Wir haben es satt !

  • Standardisierte Testmethode. Alle Larven leben. Bei unterschiedlichen genmanipulierten Genmais-Sorten. Von dieser Seite keine Gefahr. Der grüßte Schritt zur erneuten Zulassung des Anbaus.


    So lese ich das.


    „Wir haben es satt!“-Demo am 21.1.2012
    Start: 11:30 Uhr, Berlin Hbf (Washingtonplatz)


    Vuelleicht haben ja einige Imker an diesem Tag Zeit und Lust nach Berlin zu fahren.


    rst

  • Es war eine ermutigende Stimmung unter uns - trotz stürmischem Schneeregens war es so vielen Menschen wichtig, für eine Agrarwende auf die Straße zu gehen.
    Wenn man zuweieln allein vor einer Zeitung sitzt oder aus dem Fenster sieht, wie der Nachbar in der Nähe meiner Bienenstöcke Roundup und anderes PSM oder die Antibiotika oder Chlostriedien versetzte Hühnergülle auf den Acker einbringt, dann mag einen zuweilen auch mal der Frust oder gar die Verzweifelung packen. Dann aber wieder mit so vielen Entschlossenen den Unmut kund zu tuen und sich in vielen Gesprächen auszutauschen (auf der insg. 11-stündigen Busfahrt konnte ich ich stundenlange Gespräche mit mehren entschlossenen Imkern führen - das gab Kraft und Ideen!) - dann ist wieder genug Treibstoff für weitere Vorhaben vorhanden! Weiter geht`s !
    Mit imkerlichen Grüßen
    Björn

  • Ich auch, er kursiert sogar bei uns im Imkerverein.
    Auch wieder eine politische Frage - welche politische Richtung, bzw. konkrete Partei unterstützt oder blockiert die aktuellen Pläne von Agrarkommisar Ciolos, welcher u.a. fordert, 7% der Agrarflächen umzuwidmen und der Natur zurück zu geben. Dahinter steht ein hochspannendes Konzept, welches geeignet ist, endlich auf hoher politischer Ebene eine Wendung in einer Agrarpolitik einzuleiten, welche Jahrzehnte in eine Richtung lief, die, gelinde gesagt, nicht nur den Bienen alles andere als zuträglich war.
    Björn


  • Auch wieder eine politische Frage - welche politische Richtung, bzw. konkrete Partei unterstützt oder blockiert die aktuellen Pläne von Agrarkommisar Ciolos, welcher u.a. fordert, 7% der Agrarflächen umzuwidmen und der Natur zurück zu geben. Dahinter steht ein hochspannendes Konzept, welches geeignet ist, endlich auf hoher politischer Ebene eine Wendung in einer Agrarpolitik einzuleiten, welche Jahrzehnte in eine Richtung lief, die, gelinde gesagt, nicht nur den Bienen alles andere als zuträglich war.
    Björn


    Das ist alles nicht so einfach, glaube ich:
    So etwas gab es ja bis vor einigen Jahren schon, nannte sich Flächen Stillegung.
    Wurde eingestellt, da die Flächen für alternative Energiepflanzen, sprich Raps und Mais, benötigt wurden. Auf den Flächen steht jetzt Mais für die "Bio" Gas Anlagen.


    Heute nennt man das "Greening" und soll in ein, zwei Jahren starten.


    Dazu mal eine Überlegung:
    Wenn jetzt die ganze Landwirtschaftliche Fläche um z.b. 7% verringert wird, wird der Landwirt überlegen müssen, wie er die Flächen bewirtschaftet.
    Den Mais braucht er für Tiere und Gasanlagen und ist aufwendig zu transportieren. Getreide braucht er als Futtermittel, lässt sich aber leicht durch Soja etc. ersetzen, die Handelswege etc. existieren bereits.
    Was fehlt sind die Ackerflächen in Übersee.
    Aber wie wir bereits jetzt sehen, ist es ja kein Problem, einige tausend Hektar Dschungel zu roden und da genverändertes Soja anzubauen .
    Und das ohne die ganzen Kontrollen bezüglich PSM und Dünger etc. die hierzulande üblich sind.


    Interessant auch: Deutschland hat im letzten Jahr zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder Getreide für Lebensmittel importiert.
    Das treibt die Lebensmittelpreise in den armen Ländern in die Höhe.


    Frage: Womit erkaufen wir uns die blühenden Flächen?
    Mit zerstörter Natur in Übersee und hungernden Menschen in den Armuts- Regionen dieser Welt?


    Müssten wir nicht stattdessen den Energie Pflanzen Anbau stoppen?


    Ein anderes Problem: Die Flächen hierzulande werden knapper und damit teurer. Das wird die Konzentration auf einige Große beschleunigen.


    Und wenn da die Frage nach der Partei gestellt wird:
    Die "Grünen" z.B. sind für das "Greening", lehnen aber Kritik an den "Bio" Gas Anlagen ab, ja bestreiten, das diese zu vermehrten Mais Anbau führen.


    (War eine interessante Erfahrung auf einer Info Veranstaltung: Alle Jäger, Naturschützer, Imker lehnten BIO Gasanlagen ab. Verteidigt wurden die nur von einem Betreiber derselben und den Grünen. Ja. die Grünen hatten nicht einmal ein Problem damit, zu behaupten 1. der Mais Anbau ist kaum gestiegen, 2. und wenn, dann liegt es nicht an den Gas Anlagen. Da schaute sogar der Landwirt überrascht)


    Für mich sind diese Gas Anlagen inzwischen ein schönes Beispiel, welche ungeahnten Folgerungen irgendwelche gutgemeinten Projekte haben können.



    Gruß Hubert