Nun haben wir den Salat!

  • Hallo,


    meiner bescheidenen Meinung nach ist es absolut unverantwortungsvoll wie die Universität Würzburg hier handelt.
    Bei so einem hochbrisanten Thema einfach zu behaupten das Genpollen ungefährlich sei in bezug zur Bienenhaltung.


    Man kann nur hoffen das es bald genug Schlagkräftige gegenargumente von Wissenschaftlicher und anderer Seite gibt.


    Gruß
    Philipp

  • Hallo,


    meiner bescheidenen Meinung nach ist es absolut unverantwortungsvoll wie die Universität Würzburg hier handelt.
    Bei so einem hochbrisanten Thema einfach zu behaupten das Genpollen ungefährlich sei in bezug zur Bienenhaltung.


    Ich unterstell der Uni jetzt mal, daß hier nicht am Ergebniss rummanipuliert worden ist, sondern daß das saubere wissenschaftliche Arbeit war. Somit hat sie es nicht "einfach so behauptet", sondern es bewiesen.


    VG
    Günter

  • Hallo Leute
    Ich denke auch das die Uni sauber gearbeitet hat, aber das sie das gesamte Umfeld was alles im Bienenstock so passiert nicht mit bedacht haben.
    Die Gen-Mais Typen werden keinen Weg unversucht lassen um ihr Zeug auf den Acker zu bringen. :-( Die haben halt die Macht und die Kohle.
    Ich hoffe nur das es nicht als Freibrief gewertet wird für die Zulassung von Gen-Kulturen.


    Mfg Sven

  • Also ich finde es prima daß die Uni Würzburg als eine der wenigen, noch verbliebenen Forschungseinrichtungen in D sich bemüht, ein solches Testsystem zu entwickeln...nur, weil der Test nun nicht so ausfiel wie das so mancher Imker gerne sähe, sollte man doch nicht gleich wieder Zeter und Mordio schreien. Wissenschaft ist kein "Wünsch-Dir-Was" (sonst haben wir nur Guttenberg-Doktoren und Bulfone-Paus-Paper...).


    Solche Tests sind auch nichts Neues - bei Infektionsversuchen mit Faulbrutsporen macht man das auch so und lustigerweise bekommt man da auch Ergebnisse wo Imker aufschreien (bei manchen Larven reichte eben wirklich eine nur sehr, sehr kleine Anzahl an Sporen um die Infektion und damit Potenzierung der AFB zu erreichen).


    Der Test sagt nur aus, daß sich die Larven visuell unbeschadet und in der Regelzeit zur Biene entwickeln - na, und?
    Damit ist aber erst die Hälfte der Lebenszeit (wenn überhaupt) erreicht - wie geht es danach weiter ist doch die Frage. Wie lange lebt die Biene und macht sie ihre Aufgaben mit der gleichen Effizienz wie die nicht-btxler? Wie sind die Rückkehrraten beim Ausflug und wie macht sie sich als Winterbiene? Und das ganze funktioniert natürlich auch nur im Volk gesunder Stärke.
    Dazu muß man auch nicht nur ein paar Dutzend, sondern Hunderte Bienen beobachten, markieren und besendern. Und das nicht nur an einem Volk und nicht nur in einem Jahr und an einem Standort. Erst dann kommt man langsam in den Bereich wo man eine Bewertung von Btx-Pollen treffen kann - die Frage der "sublethalen" Effekte sind doch die entscheidenden!


    Würde sagen: Da ist noch was zu tun...weitermachen!


    Grüße
    Melanie

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen, kalten guten Morgen :)


    Ich hab mir dieses mal durchgelesen, alle drei Berichte.
    Auffällig ist das es immer nur wenige Tier b.z.w. Völkchen , von Völkern kann mann bei kleinen KS in einem Apidea nicht reden :-( ,auch das diese Versuche am Volk nur ca. 6 W. dauert und nicht wie von uns angestrebt mal 2 Jahre, allso vom Ableger über den Aufbau und dann das richtige Ertragsvolk.
    Das währe meines erachtens mal ausschlaggeben und nicht in künstlich gehalten Apidea :roll:
    Warum wurde sogar bei uns in der Zeitung (Kötzinger Zeitung) Berichte über den Nachweiß von BT-Gift bei 93% der stillenden Mütter gebracht?
    Warum bringen die z.B. das auch die anderen Beizmittel schon im Wasser nachgewiesen wird?
    Es wahren sogar 2x diese Berichte drin mit dem Aufruf (wenn ich mich nicht täusch) am 20.01 nach Berlin zur Demo zu kommen.
    Ich schau mal nach ob ich es noch finde, glaube es war Mitte Dezember, war leider auf dem Markt und hatte anders im Kopf.
    In unserer Zeitung stehen solche Dinge normal nicht drin, deswegen hab ich es mir gemerkt.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Moin, moin,


    nun ja, etwas dünne und zugleich recht kühn ist das ja schon, mit einer einmaligen Untersuchung an jeweils 20 Larven nun gleich das Verfahren als Standarttest vorzuschlagen...


    An die Pollenaufbewahrung und den gesamten Versuch hätte ich dann auch noch Fragen: Frisch? Getrocknet? Wie stabil sind Bt-Proteine bei Trocknung? Wie im Bienenbrot? Tauchen sie im Futtersaft auf? Beeinträchtigen sie die Ammenbienen oder die jüngeren Larvenstadien?


    Bis zur Verpuppung zu leben, ist nicht alles, für so eine Larve, aus Sicht der Honigbiene. Sind überhaupt die Tiere ordentlich geschlüpft? Wie ging deren Leben weiter?


    Wenn man mal unterstellt, die Bedingungen seien gleich gewesen: 3 Tote von 60 in der Kontrollgruppe kommt mir auch nicht wenig vor, das sind 5%. Das liegt ungefähr eine Größenordnung über der Kindersterblichkeit beim Menschen in Deutschland über die ersten 5 Jahre. War der Kontrollmais vielleicht gebeizt? Wenn das normal wäre, hätte es die Verluste auch bei den Genvarianten geben müssen. Es deutet jedenfalls nicht auf optimale Aufzuchtsbedingungen, deren Faktoren alle bekannt und kontrolliert waren. Außerdem fehlt eine Kontrollgruppe ohne Mais.


    Was also saubere Arbeit betrifft: Ich würde das fragestellungsorientiert nennen, nicht sauber. Die Veröffentlichung auf diesem Portal stimmt mich skeptisch, dort ist mir schon mal eine "Studie" aufgefallen, die "belegte", dass schmetterlingsgiftiger Mais keinen Einfluß auf Schmetterlingspopulationen hat. Auch hier ein restriktives Design der Studie und deutlich an den Realitäten der Agrarlandschaft und der Lebenswirklichkeit der Tiere vorbei.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Morgen liebe Leut,


    gefördert wurde die Studie vom BMBF, wer sonst noch dahinter steckt, weiß ich nicht, kann man sich aber denken.


    Wie sollte auch der BT-Mais schädliche Auswirkungen auf die Bienen haben, wenn er doch werder den Regenwürmern, noch den Schmetterlingen schadet?


    Da war doch mal was? Wenn Ihr Euch erinnern könnt.


    Wichtig, lustig, traurig, sind die beiden letzten Absätze.


    Bei BT Mais gab es keine Mortalität, also 100% gesund für Bienenlarven (sog. Gesundungsfutter), dagegen traten beim normalen Mais leichte Schäden auf, so wie ich das erkenne, bis zu max. 10%. Ja da muss man sich ja ketzerisch gleich fragen, was ist denn dann in den normalen Maissorten für Gift drinnen? Methiocarb in etwa?


    Würden beim BT-Mais wenigstens 2 oder 3% Sterblichkeit auftreten (was wahrscheinlich auch bei einem normalen, gesunden Volk der Fall wäre, z. B. durch Unterkühlung oder Ausräumverhalten)
    dann könnte man der Studie noch eine Kleinigkeit abgewinnen.


    Also was solls, über 70% der Bevölkerung wollen keine Agrogentechnik, schaun ma mal, wie demokratisch wir sind!
    Wozu also solche Studien, deren Ergebnis schon im Vornherein feststehen.


    Der letzte Absatz macht mir allerdings sorgen, wenn sie solche Tests auch für PSM heranziehen.


    Das wird ein Freibrief für Gentechnik und PSM!


    Hoffe nur, daß das Ministerium bald andere Gesichter zu sehen kriegt.


    Gruß Simon

  • Moin, Simon,


    bei 20 Maden je Anstz und einer Durchführung (so interpretiere ich die Zahlen) kannst Du keine 2% Mortalität erreichen, wenn die Larven jeweils ganz tot sind... Eine Tote sind dann schon 5%.


    Und ja: Die Vorstellung, dass ein solcher Durchlauf dann den Vorschlag zum Standartverfahren nach sich zieht, setzt doch ein kleines Fragezeichen hinter die oben unterstellte wissenschaftliche Korrektheit. Dass es dort dann


    Drittmittelforschung wird das sein, oder die Bewerbung um solche Mittel...


    melanie : Da steht:"...stellen offenbar kein Risiko für Honigbienen dar"


    Diese Schlussfolgerung ist in der Formulierung nicht wissenschaftlich.


    Gruß Clas


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Komisch? Wo ist mein Kommentar von gestern abgeblieben? Das war ganz klar meine Einschätzung, meine Sicht auf den geposteten Link! Wer die Verknüpfung zur Wir-haben-es-satt Demo nicht gewünscht? Warum verschwindet das hier, ohne information des Autors? Ich findes es recht seltsam...


    rst


    PS: Danke, habe mein verschobenes Posting gefunden. Ist trotzdem seltsam weil ich auf Simmerls Frage meine Antwort gegeben habe!
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=27623&p=298429#post298429

  • Hallo Leute
    aber das sie das gesamte Umfeld was alles im Bienenstock so passiert nicht mit bedacht haben.
    Mfg Sven


    Das war wohl nicht mehr im Auftrag der Konzerne enthalten, vermutlich wissen sie genau was da herauskommen würde.
    Gruß Erwin

  • . Wissenschaft ist kein "Wünsch-Dir-Was" (sonst haben wir nur Guttenberg-Doktoren und Bulfone-Paus-Paper...).


    Melanie


    Doch, aber nur für die Konzerne welche den Auftag geben.


    .Der Test sagt nur aus, daß sich die Larven visuell unbeschadet und in der Regelzeit zur Biene entwickeln - na, und?


    Weil es, wie du ja selber schreibst, unfollständig ist, und mit sehr hoher Warscheinlichkeit von den Auftraggebern natürlich nur als TOP ausgelegt und verbreitet werden wird.
    Gruß Erwin

  • Also was solls, über 70% der Bevölkerung wollen keine Agrogentechnik, schaun ma mal, wie demokratisch wir sind!


    Vielleicht ist es in D anders aber in Ö ist das egal wenn die Geldtasche genügend gefüllt wird(es gilt die Unschuldsvermutung)


    Wie es aussieht nimmt man inzwischen den Umweg, zum Auftrag einer Studie, über das Ministerium in kauf und legt als Konzern nicht mehr "nur das Eigene" vor macht doch ein besseres Bild, leider ist das Ergebnis dass selbe.



    Gruß Erwin