Nach Honig-Urteil: Deutsche Imker jubeln, international Entsetzen

  • Zitat aus dem Link:
    Dorothée André von der Europäischen Kommission machte hingegen deutlich, dass nach Ansicht der Kommission Pollen nun generell eine Zutat sei und nicht nur GVO-Pollen. Dies dürfte für Imker und Lebensmittelwirtschaft weitreichende Folgen haben. Pollen muss dann in der Zutatenliste aufgeführt werden und folglich jeder Honig auf Pollen analysiert werden.


    Noch Fragen Kienzle?

  • Pollen ist ein natürlicher Bestandteil des Sortenhonigs.
    Dem Honig darf nichts hinzugefügt oder entzogen werden...:roll:


    Und nu...?:cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Pollen ist ein natürlicher Bestandteil des Sortenhonigs.
    Dem Honig darf nichts hinzugefügt oder entzogen werden...:roll:


    Das dachte ich auch einmal, Pollen darf aber seit 2007 entzogen werden!! Natürlich nicht bei DIB-Qualität, aber nach HonigV, Anlage 2, Anforderungen an die Beschaffenheit, Abschnitt I



    http://www.gesetze-im-internet.de/honigv_2004/BJNR009200004.html schrieb:


    Honig dürfen jedoch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, soweit dies beim Entfernen von anorganischen oder organischen honigfremden Stoffen nicht unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen entzogen worden sein.


    Tja, ein Zugeständnis an die Europäischen Honigimporteure und unser Beitrag zur "Harmonisierung" des Binnenmarktes. :-/ Bis 2007 war das anders!

  • Danke.
    Also können wir derzeit als Qualtätskriterium angeben: Unser Honig ist ungefiltert...
    Damit werben wir ja nach neuer Lesart nicht mit "Selbstverständlichkeiten".


    Ich liebe die EU...:evil:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Denke mal , daß wir uns mit dem " Jubeln " nicht übernehmen sollten. Wenn die EU an der Geschichte mit rumdreht ist eigentlich nur zu erwarten , daß am Ende für uns nichts ordentliches dabei herauskommt.
    Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch.


    Gruß hannes

  • Zitat


    Aus dem gelinkten Artikel der letzte Absatz:


    Auf der einen Seite wurden zehn Kilometer Abstand gefordert, was den Anbau von gv-Pflanzen de facto unmöglich machen würde. Auf der anderen Seite wurde auf Zahlen verwiesen, die Werner von der Ohe vom Bieneninstitut Celle in seinem Vortrag genannt hatte, wonach der Maispollenanteil im Honig generell bei nur etwa zwei Prozent liege und von daher keine besonderen Maßnahmen erforderlich seien. (transGEN)


    Ohne Worte ...


    Der letzte Abschnitt hat es in sich.
    Anfangs wunderte mich noch die Skepsis vieler Imker gegenüber den dt. Bieneninstituten, aber mit der Zeit habe ich sie zu teilen gelernt.
    Fällt der gute Herr-von-der hier den Imkern in den Rücken? :confused:


    Nachdenkliche Grüße
    Dennis

  • Hallo Dennis,
    der Herr von der Ohe kennt es vielleicht nicht anders.
    Die Gegend von Celle hat nicht die geeigneten Ackerböden für Mais.
    Wenn er in einer Maiswüste imkern würde, die mit Errichten einer sogenannten Bio-Gas-Anlage einhergeht,
    würde sein Urteil wohl anders ausfallen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • @ CyberDrohn ,


    das Lavieren der Bieneninstitute ist schon ziemlich merkwürdig . Es ist aber auch nicht verwunderlich, in diesem System der verstrickten Interessen.
    " Fällt der gute Herr-von-der hier den Imkern in den Rücken? " - würde mich nicht wundern . Denn was die heute sagen , muß morgen schon längst nicht mehr so sein .
    Wir leben doch in einem einzigen Theater . Es hat allerdings jeder die Möglichkeit die einzelnen Aufführungen aus seiner Sicht zu beurteilen und danach zu verfahren.


    Gruß hannes

  • Also Mais gibt es hier oben schon in rauen Mengen. Mais ist auch nicht wirklich anspruchsvoll. Und Biogasanlagen existieren hier ebenfalls. Habe aber keinen Vergleich zu anderen Gegenden, da ich darauf noch nie geachtet habe.


    Ich hätte von Herrn Werner von der Ohe erwartet, dass er stärker die Pro-Umwelt-Position vertreten würde. Seine Äußerung halte ich für zu diplomatisch. Diplomatie hat bei einem so wichtigen Thema nicht wirklich viel verloren.

  • Zitat

    ... Auf der anderen Seite wurde auf Zahlen verwiesen, die Werner von der Ohe vom Bieneninstitut Celle in seinem Vortrag genannt hatte, wonach der Maispollenanteil im Honig generell bei nur etwa zwei Prozent liege und von daher keine besonderen Maßnahmen erforderlich seien. (transGEN)


    Ich habe neulich eine Rundmail vom IV-Vorstand bekommen, darin wurde über ein Treffen im Bieneninstitut in Celle berichtet und darüber dass offen angespochen wurde, dass angeblich Grenzwerte gefordert werden sollen. Weil ansonsten ja der "kleine Wanderimker" keine Chance hätte und bei seiner Vermarktung des Honigs Schwierigkeiten bekäme.
    Die Info ist jetzt aber um zwei Ecken. Ich habe zwar gleich eine Antwort-Mail geschrieben, und gefragt ob es dazu öffentliche Erklärungen gibt, habe aber bislang keine Antwort erhalten. (Vielleicht war meine Rückfrage auch etwas scharf formuliert *hüstel*)


    Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.