Jetzt füttern?

  • Hallo Manfred,


    Hier steht, glaube ich, alles, was Du dazu gefragt hast.


    Woher man den Pollen bekommt ist damit halbwegs auch geklärt: Man läßt ihn sammeln :wink:. Sonst wird`s schwierig: Vom Imker kaufen :lol:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ach, und:
    Untersuchungen, dass eine künstlich erhöhte Brutmenge den Pollensammeltrieb anreizt bzw. die gesammelte Menge gibt`s; den umgekehrten Beweis, da wird es brenzlig. Allenfalls kurzfristig und es ergibt sich ein unklares, uneinheitliches Bild.
    Die Größe der volkseigenen Pollenvorräte, die über den Winter mitgenommen werden beeinflussen aber wohl eine positive Entwicklung.


    Es erscheint wesentlich komplexer zu sein, als der Imker sich das gedacht hatte!


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Danke Marion, war ein Interessanter Beitrag den du das verlinkt hast!


    Die Marsch bei uns ist ein gutes Gebiet für Bienen.. wir haben ein fast durchgehendes Trachtband, auch ohne Raps (auf den ich lieber verzichten möchte, es ja aber nehmen muss wie das Wetter...) die Deiche, Knicks, Uferböschungen und kleine Wäldchen bieten alles an Pollen und Nektarien was das Herz sich wünscht...


    lg manfred

  • Zitat

    Raps (auf den ich lieber verzichten möchte, es ja aber nehmen muss wie das Wetter


    Meine Kunden,
    stehen auf cremigen Rapshonig. Wenn alle sich an das halten müssten, das sie verkünden, das wäre ein Geschrei wegen der Ungerechtigkeit auf dieser Erde.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Die Größe der volkseigenen Pollenvorräte, die über den Winter mitgenommen werden beeinflussen aber wohl eine positive Entwicklung.


    Nochmal kurz: Damit meinte ich, dass der Pollenvorrat korreliert mit einer guten Entwicklung. Jedoch ist es anscheinend ein Unterschied, ob das der Eigenvorrat ist oder ob er zugeführt wird. Zumindest die Polleneratzfütterung bringt da keine Ergebnisse, die jemanden überzeugen könnten.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hey Marion,


    es geht doch nicht um den Honig.. ich hab Schiss wegen der Neocots.


    Ich verzichte gern auf ALLES was gespritzt, gebeizt oder sonstwie meinen Bienen schadet.... ich bin gespannt was passiert, wenn die Winsener Bauern im Mai beim Raps in die offene Blüte spritzen.. nach meiner bisherigen Erfahrung werden hier bei uns Umweltauflagen konsequent ignoriert....


    Abwarten... und hoffen.. wie immer.


    lg manfred

  • Moin Herbert,


    solange Neonicotinoide als Beizen im Raps und Thiacloprid zur Spritzung in die Blüte zugelassen sind, wandere ich keinen Raps an, mit meinen Bienen. Thiacloprid gilt als bienenungefährlich, weil die LD50 angeblich ausreichend hoch ist. Vor dem Hintergrund einer subletalen Wirkung der Beize wüßte ich aber von keinen Untersuchungen zur Bienengefährdung. Hingegen gibt es Untersuchungen, dass eine Kombination zweier Neonics die Wirkung überproportional verstärkt. Daher komme man dann mit weniger Wirkstoff aus und schone die Umwelt. Auch eine Sichtweise.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Manfred,


    das war ganz allgemein eine nachgesetzter Hinweis bzw. eine Umformulierung.
    Schriftlich ist es schon mal ein bisschen schwierig. :wink: Du hattest ja gesagt, dass Du nicht füttern willst.


    Den Wunsch Neonicpollenphasen durch Zufütterung von vorher geerntetem zu überbrücken kann ich nachvollziehen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Drohnenkönig. ...wie ich meine ersten 20 Kunst-Schwärme in Kanada (noch bei Schnee am Boden) bekam, mußte ich sie, auf Mittelwände setzen. Als Futter bekamen sie nur 1 Pfund Teig und die 3-2 Zucker-Lösung bis es etwas in der Natur gab, es gab so keine Probleme! Pollen-Trennwände entstehen durch Waben verdrehen oder Umhängen im Brut Raum, erhöhter Futter Verbrauch durch einpacken der Stöcke:-(
    Gut Stich, Gruß Georg.

  • solange Neonicotinoide als Beizen im Raps ....... zugelassen sind....


    Gruß Clas


    Da gibt es ja ganz aktuell die Stellungnahme des BMELV zu Campact. Und da wird folgende Aussage gemacht:


    "Wussten Sie, dass in Deutschland im Gegensatz zu den Praktiken in vielen anderen Ländern eine
    Beizung von Saatgut mit Neonikotinoiden weder bei Mais noch bei Getreide zulässig
    ist? Zudem sind die Einfuhr, das Inverkehrbringen und die Aussaat entsprechenden
    Maissaatgutes durch eine im Februar 2009 erlassene Verordnung verboten."



    Was stimmt denn nun? Oder ist Raps kein Getreide?
    Und was ist mit den ständigen Verdächtigungen bei Mais? Wenn es keine entsprechende Beize gibt, ist doch beim Mais Pollen alles im grünen Bereich. Oder ?


    Gruß Hubert



  • Das "Bundesamt für Verbraucherschutz und bla bla bla.." erteilt seit 2008 oder 2009 -- dem Jahr in dem bestimmte Neonicotinoide in D verboten wurden, für ETLICHE Kulturpflanzen zeitlich begrenze Ausnahmegenehmigungen... weil "Gefahr im Verzug" sei.. oder so ähnlich...


    nachzulesen ist das alles auf den Seiten der Landwirtschaftsministerien der Bunderländer oder evtl. auch beim Bundesamt für Verbraucherschutz (Nomen NON est omem!)


    Beim Mais liefert der Maiswurzelbohrer die "Gefahr" (seltsam.. wie machen das nur die SCHWEIZER Maisbauern seit JAHREN?? Achso... FRUCHFOLGE.. hm.. das ja altmodisch.. dann doch lieber GIFT.).


    Es gibt hier richlich Beiträge die das Ausheblen von VErboten durch Ausnahmengenehmigungen.. Jahr für Jahr.. ausführlich beschrieben haben..


    lg Manfred

  • Moin Hubert,


    Raps gilt als Ölfrucht. Also nicht Getreide.


    Im Getreide, wenn man den Mais nicht dazurechnet, waren Neonics als Beize hier nie zugelassen. Als Spritzmittel gegen Blattläuse schon. Es gibt allerdings Untersuchungen, die einen positiven Effekt von einigen % Enrtemenge bei indikationsfreier Anwendung, als Hilfsstoff zeigen und ein Patent darauf. Die Zulassung für diese Anwendung allerdings nicht.


    Im Mais ist die Zulassung in Deutschland seit 2008 ausgesetzt, und es gab jedes Jahr in den "Befallsgebieten" Ausnahmegenehmigungen für 120 Tage zwischen März und Juni. Gegen den Wurzelbohrer. Tötet aber auch den Zünsler. Im Prinzip aber besteht sie bis 2017.


    Gegen Drahtwürmer war die Beize auch wirksam; von Ausnahmegenehmigungen hierzu weiß ich nichts.


    Der Wirkstoff Chlothianidin wird allerdings auch als Microgranulat zur Beisaat im Mais präpariert. Im Falle drohender Drahtwurmschäden darf das mit "geeigneter" Sätechnik ausgebracht werden. Auch auf Basis einer solchen 120 Tageregelung.


    Im Raps sind mindestens diese Ausnahmegenehmigungen für 120 Tage, allerdings etwas mehr als ein Quartal später, immer da gewesen, auch ohne konkrete Bedrohungslage. Für einige Präparate gilt auch einfach: sie sind zugelassen und gelten aufgrund der Anwendungsweise nach wie vor als ungefährlich für die Bienen. Das Ruhen der Zulassung, von dem es die Ausnahmen gab, wurde 2012 aufgehoben: http://www.isip.de/coremedia/g…art,documentId=67912.html . Antarc, Chinook, Cruiser OSR und Elado enthalten als Wirkstoff Chlothianidin.


    Soweit nach meiner Kenntnis die offizielle und erlaubte Lage. Daneben kann man aber die Wirkstoffe auch anwendungsgenehmigungsunabhängig über das Netz irgendwo in China kaufen. Als Anwender größerer Mengen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Angebote Bestand hätten, seit Jahren, wenn das nie jemand kaufte.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...