Anmeldung Tierseuchenkasse NRW

  • Jeder Bienenhalter,egal ob 1 Bienenvolk oder mehr, ist zur Anmeldung bei der Tierseuchenkasse verpfichtet.


    Kosten : 1 - 10Völker 10,00 Euro . Ab 11 Völker je Volk zusätzlich 1,00 Euro .
    Erstattung : Bis 150,00 Eu je Bienenvolk .


    Bei der Seuche AFB können auch Völker die nicht gemeldet sind ,auf Anordnung des Tierarztes vebrannt werden ! Ohne Anmeldung und Beitragszahlung keine Entschädigung !


    Hier der Link für NRW >>> http://www.landwirtschaftskamm…asse/pdf/neuanmeldung.pdf <<< Bienen Seite 3


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Aber nicht nur in NRW, auch in anderen Bundesländern muss gemeldet werden. Am besten bei der Tierseuchenkasse für das entsprechende Bundesland informieren, teilweise muss für Bienenvölker kein Beitrag geleistet werden. NRW ist soweit ich das überblicke mit 1€ pro Volk (mind. 10€) am teuersten.

  • Wann erhält man etwas von der TSK als Imker? Bei einer Tierseuche nach meiner Meinung.
    Bei Amerikanischer Faulbrut wenn Völker getötet werden, ok. Ist ja eine Seuche.


    Varroa ist laut Seuchenverordnung auch eine Seuche.
    Hat schon jemand was erhalten nach einem Varroazusammenbruch seiner Völker? ;-)


    MfG bienenhansi


  • Varroa ist laut Seuchenverordnung auch eine Seuche.
    Hat schon jemand was erhalten nach einem Varroazusammenbruch seiner Völker? ;-)


    MfG bienenhansi


    Hallo bienenhansi , soviel Beitrag kannst Du gar nicht bezahlen das jeder Varoazusammenbruch vergütet wird !


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Spätestens dann aber wäre plötzlich nicht jeder beliebige Verlust ein Varraoschaden. Und spätestens dann würde eine vernünftige Untersuchung vorgenommen werden.


    Entweder die Varroose ist eine Tierseuche und die Tierseuchenkasse zahlt im Falle eines Schadens durch eine Tierseuche aus. Oder die Varroa ist keine Tierseuche. Oder die Tierseuchenkasse verdient den Namen nicht und ist nur eine Kasse.


    Das Argument aber, daß die Sache dann ziemlich teuer wird, kann aber kein Argument sein. Das wäre ja noch schöner, wenn ein sich zur Leistung verpflichtender Vertragspartner sich aussuchen könnte, ob er zahlt oder nicht.


    Die Leistungserbringung in einem Varroaschadensfall sollte jemand mal einklagen - das würde viele heilsame Prozesse in Gang bringen.


    Auf allen Seiten.


    Gruß
    Bernhard


  • .... Und spätestens dann würde eine vernünftige Untersuchung vorgenommen werden. ...


    Genau so seh ich es auch. Gibt es eine Statistik vieviele Völker im Jahr durch die Amerikanische Faulbrut eingehen? Da wird Untersucht, drauf getrimmt.


    Mich bitte nicht falsch verstehen, ich bin auch dafür, dass nur verstellt wird mit Gesundheitszeugniss, bin selber auch BSV.
    Da wird viel getan und es gehen verhältnissmäßig wenig Völker ein.


    Ich denke dass durch die Varroa jährlich das X-Fache mehr Völker eingehen. Genau hier müßte die TSK investieren, aber warum, kostet ja nichts.


    Mit wenig Varroa -> wenig Völkerverlust, Preise der Völker sinken oder keiner will Völker Kaufen -> Völkerüberzahl ++
    Völkerüberzahl ++ -> Honigüberfluss
    Honigüberfluss -> Preisverfall


    Also lassen wir sie leben, sonst kommt sie auf die "Rote Liste" und die Imker sind die Bösen weil sie die Varoa bekämpft haben.


    Gruß bienenhansi


    ps: ist der Parasit Apocephalus eine Seuche?

  • Varroa ist laut Seuchenverordnung auch eine Seuche.
    Hat schon jemand was erhalten nach einem Varroazusammenbruch seiner Völker? ;-)


    Bei 30% Verlusten jedes Jahr wäre das unbezahlbar und gäbe böses Blut, wenn erfolgreiche Behandler für die anderen haften müssten. Soweit ich informiert bin ersetzt die TSK deshalb keine Ausfälle, sondern bezuschußt die Behandlungsmittel (und auch die Nichtbehandler zahlen ihren Beitrag :liebe002:)

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher


  • ... (und auch die Nichtbehandler zahlen ihren Beitrag :liebe002:)


    Oh, ja. Nur leider Wissen die Bienen nicht, das sie nicht dahin dürfen wo nicht behandelt wird.
    Die Milben kommen durch die REINVASION zu den Völkern die behandelt sind. Mittlerweile gibt es Studien wieviele Milben eingeschleppt werden.


    Genau deshalb ist es eine Seuche und die TSK oder sonstwer muß etwas tun.
    Ein schrieb das Behandlungspflicht ist und die Mittel bezuschusst werden werden langt leider meiner meinung nach nicht aus.



    MfG bienenhansi

  • Wann erhält man etwas von der TSK als Imker? Bei einer Tierseuche nach meiner Meinung.
    Bei Amerikanischer Faulbrut wenn Völker getötet werden, ok. Ist ja eine Seuche.


    Varroa ist laut Seuchenverordnung auch eine Seuche.
    Hat schon jemand was erhalten nach einem Varroazusammenbruch seiner Völker? ;-)


    MfG bienenhansi


    Hier in Baden-Württemberg bezuschusst die TSK (für Imker ohne Beiträge) den Kauf von Varroabekämpfungsmitteln.

  • Hier in Baden-Württemberg bezuschusst die TSK (für Imker ohne Beiträge) den Kauf von Varroabekämpfungsmitteln.


    Hallo Wulle ,wenn die Kasse gut gefüllt ist ,wird die Zahlung von Beiträgen vorrübergehend Eingefroren .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,
    oder auf andere Beitragszahler, die bislang beitragsfrei waren, ausgedehnt, wenn die Kassen mal nicht gut gefüllt sind.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo !


    Hallo Josef,
    oder auf andere Beitragszahler, die bislang beitragsfrei waren, ausgedehnt, wenn die Kassen mal nicht gut gefüllt sind.
    Viele Grüße
    Lothar


    Aber höchstens sehr bedingt ...
    ... die Schafshalter müssen wegen der Blauzungenkrankheit bei uns tiefer in die Tasche greifen,
    die Bienenhalter sind schon fast ewig auf Beitragsfrei gestellt.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Josef,
    oder auf andere Beitragszahler, die bislang beitragsfrei waren, ausgedehnt, wenn die Kassen mal nicht gut gefüllt sind.
    Viele Grüße
    Lothar


    Die Tierseuchenkassen TSK sind Sache der Länder, daher existieren in jedem Bundesland eigene Regeln was Existenz der TSK für Bienen, Beitragshöhe und Leistungen betrifft.


    NRW:
    Hier in NRW wurden Beiträge der Imker zur TSK meines Wissens erst vor einigen Jahren von der damaligen "grünen" Ministerin eingeführt.
    Bis dahin wurde der Topf für Imker vom Land gefüllt.
    Die Imker waren versichert ohne eigene Beiträge.


    Die ganze Finanzierung der TSK ist ein Umlageverfahren.
    Beitragspflichtig ist jeder Imker.
    Jede Tierart hat ihre eigenen TSK und einen entsprechenden Topf. Ist der mit Geld gefüllt, sind die Beiträge gering oder werden ganz auf null gestellt.
    Die Beiträge werden jährlich neu festgelegt, entsprechend der Ausgaben. Viele Schadensfälle macht hohe Beiträge.
    In NRW ist der Beitrag in diesem Jahr pro Volk auf 1,- Euro gestellt, bei 10,- Euro Mindestbeitrag, also bis 10 Völker 10,- Euro und dann pro Volk ein Euro mehr.
    In diesem Jahr ist zum ersten mal die online Anmeldung eingeführt.
    Leistungen erfolgen bei AFB Fällen und sind gesetzlich geregelt.
    Dann wird Geld für das Faulbrut Monitoring gegeben.
    Ferner wird die Ausbildung von BSV bezuschusst.


    Kein Geld gibt es in NRW für Behandlungsmittel.
    Der Hintergrund dieser Entscheidung war meines Wissens:
    Was bringt es, irgendwelche Mittel z.B. Perizin, AS oder OS durch Zuschüsse für die Imker einige Euro billiger zu machen, die Imker aber keine Ausbildung in der Diagnose und Anwendung haben. Die TSK investiert lieber in die Ausbildung und Vorbeugung.


    Varroa in der TSK:
    Als diese erstmals auftauchte wurde diese wie die AFB bekämpft (Stamp Out Verfahren) und auch dementsprechend entschädigt. Als die Varroa sich jedoch immer stärker ausbreitete war das nicht mehr finanzierbar. Kann sich jeder leicht selber ausrechnen, wie hoch die Beiträge steigen müssten, um die TSK der Imker mit genügenden Geld zu versorgen, um die Verluste zu ersetzen. Deshalb wurde die Varroa aus der Kasse heraus genommen.


    Für den der sich selber über die TSK NRW informieren möchte: http://www.landwirtschaftskamm…kasse/beitraege/index.htm


    (Ich finde es übrigens immer wieder lustig, wie sich Imker vor den 10,- Euro drücken und lieber in Kauf nehmen bei AFB keine Leistung zu erhalten. Wenn die alle drei Jahre eine kostenlose Probe zum Faulbrut Monitoring geben würden, hätten Sie die Kosten schon fast wieder drin. Da dazu jedoch ein BSV den Imker aufsuchen muss, haben sie offenbar Angst vor dem, was da alles so gefunden werden könnte. )


    Gruß Hubert