Fragen zu Anfangsstreifen / Naturbau / Snall Cell

  • Frohes Neues @ all !


    Das Lesen verschiedener Bücher und hier im Forum verwirrt mich manchmal ;) daher erleuchtet mich bitte ...


    Ich finde die Idee "back to the nature" gut und möchte meine zukünftigen Bienen (Ableger den ich mit Honig und Brutrahmen bekommen werde) gerne im Naturbau basteln lassen. Wenn ich alles richtig verstehe, dann sollen die Anfangsstreifen den Bienen eine Bau Richtung "vorgeben" bzw "nahelegen" denn wir möchten schon noch die Rähmchen mit dem Naturbau ziehen können. Die Rahmen mit dem Anfangsstreifen sollen nicht verdrahtet sein. Soweit alles Richtig ?


    Wie werden sich meine Bienen verhalten, wenn sie bisher immer Mittelwand Rahmen / Baurahmen vorgesetzt bekommen haben? Nur Drohnen in die Rahmen ohne Mittelwand bauen? Irgendwann müssen sie das doch merken ...


    Als Einsteiger habe ich natürlich keine alten Waben zu Hand die man Umbauen kann. Ich finde (zumindest hier in Belgien) keine Rahmen mit Anfangsstreifen zu kaufen. Also muss dann die Mittelwand teilweise ausschneiden ? Oder wie ..??? Denn wenn ich nur Baurahmen nehme, kann zu wild gebaut werden. Oder Baurahmen nehmen und mir irgendwie diese Anfangsstreifen besorgen ?


    Die Zellgröße der Waben wird vermutlich auch bereits mit der Prägung des Anfangsstreifens vorgegeben ? Richtig?


    Gibt es eine Möglichkeit die Biene dann (wie auch immer) auf Small Cell Größe (4,9 mm) "gewöhnen" ? Oder haben die Bienen das so "verlernt" das es keine Weg zurück zu Small Cell gibt? Das würde dann bedeuten es geht nur über Umweisselung auf eine Kö die Small Cell verinnerlicht hat ?


    Naturbau bedeute nicht das sie irgendwann automatisch von 5,4 auf 4,9 umstellen - richtig?


    Wie immer, herzlichen Dank für die Einsteiger Hilfe !

  • Ich nehme für Anfangstreifen, 80g Druckerpapier, das ich zwischen 2 Rundhölzern (Dübelstab 5mm als OT) klemme und mit Wachs tränke

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Du kannst vorhandene Mittelwände kleinschneiden (in Streifen schneiden), und diese als Anfangsstreifen benutzen. Diese haben natürlich bereits eine Wabengröße vorgegeben.
    Alternativ habe ich auch irgendwo gesehen, wo jemand ein dünnes Hölzchen (etwa 2mm * 20mm im Querschnitt) einfach in Wachs taucht, die 2mm-Wachskanten vom Holz schneidet und dann auf beiden Seiten die 2cm "Anfangsstreifen" entsprechender Länge hat... Ich muss mal den Film suchen, Bilder können das besser beschreiben.

  • Im ersten Jahr wird man wohl MW in Streifen schneiden müssen, denn eigenes Wachs ist ja noch nicht vorhanden. Aber später dann mit nem kleinen Wachsblock aus eigenem Wachs und nem Lötkolben einfach eine Naht unter dem Oberträger lang ziehen. Das will ich in diesem Jahr so machen. Im Naturbau werden auch auf einer Wabe verschiedene Zellgrößen gebaut. Ich denke, es geht dabei den Bienen auch darum, was gerade gebraucht wird.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi


  • Das stimmt mit Sicherheit!


    Gruß Ralph

  • Auch `ne Möglichkeit:


    Schaschlikspieße auf Rähmchenlänge kürzen, in Wachs tunken, auf den Rähmchenschlitz legen und mit ein paar Tropfen Wachs befestigen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Auch `ne Möglichkeit:


    Schaschlikspieße auf Rähmchenlänge kürzen, in Wachs tunken, auf den Rähmchenschlitz legen und mit ein paar Tropfen Wachs befestigen.


    Moin,
    das funktioniert? Hast Du das schon öfter mal ausprobiert?
    Theorien haben ja hier einige zu dem Thema, aber wenn man bei einigen dann sieht wie lange die schon Bienen haben...
    Da Frage ich mich dann ob das auch wirklich Funktioniert oder nur Theorie ist!
    Nichts für ungut, soll sich natürlich nicht jeder angesprochen fühlen!!! Ok Hardy? ;)
    Erstmal,
    Borderbee

  • Moin, das funktioniert?


    Ja. Du hast dann eine "Wachs"-Linie. Funktioniert wie eine Dreikant-Leiste.
    Beides schon ausprobiert.
    Allerdings stört die Senkrechtdrahtung etwas.
    Vielleicht hätte ich die Spieße stückeln sollen...?


    Da mir zu unpassender Zeit die Schachlikspieße ausgegangen sind, bin ich wieder bei MW-Streifen gelandet...:roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Alternativ habe ich auch irgendwo gesehen, wo jemand ein dünnes Hölzchen (etwa 2mm * 20mm im Querschnitt) einfach in Wachs taucht, die 2mm-Wachskanten vom Holz schneidet und dann auf beiden Seiten die 2cm "Anfangsstreifen" entsprechender Länge hat... Ich muss mal den Film suchen, Bilder können das besser beschreiben.


    Eventuell dieses Video hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=31ovKSO-v4g


    Stefan

  • Danke für die vielen Antworten @ all


    Danke für den Film Link Stefan !


    Ralph,


    Danke für die detaillierte Antwort :)


    Michael Bush lese ich gerade - sehr interessant !
    Er verwendet ja z.B. gar keine Anfangsstreifen und läßt die Biene direkt am Rahmen bauen - warum nutzen dann viele hier Wachsanfangsstreifen ? Ich mag das Konzept von Bush: Eliminieren von unnötigen Arbeitsschritten. Ich bin von Natur aus Faul ;)


    Ich denke ich werde mich an das Experiment wagen und versuchen die Bienen in Naturbau und mit Regression (siehe Bush) auf natürliche Zellengröße zu gewöhnen ...was auch immer dann natürlich ist. Was in USA bei Bush geht, muss in meinen Breitengraden und Wetterverhältnissen nicht unbedingt auch gehen ... Ich finde es schon beachtlich das Varrose trotz der vielen Behandlungs Methoden immer noch ein reisen Problem ist. Mir fällt aber auch schwer daran zu glauben, das Naturbau und Small Cell die Lösung für alle Probleme sein soll.