Was ist an einem Marktstand erlaubt zu verkaufen?

  • Hallo zusammen,
    wir haben uns entschieden in diesem Jahr unseren Honigverkauf auszuweiten. Laut Aussage aus unserem Rathaus brauchen wir kein Reisegewerbeschein um einen Marktstand zu betreiben, da wir nur selbst produzierte Ware verkaufen. Jetzt möchte ich aber auch noch Honigbonbons aus dem Handel zusätzlich für die Kinder anbieten. Hat einer Erfahrung ob es hier zu Problemen kommen kann!
    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    Antworten findest Du im "Deutsches Bienenjournal" 12-2011-Seite 6ff


    Es gibt neue Regeln!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo zusammen,
    wir haben uns entschieden in diesem Jahr unseren Honigverkauf auszuweiten. Laut Aussage aus unserem Rathaus brauchen wir kein Reisegewerbeschein um einen Marktstand zu betreiben, da wir nur selbst produzierte Ware verkaufen. Jetzt möchte ich aber auch noch Honigbonbons aus dem Handel zusätzlich für die Kinder anbieten. Hat einer Erfahrung ob es hier zu Problemen kommen kann!
    Gruß Jörg


    Hallo Jörg .
    Einen Reisegewerbeschein brauchst du nicht wenn Du nur auf deinen örtlichen Marktplatz verkaufst . Es gibt aber Marktbetreiber ( Hier die Stadtmarketing oder Ordnungsamt oder ..... ) dort must Du dich um einen Standplatz bemühen .
    Dort mußt Du dann Standgeld bezahlen . Kann auch sein das ein Gewerbeschein erforderlich ist . Ferner brauchst Du eine Marktstandversicherung für den fall das Eine/r sich bei Dir am Stand verletzt .Du darfst nur Honig ,Kerzen usw. also Urprodukte direkt aus deiner Imkerei verkaufen . Honigbonbons zählen zur Poduktstufe 2 die Du NICHT ohne Probleme ( Gewerbe / Steuern ) verkaufen darfst ! Bei Gewerbeanmeldung egal . Zu Steuern gibt es hier 2 Freds .
    1. Honigvermarktung . 2. Rechnung


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,
    das Rathaus bemüht sich mir eine Ecke auf dem Markt zu besorgen (sind echt bemüht) da eigentlich alle Plätze belegt sind. Einen Gewerbeschein brauche ich nicht, da wie schon gesagt Eigenprodukte vermarktet werden. Das mit der Versicherung ist noch ein guter Hinweis, Danke. Wo bekommt man diese Versicherung?
    Gruß Jörg.

  • Hallo Josef,
    das Rathaus bemüht sich mir eine Ecke auf dem Markt zu besorgen (sind echt bemüht) da eigentlich alle Plätze belegt sind. Einen Gewerbeschein brauche ich nicht, da wie schon gesagt Eigenprodukte vermarktet werden. Das mit der Versicherung ist noch ein guter Hinweis, Danke. Wo bekommt man diese Versicherung?
    Gruß Jörg.


    Hallo Jörg .Einfach bei Versicherungen fragen ! Du hast eine Pm .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Capri2000,


    welche Dinge man bei einem eigenen Stand alles beachten sollte, weiß ich nicht so genau.
    Aber beim Verkauf von Honigbonbons bist du wohl Kleinstunternehmer und unterliegst wohl dem Paragraphen 19 des Ust-Gesetzes. Ließ mal meinen letzten Beitrag zu Vermarktung. Habe gerade frisch ein Telefonat mit dem
    Finanzbeamten hinter mir. Dann muß ich hier nicht noch mal von vorne anfangen.


    Ich rate dir, rufe beim Finanzamt an und erkundige dich nach der Person, die mit Umsatzsteuerfragen zu tun hat. Nicht dein
    Einkommenssteuerberater beim Finanzamt, der dürfte zu dieser Thematik keine Ahnung haben.
    Stelle dem Finanzbeamten aber ganz deutlich klar, das diese Art der Vermarktung ein Hobby darstellen soll.
    Wenn du zuweit ins Detail gehst, reicht er dich, wenn du Pech hast, an den nächsten Zuständigen Herren weiter,
    dann bist du Gewerbebetreibende und mußt mit allen Konsequenzen rechnen.Buchhaltung ect..Ich war wohl an der Grenze seiner Auskunftswilligkeit angekommen. Nach dreimaliger Mahnung seineseits habe ichs dann sein lassen.


    Aber am besten du nimmst dir Geld in die Hand, suchst dir einen Steuerberater, keinen Lohnsteuerberater und verlangst eine Erklärung im Sinne des o. g. Paragraphen. Darauf hat mich der Finanzbeamte hingewiesen. Beim Gespräch ging es nur um die Rechnungsschreibung mit oder ohne MsSt. für Wiedeverkäufer.


    Erkundige dich ganz genau und vorsichtig, hier im Forum erhälst du viele Antworten, ob du wirklich was damit anfangen kannst, ist fraglich.
    Ich habe nach dem heutigem Telefonat festgestellt, das einige hier wirklich Ahnung haben, aber nicht so wirklich darüber schreiben, die anderen aber Mutmaßungen anstellen. Bei den Mutmaßungen kannst du verdammt viel Ärger bekommen. Auch im nachhinein. Das habe ich heute begriffen.
    Mache dich also selber auf den Weg zum Steuerberater, bevor du was falsches machst.


    Viel Glück beim Verkaufen. Am Anfang eines jeden Geschäftes muß man eh erst Investieren!

  • Hallo Flotte Biene,
    danke für deine ausführliche Antwort zu deinen Problemen mit den Finanzbeamten. Da ich unseren Verkauf auf sichere Füsse stellen möchte werde ich (wie du auch empfiehlst) einen Steuerberater aufsuchen. Ein bekannter Landwirt kann mir hier weiterhelfen. Das Risiko hier einen Fehler zu machen ist mir zu groß und ich möchte nichts riskieren. Da man mit Honigverkauf alleine wahrscheinlich keine großen Gewinne erzielen kann, werde ich auch Kerzen und Kosmetika usw. verkaufen und hier ist sicherlich ein Kleingewerbe nötig. Viele Grüsse Jörg.

  • Hallo Jörg,
    das Kleingewerbe machst du doch schon. Jetzt kommen meinerseits nur Vermutungen. Geht es im Kleingewerbe nur um die Urproduktion? Ich denke, wenn du alle Rechnungen ob Ein- oder Verkauf aufbewahrst, deine Kosten mit deinem Gewinn verrechnest und dann nicht wirklich über die 17,500 € kommst, wird wohl nichts passieren.
    Aber ich werde mich in Kürze auch um eine "Finanzberatung" kümmern. Vielleicht muß ich das auch so machen.
    Wenn du Kerzen verkaufst, sitzt da eine ziemlich große "Gewinnmarge" drin. Habe im Imkereifachhandel auch fertige Kerzen gekauft und man sagte mir: 100% Aufschlag. Mein Verkauf lief nicht so gut, aber vom Imkerverein war der Preis teilweise noch höher und die Kunden haben gekauft wie verrückt. Mit eurem Marktstand habt ihr gute Chancen beim Verkauf.
    Ich wünsche Euch viel Glück.


    PS: vergesst die Honigbonbons und die tolle Lindesa nicht. Und immer probieren lassen.


    Kirstin

  • Hallo Jörg,
    das Kleingewerbe machst du doch schon. Jetzt kommen meinerseits nur Vermutungen. Geht es im Kleingewerbe nur um die Urproduktion? Ich denke, wenn du alle Rechnungen ob Ein- oder Verkauf aufbewahrst, deine Kosten mit deinem Gewinn verrechnest und dann nicht wirklich über die 17,500 € kommst, wird wohl nichts passieren. ...


    Ich möchte nochmal betonen, dass die € 17.500,00 nur im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer relevant sind (§ 19 UStG). Und die € 17.500,00 sind der Umsatz und nicht der Gewinn. Also bitte nicht einen Umsatz von € 20.000,00 abzüglich Kosten von € 25.000,00 macht einen Verlust von € 5.000,00 als "Kleinunternehmer" darstellen. Der Umsatz liegt über € 17.500,00 und damit ist man grundsätzlich schon aus der Kleinunternehmerregelung raus und müsste für seine (Handels-)Umsätze 19% USt abführen (nicht für die Urprodukte, die aus eigener Herstellung kommen und der Durchschnittssteuersatz von 10,7% gilt).


    Wenn Kerzen und andere Sachen eingekauft und weiter verkauft werden, ist das Handel und der muss - rein theoretisch - ab dem ersten €uro der Einkommensteuer unterworfen werden (da zählt die Grenze von € 17.500,00 aus dem anderen Gesetz, dem Umsatzsteuergesetz nicht).

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Moin,
    du darfst als Kleinunternehmer maximal 30% deines UMSATZ mit zugekauften Produkten machen, sonst wirst du vollgewerblich mit allen Konsequenzen.
    Und Kosmetika darfst du ohne Zulassung nicht selbst herstellen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen