Milbenzucht: Einfach nur zum nachdenken

  • Einfach zum nachdenken


    Zuerst wollte auch ein schönes Gedicht schreiben, aber dann juckte es mich halt in den Fingern


    Da ich jetzt mehr als 50 Jahre mich mit Zucht befasse, und viel sehr viel über Selektion läuft, meine Gedanken für eine gesunde vitale Varroa Milbe kurz (Milbe)


    Ich habe Minimum 5 gute OS Verdampfer
    85% AS
    OS und
    OS zum Beträufeln


    Also alles was ich brauche um eine gesunde vitale Varroa Milbe zu Selektionieren


    Also fangen wir nach der Honig Ernte mal mit AS Verdunster an, die überlebenden Milben sind jetzt gut gerüstet und nochmals Effizienter für die Vermehrung, hat ja wieder Platz gegeben


    Also machen wir im Herbst noch OS Bedampfen, so die jetzt noch überlebende Milben sind jetzt noch besser Selektioniert auf AS OS, und gehen vital in die Winterproduktion


    Jetzt schnell noch Beträufeln, ist ja grad günstig ohne Brut


    Und die wo jetzt noch überleben, und es überleben immer welche, sind jetzt wirklich gut Selektiert, auf alle möglichen Störungen seitens der Imker und sind im Frühjahr prädestiniert für die neue Zucht Saison, und jetzt erst richtig Effizient und Resistenz für alle Angriffe des Imkers
    Und das Rad dreht sich immer weiter........................und schneller


    Was sollten wir daraus lernen, die wo darüber nachdenken


    Milben behandeln nein,


    Milben entfernen sicher ja, aber nicht über Milbenselektion


    Ein Nachdenklicher edlwolf wünscht alles gute für 2012 :p_flower01:

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie


  • Einerseits durch Brutentnahme, anderseits, die Brut so steuern das sie Hauptsächlich in der Drohenbrut ist


    Dann bin ich an einen Projekt, für aktiv in der Vermehrung der Mild einzugreifen, sprich (die fruchtbarkeit reduzieren, respektive unfrutbarkeit soweit als Möglich erreichen)

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie


  • Danke Helmut, entschuldige das ich Dich hier zitiere


    das geht genau in die Richtung die ich meine

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Was du da schreibst, macht ein schon etwas Angst...... wie lange wird es bis zur Resistenz dauern ....was meinst du???????


    Ich habe den Einzug der Milbe in meiner Gegend miterlebt und kannte noch die schöne Zeit davor. Damals haben wir Ameisensäure noch mit Bierdeckel gereicht


    und auch noch in Hinterladern:wink: .. Zwischendurch habe ich auch mal Chemie benutzt ...hat mir aber nicht gefallen. Heute benutze ich immer noch Ameisensäure, nach dem


    Nassenheider jetzt wieder Schwammtuch und Oxalsäure.und wenn mir Völker gestorben sind, konnte ich mit etwas ehrlichen Nachdenken auch rausfinden was ich falsch gemacht habe.


    Jetzt , einige Jahrzehnte später kommst du mit dieser Horrornachricht.


    Mal ehrlich, wie lange schätzt du....habe ich noch Zeit bis zur Resistenz???

  • Kurt erzählt nichts neues, aber leider die Wahrheit.


    Jeder der denken kann, sollte selbst auf solche Schlüsse kommen.:u_idea_bulb02:


    Das ist der Grund, warum es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis jeder Imker gezwungen sein wird, einfach der Natur ihren Lauf zu lassen und die Völker, welche mit der Milbe zurecht kommen, weiter zu vermehren.
    Es wird noch etwas dauern, in dieser Zeit wird immer mehr und immer heftiger behandelt werden. Aber irgend wann...


    Ein schlauer Imker hier aus dem Forum meinte mal: " Ich bin ja noch jung, ich kann das erwarten".


    Recht hat er, ich seh das genau so.


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=26839&p=297264#post297264

  • Mal ehrlich, wie lange schätzt du....habe ich noch Zeit bis zur Resistenz???


    Das ist von Fall zu Fall anders, dort wo intensiv behandelt wird ist es sicher schon passiert


    Und Resistenz ist variabel, und wenn Milben nach einer Behandlung überleben, dann muss entweder die Dosis erhöht werden oder wieder ein anderes Mittel benützt werden


    Bis eben es nicht mehr funzt weil die Bienen es ganz einfach nicht mehr überleben


    Und das ist an einigen Orten eben schon passiert


    Deshalb wundern sich dann einige, bis jetzt hats immer gut funktioniert,


    Aber einmal ist fertig lustig


    Die Bienen müssen lernen mit der Milbe leben, und das geht nicht wenn wir da immer wider stören und die Bienen massiv schwächen mit immer stärkeren Mittelchen(Säuren)


    Ich selbe hab im October das letzte Mal OS Bedampft, werde aber keine Restmilben-Behandlung mehr machen

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Ich habe in den letzten 30 Jahren keine Dosis erhöht und die kleinen Kerle purzeln immer noch munter


    Ich hoffe das die Bieneninstitute mit ihrer Meinung recht haben das die Natürlichen Sauren keine Resistenz erzeugen (für die letzten 30zig Jahre kann ich ihnen da recht geben)


    Eine Wächterbiene die einer Sammlerbiene die eingefangene Milbe am Flugloch vom Leib zerrt könnte mir gefallen....aber mal ehrlich...die wird es nicht geben


    Eine Biene die mit der Milbe leben kann , will ich nicht haben....warum??


    Die Milbe bringt die Viren mit und sie kann sie leider in die Bienen bringen , ich denke das ist der Hauptgrund für das Völkersterben .


    In wievielen von nur 100 Fällen in der von Menschen eingeschleppte Tiere, die einheimischen zum Aussterben bringen,haben die es geschafft sich so genetisch zu verändern das sie die Angreifer abwehren??????


    Genetische veränderungen haben in der Erdgeschichte wohl immer Tausende von Jahren gebraucht

  • Moin,
    ja, wir haben letztlich keine andere Chance, als alles zu unterlassen, was die Bienen schwächt, und aktiv alles zu tun, was sie stärkt.
    Behandeln gehört nicht zu den Förderungsmaßnahmen.


    Was mich am meisten ärgert ist die Tatsache, daß wir schon sehr lange flächendeckend VT haben könnten, wenn die Leute damals zähneknirschend GAR NICHTS gemacht hätten.


    Das Argument, daß die Kosten dafür zu hoch waren, ist ja wohl lächerlich angesichts der alljährlichen und steigenden Verluste, die mit zunehmender Selektion der Milben einhergeht.


    Wenn man das nämlich zusammenrechnet, kommt man mittlerweile auf ein Hundertfaches der Summe, die es damals gekostet hätte, und Ende nicht absehbar.


    Die einzigen, die damit Geld verdienen, sind die A S-Hersteller (unsere guten Bekannten aus der PSM-Branche) und die KS-Importeure jedes Jahr.


    Die Imkerschaft leidet und zahlt ohne Murren, oder hört einfach auf....
    Und die Vertreter der Imkerschaft (DIB) schmusen lieber mit Frau Aigner, als wie der DBIB mal langsam Rückgrat zu zeigen (wann macht endlich mal jemand den Film "Die Welt ohne Bienen"??? Um den Leuten mal ganz brutal die Konsequenzen zu zeigen - chinesische Kinder mit Bürsten in Bäumen zur Bestäubung erschrecken niemanden wirklich, der kein Imker ist).


    Warum müssen Nichtbehandler sich als Einzelkämpfer hierzulande durch die Welt schlagen, wenn woanders schon lange bewiesen ist (nicht nur von Kefuss), daß es auch anders geht?


    Warten die braven Deutschen erst noch auf den Segen von oben (der nie kommen wird), oder wie?
    Macht doch endlich mal selbst was....und am besten mit anderen zusammen, auch wenn das der Natur des deutschen Einzelgänger-Imkers widerspricht.


    Lokale VT ist machbar und die Bienen können das - man muß ihnen nur ne reelle Chance dazu geben.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich habe in den letzten 30 Jahren keine Dosis erhöht und die kleinen Kerle purzeln immer noch munter


    Das heisst aber mal garnichts, logisch fallen immer Milben, aber es bleiben immer mehr die Du nicht erreichst


    Das was Du machst ist wirklich Milbenzucht, mit bester Selektion, der Erfolg wird sich aber bald einstellen, lieber Kollege aber leider im negativen Sinn


    Werde aber mich jetzt zurückhalten, will ja niemanden Erschrecken, jeder wie er will

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Hallo Sabiene


    So einen haben wir bei uns im Ort auch, er behandelt seine Bienen nicht und geht deshalb immer mal wieder ohne Bienen in den Winter.


    Das ist aber kein Problem da er seine Beuten offen stehen läßt und mit fremden Schwärmen wieder ins Geschäft kommt


    Bisher hat es noch kein Volk lange geschafft , aber wenn das mal passiert hole ich mir einen Ableger

  • Der macht das schon viele Jahre so, ich glaube nicht das mal eines länger überlebt


    In diesen Jahr wollte er auf mein drängen mal behandeln, auf nachfrage sagt er das er Ameisensäure unter den Beutendeckel geschmiert hat toll diese Typen