben stehenden Silphien, da geht fast niemand dran!) Auf den Sonnennblumen werden die Bienen automatisch ziemlich intensiv mit Pollen eingestaubt. Extra gesammelte Pollenhöschen habe ich dagegen noch nicht gesehen.

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • Also zusammenfassend für den Thread. Es gibt Sonnenblumenhonig und somit auch Sonnenblumen die genug Nektar liefern, aber wir wissen alle nicht welche Sorten?

    Und der Nektar liefert nicht die besten Werte.


    Ein Landwirt mit dem ich in Kontakt stehe würde nächstes Jahr auch Mal ein paar Hektar von mir empfohlene Sonnenblumen anbauen wenn ich ihm denn Sorten nennen könnte.

  • PS: sind Bienen zu dieser Zeit was Pollen angeht auch blütenstet?

    Moin, moin,


    der Augenschein spricht bei meinen Bienen dafür. Ich habe noch nie mehrfarbige Pollenhöschen bei Honigbienen gesehen.

    Bei Hummeln schon.

    Und auch bei den Bienen habe ich drauf geachtet, seit ich in einem Vortrag gehört hatte, Bienen und Hummeln seien gleichermaßen blütenstet, was meiner Beobachtung widersprach.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Vielleicht mal bei Dreschflegel oder Bingenheimer Saatgut nachfragen. Bei Bingenheimer gibt es die Sonnenblume "D120", die im Gegensatz zum restlichen Sortiment, als besonders bienenfreundlich gekennzeichnet ist - der Rest wird lediglich als Bienenweide ausgeschildert.


    Dreschflegel rühmt sich zumindest damit alte Sorten anzubauen. Vielleicht können die Anbieter bei konkreter Nachfrage mehr dazu sagen.


    Ob der Landwirt das teuere Biosaatgut kaufen will, ist dann nochmal eine andere Frage.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Vielleicht mal bei Dreschflegel oder Bingenheimer Saatgut nachfragen. Bei Bingenheimer gibt es die Sonnenblume "D120", die im Gegensatz zum restlichen Sortiment, als besonders bienenfreundlich gekennzeichnet ist - der Rest wird lediglich als Bienenweide ausgeschildert.

    Kann man machen, eine andere Idee wäre, bei Günther Friedmann, Berufsimker /

    demeter Imkerei, nachzufragen, was aus diesem Projekt geworden ist.


    https://de-immen.de/wp-content…onnenblumen_Friedmann.pdf

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Ob der Landwirt das teuere Biosaatgut kaufen will, ist dann nochmal eine andere Frage.

    Kann ich als Landwirt und Imker beantworten:

    Nein!


    Wichtiger für mich sind Ertrag, Krankheitsresistenz und Abreifetermin.


    Nicht jedes Saatgut welches als Bienenfreundlich verkauft wird ist automatisch eine gute Trachtquelle (verkauft sich aber an gutgläubige Laien besser ;) ) Ich habe ca 2 Hektar "Bienenweiden" selbst angelegt. Dazu kommen noch unzählige Hektar anderer Landwirte. Schätzungsweise in der Flugschneise ca 20 Hektar.


    Ich müsste demnach Überlaufende Honigräume haben.

    11 abgeschleuderte Völker 45 Kilogramm (der aber ausgesprochen Würzig ist).


    Meine Bienen fliegen auch an der Phazelia, in der Vollblüte, vorbei an die Sonnenblumen.

    So minderwertig kann die Sonnenblume im Auge der Biene also nicht sein.

  • Ich hab die Silphie jetzt von 6 Uhr morgens bis Sonnenuntergang beobachtet, nada. Vielleicht gibt es noch woanders etwas. An Wassermangel kann es nicht liegen.

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.

  • Ja, äh, hier geht es ja um Sonnenblumen(sorten). Dann teile doch den Interessierten deine Sorte bzw. deine Bezugsquelle mit.


    PS: Biosaatgut wird übrigens auch auf so wirtschaftliche Sachen wie Ertrag, Krankheitsresistenz und Abreifetermin gezüchtet. ;)

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Nicht jedes Saatgut welches als Bienenfreundlich verkauft wird ist automatisch eine gute Trachtquelle (verkauft sich aber an gutgläubige Laien besser ;) ) Ich habe ca 2 Hektar "Bienenweiden" selbst angelegt. Dazu kommen noch unzählige Hektar anderer Landwirte. Schätzungsweise in der Flugschneise ca 20 Hektar.


    Ich müsste demnach Überlaufende Honigräume haben.

    11 abgeschleuderte Völker 45 Kilogramm (der aber ausgesprochen Würzig ist).

    Du hast möglicherweise eine eine andere Auffassung vom Sinn der Bienenweiden als die offizielle Landwirtschaftspolitik ? Diese sind Teil der geförderten Agrarumweltmaßnahmen - Anlage von Blüh- und Schonstreifen - die dem Ausgleich der Landbewirtschaftung dienen sollen. Bienenweiden sollen nicht dem Imker die Honigtöpfe füllen, sondern allen Insekten Nahrungsgrundlage und Rückzugsmöglichkeit bieten. Nahrung in Form von Pollen und Nektar, die sie in den häufig vorherrschenden Monokulturen nicht mehr finden. Bei mir im Flugkreis - Du schreibst „ Flugschneise “ - sind dieses Jahr deutlich weniger als 1% , ich schätze maximal 0,5 % der Ackerfläche mit Blühstreifen angelegt. Du schreibst von 20 Hektar Blühwiesen in der „ Flugschneise“ , heißt das Du lebst in der Mega Monokultur ?

    Entschuldige meine Wortwahl, aber als zwar gutgläubiger, jedoch gut informierter Nicht-Laie aus dem Gartenbau, kann ich Deinen Ausführungen nicht ganz folgen. Insbesondere nicht hinsichtlich Deiner Berichte aus der Sonnenblume.





    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • War heute am Wanderstand um zu sehen es ob alles i.O. ist, denn Samstag Früh geht es in die Heide. Ich war erstaunt, dass der vor einer Woche aufgelegte Futterteig kaum abgenommen hat. Überrascht war ich beim Ankippen der Kästen, die haben in der Sonnenblume tatsächlich etwas eingetragen, schätze 10-15 kg. Es wurde sogar auf den Oberträgern etwas gebaut, safrangelber Naturbau. Ob der Nektar nun von den Sonnenblumen ist oder nur der Pollen das Wachs gelb gefärbt hat kann ich nicht sagen, wenn ich dort war haben die Völker nur schwach geflogen. Am Heimatstand ist Morgens bis 10:00 Uhr und Abends ordentlich Betrieb. Heute auch bei leichtem Regen, deutet auf Honigtau hin. Aber jetzt kommt die Heide, ich bin gespannt. Es wäre ein schöner Abschluss eines guten Bienenjahres. VG Jörg

  • Die 20 Hektar "Bienenweide" sind im Flugkreis. Da gebe ich dir Recht, dass der Begriff Schneise hier fehl am Platz ist. In der "Flugschneise" meiner Völker sind, wenn ich mal eine Entfernung von 1000 Meter annehme mehrere Bienenweiden, viele Wiesen, Sonnenblumen, Phazelia und ein Feld mit Hokkaido.


    Ich lege die Bienenweiden auch nicht an um Honigertrag zu erwarten.


    Zum Thema Saatgutsorten: Ich Beziehe mein Saatgut fast Ausschließlich vom großen, grünen, Bayrischen Landhändler.

    Das Saatgut für die Bienenweiden wird mir vom AELF vorgeschrieben welches ich zu Nehmen habe.

    Die Sonnenblumensorten Stammen alle von Euralis.

    Die Sorten die andere Landwirte bei uns anbauen weis ich Leider nicht.


    P.S. von Monokulturen kann man bei unseren Flächenstrukturen nicht reden