Problem bei Oxalsäureanwendung: Wildbau

  • Hallo, und ein gutes Neues,
    Ich habe neulich bei meinen drei Völkern die Restentmilbung mit 3,5 % Oxalsäure durchgeführt. Bei zwei Völkern verlief es ohne Probleme: Beide saßen auf 5 Wabengassen (Zander/Hohenheimer Beute), obere zarge gekippt, Säurelösung rein, und fertig.
    Das Dritte Volk stellte mich aber vor ein kleines Problem: Als ich die obere Zarge Kippen wollte, bemerkte ich, dass die Bienen die Waben der unteren Zarge and die oberen Rähmchen angebaut haben. Also konnteich sie nicht kippen. Hätte ich sie einfach rausgezogen, wären viele Bienen zerwuetscht worden. Hätte ich Gewalt angewendet, um die Waben zu lösen, wäre die Wintertrube auseinandergefallen. Ich habe dann den Schlauch an meine spritze angesteckt, da ich von oben weit genug hineinsah, um die Wintertraube zu sehen, und habe von oben behandelt, so als wäre es ein einzargiges Volk. Habe ich das richtig gemacht? Kann mir jemand Tipps geben, um es besser zu machen?
    Gruß
    Konrad

  • Hallo Bayerndrohn!


    Ich bin da nicht so zimperlich, bei mir war das bei den meisten Völkern. Ich hebe mit dem Stockmeißel das obere Magazin ein Bisschen an, löse ich die "angewachsenen" Waben, welche wieder ins untere Magazin zurück sinken und dann kippe ich das obere Magazin vollständig an. Bis zu diesem Zeitpunkt ist noch keine Biene zu Schaden gekommen. Nach der Behandlung setze ich das obere Magazin wieder auf das unterere. Dabei kann es natürlich passieren, dass ein paar Bienen zerquetscht werden. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Wenn es nicht gerade die Königin erwischt, hält sich der Schaden in Grenzen.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo, und ein gutes Neues,
    Ich habe neulich bei meinen drei Völkern die Restentmilbung mit 3,5 % Oxalsäure durchgeführt. Bei zwei Völkern verlief es ohne Probleme: Beide saßen auf 5 Wabengassen (Zander/Hohenheimer Beute), obere zarge gekippt, Säurelösung rein, und fertig.
    Das Dritte Volk stellte mich aber vor ein kleines Problem: Als ich die obere Zarge Kippen wollte, bemerkte ich, dass die Bienen die Waben der unteren Zarge and die oberen Rähmchen angebaut haben. Also konnteich sie nicht kippen. Hätte ich sie einfach rausgezogen, wären viele Bienen zerwuetscht worden. Hätte ich Gewalt angewendet, um die Waben zu lösen, wäre die Wintertrube auseinandergefallen. Ich habe dann den Schlauch an meine spritze angesteckt, da ich von oben weit genug hineinsah, um die Wintertraube zu sehen, und habe von oben behandelt, so als wäre es ein einzargiges Volk. Habe ich das richtig gemacht? Kann mir jemand Tipps geben, um es besser zu machen?
    Gruß
    Konrad


    Bayerndrohn ,


    ich habe bei einem Volk selbes Problem wie Du ... ich hatte bei dem Volk einfach vergessen eine Folie reinzumachen, nun hat das Volk zwischen deckel und den Wabengassen Wildbau angelegt.


    Ich habe die Behandlung gleich wie Du gemacht: Schlauch an die Spritze dran und "unter" den Wildbau geträufelt:



    Ich habe den Wildbau nicht entfernt - den lasse ich auf jeden Fall bis zur ersten Volkdurchsicht und entferne diesen dann.
    Du hast es so wie Du vorgegangen bist richtig gemacht.


    Sowas (Wildbau) kann man halt nicht immer vermeiden....

  • solch ein Wildbau zeigt auf eine gute Kö hin


    Das wird sich zeigen, wie das Volk sich dann unter gabe des/der Aufsätze entwickelt. Neigt das Volk dann weiterhin zum Wildbau werde ich die Königin austauschen müssen, da Wildbau im zuge der Selektion zu einer Abwertung führt.

  • luxnigra


    das ist richtig, es gibt aber auch noch andere Dinge ausser die (zugegeben) beischeidene Lage der Varroatose. Man sollte sich, auch wenn es schwer fällt, nicht nur auf dieses Thema versteifen.

  • Hallo Honigmaul,


    bei der Bedamfpung mit Oxalsäure nach dem Umlaufprinzip tritt neben vielen weiteren Vorteilen dieses Problem nicht auf.
    Die Völker bleiben dabei beieinander und werden nicht gestört.


    E. Alfranseder


    Ich will hier jetzt keine Grundsatzdiskussion auslösen - aber in Deutschland ist das Verdampfen von OS nicht zugelassen.
    Ausserdem war das glaub ich auch nicht die Frage von Bayerndrohn....

  • Hallo an alle,
    Ich wollte wirklich nur wissen, ob ich Eurer Meinung was falsch gemacht habe, bei dem Volk mit Wildbau. Ich bin noch Anfänger, und mein Imkerpate liegt mit Grippe im Bett. Also habe ich das Forum gefragt, weil ich auf die Schnelle keinen anderen Imker aus dem Verein erreichen konnte.
    Dass es nicht nur diese eine Methode gibt, ist mir bekannt. Aber es ist die einzige, die ich (mehr oder weniger) beherrsche.
    Und da es endlich mal ein paar Wochen lang kalt bei uns war, ist es sehr wahrscheinlich, dass keine Brut vorhanden ist. Ich wollte auch nicht warten, bis mein Partner wieder gesund ist, weil die Temperaturen wohl nicht von Dauer sind, und es bald wieder warm wird, so dass in Kürze wahrscheinlich wieer Brut vorhanden sein wird.
    Gruß
    Bayerndrohn

  • Hallo an alle,
    Ich wollte wirklich nur wissen, ob ich Eurer Meinung was falsch gemacht habe, bei dem Volk mit Wildbau. Ich bin noch Anfänger, und mein Imkerpate liegt mit Grippe im Bett. Also habe ich das Forum gefragt, weil ich auf die Schnelle keinen anderen Imker aus dem Verein erreichen konnte.
    Dass es nicht nur diese eine Methode gibt, ist mir bekannt. Aber es ist die einzige, die ich (mehr oder weniger) beherrsche.
    Und da es endlich mal ein paar Wochen lang kalt bei uns war, ist es sehr wahrscheinlich, dass keine Brut vorhanden ist. Ich wollte auch nicht warten, bis mein Partner wieder gesund ist, weil die Temperaturen wohl nicht von Dauer sind, und es bald wieder warm wird, so dass in Kürze wahrscheinlich wieer Brut vorhanden sein wird.
    Gruß
    Bayerndrohn


    Nein, Du hast nichts falsch gemacht. Die OS-Lösung muss in die Wintertraube, wie sie da hinkommt ist Nebensache, je geringer die Störung desto geringer die Unruhe im Volk und die Gefahr von Verlusten.