Waben - mit oder Hoffmann besser?

  • Hallo,
    Ich hatte auf DN mit Hoffmannseitenteilen umgestellt. Beim Versuch, die Waben aus der Segebergerzarge herauszunehmen, sprengte ich fast die Zarge, so fest waren die Waben miteinander verklebt. Nur rohe Gewalt half noch. Die breiteren Seitenteile nehmen ja fast die Hälfte der Höhe ein. Als Abstandshalter würde doch oben nur 2-3cm genügen.
    Sind normale Waben mit aufgeklemmten Abstandshaltern besser? Ich überlege jetzt, mit der Stichsäge an die Waben zu gehen, vor dem Einlöten der Mittelwände.
    Im Sommer bei der nötigen Stockwände war das Herausnehmen schon schwierig, wegen des Kittharzes zwischen den Waben (wie schaffen das eigentlich die Bienen, zwischen die völlig aneinander anliegenden Waben noch ca. 1mm Kittharz zu kleistern?). Bei kalten Waben konnte ich mir nur mit Schlägen gegen die Unterseite der Waben helfen. um sie herauszubrechen, irgendwas mache ich wohl falsch.
    Wer hat wohlgemeinte Tipps für mich?
    Wanopa

  • :lol: Moin,


    während des Sommers immer schon schön die Rähmchen kratzen und drauf achten, daß der "Schiebeplatz", der in der Segeberger 20mm beträgt, noch halbwegs da ist....
    Wenn nicht, mehr kratzen.:wink:


    Wenn du da aber eine schon länger stehende leere Beute zerlegt hast, dann miß mal deine reale Oberträgerbreite samt Hoffmann nach - Holz quillt gewaltig bei Feuchtigkeit auf.
    Bei uns wurden mal aus sehr trockenen 4x35mm feuchte 152mm, erst nach Intensivtrocknung wurden es wieder die normalen 140.


    Zu Segeberger Zeiten hat es uns mal einen Deckel weggeweht und es regnete rein (GsD im Sommer!), da ist die oberste Zarge dann sogar angerissen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

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  • Nach dem Winter ist das immer hart mit dem Rausnehmen, das stimmt. Aber die Frage nach dem "Was ist besser?" kann man nicht so einfach beantworten.
    Ich finde es praktisch keine Abstandshalter aufzunageln, die auch gerne mal verloren gehen oder mir eine bestimmte Richtung aufzwingen. Allerdings verkleistern die eben viel weniger und viele Kollegen schimpfen die Hoffmänner als Bienenquetsche. Ehrlich gesagt frage ich mich auch warum die Hoffmänner so lang sein müssen. Kurze Enden wären ausreichend - die DN 1,5er haben oben und in der Mitte kurze Verbreiterungen, das reciht völlig und läßt sich gut lösen und eignet sich auch zum Wandern...warum sich das nicht auch bei kurzen Formaten durchsetzt?


    Ansonsten auch mal die Bienen angucken, manche Linien kitten einfach gerne; es sind manchmal auch Kleinigkeiten an der Beute die verstärktes Kitten auslösen.


    Grüße
    Melanie

  • Hallo Wanopa


    Für Magazine bzw für Oberbehandlung finde ich die Hoffmannrähmchen ideal. Mit dem Verkleben ist das so eine Sache, ich schmiere die Holzleisten der Segeberger immer etwas mit Melkfett ein, da kleben sie nicht ganz so sehr bei Plaste oder Edelstahlauflagen kleben die Rähmchen auch nicht so sehr. Ich habe auch gelesen das man die gegenüberliegenden Auflageflächen spitz machen kann damit ist dann die Verkittung nicht so fest. Ist aber mit viel Arbeit verbunden, ich komme mit dem Melkfett gut zurecht und ein guter Stockmeißel hilft auch das Problem zu lösen.


    Abstandshalter würde ich nur für HBB empfehlen. Wenn man ein richtiges "Kittvolk" hat, helfen auch alle Tricks nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nehme diese Saison die Erlanger, weil man die auch wieder leicht abmachen kann (ausschmelzen).


    Ärgere dich aber nicht, wenn du dann die ein oder andere Honigwabe doch mal am Abstandshalter anfaßt und die Wabe dann auf dem Boden liegt. Wen Hoffman, dann in einem Teil. Wie du schon schreibst ist sonst das Auskochen ein Problem.

  • Oh ja, oh ja,
    bzw nein,
    nie wieder! In der Segeberger, die wegen Beutenmangels besetzt und bei meinem Vater aufgestellt wurde sind auch Hoffmänner. Meine Güte.
    Ich will das nicht mehr erleben. Dieses Gekratze hält fürchterlich auf. Dann kommt noch diese "11 WabenBienenquetsche" dazu (O-Ton Doc, ist nicht von mir, ich finds nur sehr passend).
    Im Frühjahr möchte der Herr Papa ohne meine Beeinflussung, einfach durch den gesehenen Vergleich, die mittlerweile fast adoptierten Mädels umwohnen lassen auf Dadant. - Mit Polsternägeln oder ohne alles, hab ich in einer anderen Beute und finde es ohne Wanderbewegung überhaupt kein Problem, gar nichts dazwischen zu machen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moinsen zusammen!


    Ich verwende Hoffmannseitenteile in BR und HR, DNM 1,5 und 1,0 und bin sehr zufrieden.
    Wenn die Verkleisterung der zugegeben recht langen Seitenteile zuviel wird, nehme ich bei einer der Durchschauen die Wabe und kratze ab (die Wabe, wenn ich es dabei täte fiele selbige ja hin:wink: ). Daher je Wabe und Jahr ca. 30 Sekunden, wobe es bei Weitem nicht bei allen Waben erforderlich ist.
    Wichtig ist nur, die Waben immer bündig an eine Seite zu rücken um den von sabi(e)ne angesprochenen Schieberaum zu behalten. Wenn man sie dann spakc zusammendrückt von Beginn an, halten sich die Verklebungen bis auf sehr kittfreudige Völker in erfreulich geringen Grenzen.


    Das Handling habe ich für mich optimiert, indem ich das Rähmchen beim Zurückhängen in den Leerraum gleiten lasse und es dann langsam an die nächste Wabe heranschiebe, nötigstenfalls mit minmalem Raucheinsatz, sodass auch die letzte suizidal veranlagte Biene Platz macht.
    Alternativ kann man die Wabe auch direkt von oben an der nächsten Wabe heruntergleiten lassen, da kann dann keine Biene zwischen die Seitenteile geraten.


    melanie :
    Die Hoffmänner mit dem 2. Seitenteil im unteren Bereich sind der größte Schund, der mir je zwischen die Finger gekommen ist. Diese sind nämlich eine Garantie dafür, (nicht wenige) Bienen zu quetschen und bei vernünftig gearbeiteten Rähmchen, die nicht massiv verzogen sind erübrigt sich meinen Erfahrungen nach der untere Abtandshalter, auch beiden langen / hohen Rähmchen.


    Also, ich mag Hoffmannseitenteile, aber nur die guten:wink:!


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • @ Patrick
    Kann ich nicht bestätigen - warum sollte man da mehr Bienen quetschen? Die Bienen drängen bei der Störung nach oben, da unten ist doch kaum noch wer im Weg. Wen es stört, kann ja mit dem Hobel nochmal ran aber ich habe dort wirklich noch nie Todesopfer oder Reste derselben gefunden. Ich suche halt immer senkrecht gedrahtete Rähmchen und da sind diese Holtermänner pragmatisch und günstig...brauchen ja nicht schleudertauglich zu sein.


    Grüße
    Melanie

  • Hallo,
    Hoffmannrähmchen werden als günstig für Wanderimker angesehen, da durch die Verklebung miteinander das gesamte Nest einen festen Block bildet. Wer nicht wandert, ist mit Abstandshaltern irgendeiner Art besser bedient, da Bienen nicht so leicht gequetscht werden und sich die Waben wesentlich leichter lösen lassen. Darüber hinaus ist es auch günstig, für die Arbeit an Magazinen einen Stockmeißel mit Wabenheber zu verwenden, z.B. den, damit lassen sich die Waben fast ruckfrei lösen.
    Gruß Ralph

  • Hallo Melanie!


    Mit den 2-fach gehoffmannten Rähmchen im BR ist MEINE negative Erfahrung, vielleicht bin ich auch einfach zu ungeschickt um mit diesen Rähmchen zu arbeiten, ich weiss es nicht :wink:.
    Wenn es bei dir geklappt hat ist das doch super.
    Ich sehe allerdings bei diesen Rähmchen sowieso nicht die Notwendigkeit der unteren Seitenteile, da auch Rähmchen mit "nur" oben angebrachten Seitenteilen beim Wandern die nötige Stabilität geben.
    Wozu sind die also gut? Bei geraden und nicht verzogenen Rähmchen?


    Gespannte Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo, ich habe auch alle Hoffmänner aus den Bruträumen raus, nicht nur weil meine Erlanger Beuten bissel eng sind. Seitdem weniger Streß für Imker und Bienen bei der Durchsicht.


    VG Stefan