Varroa durch die Belegstellen Begattung von Königinnen ?

  • Varroa durch die Belegstellen Begattung von Königinnen ?


    Bestehen Erfahrungen in wie weit Einheiten, die auf Belegstellen zu Begattung aufgestellt waren, die Varroazahlen in den einzuweiselten Völkern erhöhen ?


    In einem der ja derzeit wieder aktuellen Varroa-Verlust Gesprächen, mit einem der zahlreichen Züchter in meiner Region*, machte mich dieser auf den Zustand von Begattungseinheiten nach der Begattung statt. Diese würden teilweise wohl extrem erhöhte %-Zahlen von Varroamilben gegenüber den Ertragsvölkern aufweisen.
    Durch das Verfahren: „Altkönigin raus – komplette Begattungseinheit aufsetzen“ würden sich so die Varroa-Zahlen des beglückten Volkes sehr erhöhen. Dies könnte man insb. bei der V.-Schadschwellenermittlung im Spätsommer/Herbst feststellen, auf diese Weise umgeweiselte Völker würde durch die Bank zu den am höchsten befallen Völkern zählen.


    Der Züchter rät dazu, nur die Königin unter Futterteigverschluss (also ohne die Begleitbienen) zuzusetzen.
    Bei unseren ja begrenzten Völkerzahl kann ich in den Aufzeichnungen allerhöchstens, wenn überhaupt eine ganz leicht erhöhten Varroabefall für derart umgeweiselte Völker nachvollziehen.


    Welche Erfahrungen habt Ihr ?


    Gruß
    der Bienen
    Knecht



    Hinweis:
    Wir verwenden Kieler Kästchen, ansonsten sind hier in der Region Apideas verbreitet.


    *Rund 1/3 aller hessischen Reinzüchter sind in meinem Heimatlandkreis ansässig,
    fast alle davon im 15km Radius um unseren Hausstand.
    In diesem Bereich liegt auch die von uns bisher genutzte Belegstelle.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin,
    aber es kann reichen, um auch in die Milbenpopulation reichlich frisches Blut reinzubringen - Stichwort "vertikaler Gentransfer".
    Schützt gut vor Inzuchtschäden...:-(

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Die Frage, die sich mir stellt: Wo sollen die Varroen herkommen?


    -von den Bienen, die man den eigenen Völkern entnimmt, um die Begattungseinheiten zu erstellen? Dann müsste man schon sehr vermilbte Völker haben, wenn im Frühjahr viele Varroen auf den Bienen und nicht in der Brut sind.


    -von Bienen, die von Begattungskästen anderer Imker in die eigenen Kästchen verfliegen und Milben mitbringen.


    -von den wenig/unbehandelten Drohnenvölkern auf einer Varroatoleranzzucht-Belegstelle.



    Mach doch dieses Frühjahr einen Test: verdeckelte Brutzellen der zurückgeholten Begattungseinheiten öffnen und nachsehen, wieviele Varroen vorhanden sind:


    Wenn die Königin in Eiablage geht, ist zu erwarten, dass sich die Milben zur Vermehrung in die Zellen begeben werden. Deshalb ist anzunehmen, dass sich fast alle Milben in den verdeckelten Zellen befinden werden.
    Jetzt einfach mal 100 Zellen öffnen und nachsehen. Dann evtl noch die restlichen verdeckelten Zellen abschätzen (also z.B. nochmal die 5fache Fläche der 100 geöffneten Zellen) und die Zahlen hochrechnen (in diesem Beispiel dann die Anzahl der gefunden Milben *6 nehmen). Dann kannst du abschätzen wieviele Milben sich etwa in dem Begattungskästchen aufhalten.


    Stefan

  • Wir stellen vor einiger Zeit mal die Drohnenvölker einer großen Belegstelle. Bei den Vatervölkern war am Ende der Saison der Varroabefall etwas höher als in den anderen Völkern. Wenn hier schon der Befall nur etwas größer ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass die 2.000 Völkchen drumrum so viele Milben einfangen, dass dies signifikant zur Reinfektion beiträgt.

  • Also ich sehe die Einschleppung der Varroa von Belegstellen, auch als sehr gering ein. Völker ohne Brut sind für die Milben unatraktiv, bevor die Königin richtig in Brut ist wird das Begattungskästchen schon wieder abgeholt.


    1. müsste ein Kontakt zwischen Bienen der Belegstellenvölker und der im Begattungskästchen stattfinden, außerdem sind kaum Trachtbienen im Begattungskästchen.
    2.Drohnen mit einer ansitzenden Milbe werden es kaum schaffen, im Verhälnis zu gesunden Drohnen, eine Königin zu begatten und so auch die Milbe an die Königin weiterzugeben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo !



    Außschließlich durch die Drohennvölker alles andere hat da nicht die Masse ...
    Aber Belegstelle mit wenig Völker ? ... hier stehen 18 Drohnenvölker ... kein Bienenstand in meiner umgebung hat auch nur annähernde Zahlen ... mal 10-12 ...


    ... insb. in Einheiten ohne begattete Königin sammeln sich Drohnen (zumindest das habe ich schon beobachtet), das wäre für mich ein Punkt, wohl mind. ebenso wie die "neue" Brut der Jungköniginn ...


    Aber den Test werde ich diesjährig mal machen ...




    Also ich sehe die Einschleppung der Varroa von Belegstellen, auch als sehr gering ein. Völker ohne Brut sind für die Milben unatraktiv, bevor die Königin richtig in Brut ist wird das Begattungskästchen schon wieder abgeholt.


    1. müsste ein Kontakt zwischen Bienen der Belegstellenvölker und der im Begattungskästchen stattfinden, außerdem sind kaum Trachtbienen im Begattungskästchen.
    2.Drohnen mit einer ansitzenden Milbe werden es kaum schaffen, im Verhälnis zu gesunden Drohnen, eine Königin zu begatten und so auch die Milbe an die Königin weiterzugeben.


    Siehe oben, insb. in Begattungskästchen "ohne Königinn" findet man Drohnen.


    zu 1. Das der Verflug von Bienen höher ist als bisher angenommen wird ja immer wieder behauptet. Drohnen sind da eh nicht besonders Stocktreu ...
    zu 2. logisch ... das ist ja auch sicher nicht der Weg





    Kann ich für mich nicht nachvollziehen,
    Behandlung oder keine Behandlung entscheidet alleine die Schadschwelle !
    egal woher: Ertragsvölker / (Königinnen-/Sammelbrut-)Ableger / frisch beweiselte Völker !



    Naja, muß man halt nochmal schauen ...
    ... ich hatte da nur die Meinung eines / mehrerer langjährigen div. Belegstellen beschickenden Züchter(s) ...


    Werde die unbegatteten Einheiten dann aber zukünftig gleich auf der Belegstelle auflösen und nicht noch die letzte Arbeiterin / den letzten Drohn mit nach Hause nehmen.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Wir stellen vor einiger Zeit mal die Drohnenvölker einer großen Belegstelle. Bei den Vatervölkern war am Ende der Saison der Varroabefall etwas höher als in den anderen Völkern.


    Naja, das dürfte wohl auch daran liegen, dass bei Vatervölkern Drohnenrahmen schneiden eher nicht so angebracht ist..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter