Imker besorgt: Hunderte Bienenvölker verendet


  • Hallo Honigmaul,
    ist auch meine Erfahrung. Könnte man darauf nicht ein Geschäftsmodell aufbauen?
    Der Fachmann übernimmt gegen eine entsprechende Gebühr die Behandlung der Bienenvölker.
    Der verlustreiche Imker erspart sich die Kosten für den Völkerkauf.


    Gruß Hubert

  • Auffällig ist: Dass die Ausfälle von Ort zu Ort so unterschiedlich sind.


    Das würde dann bedeuten: Dass es Ortschaften gibt, wo es nur Schluderer gibt und Ortschaften wo nur behandlungsfähige Imker wohnen.


    Ich glaub nicht mehr ans Christkind, bei aller Liebe.


    Warum denkt ihr immer so kompliziert?
    Wieso nehmt ihr nicht das Naheliegenste?
    Weil nicht sein kann was nicht sein darf????


    Hier mein Beitrag in einen anderen Fred:

    Zitat

    Ein befreundeter Imker mit ca 50 Völkern, er führt und behandelt übrigens genauso wie ich, hat einen teil seiner Völker zuhause mit großer Imker- und Völkerdichte, einen Teil hat er auf einen Aussenstand, wo er im Flugkreis fast allein ist.
    Warum hat er zuhause regelmässig Völkerverluste von 50-100% und am Aussenstand, genauso wie ich, nur ab und an mal vereinzelte? Aber so wie ihm gehts vielen in der Gegend: Regelmässig katastrophale Völkerverluste. Jeder der 1 +1 zusammenzählen kann, weiß was da los ist.
    Manchmal ist die Lösung eben auch mal einfach.


    Nicht lauter Schluderer, Simmerl, EINER reicht!!!
    Kommt dann noch Wetter dazu, bei der die AS nicht optimal wirkte, sprich, die Varroazahl zwar knapp unter die Schadschwelle gesunken aber immer noch sehr hoch ist, dann reichen womöglich schon ein paar Handvoll Schluderer-Bienen mit Varroa-Passagieren um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Volk für Volk am Stand und in der Gegend hat vorgeschädigte schwache Winterbienen und schafts nicht bis Weihnachten.


    Und da kann Bernhard mir noch so oft vorrechnen, daß ein Varroaverseuchtes, zusammenbrechendes Volk, auf 10 andere, Varroafreie Völker verteilt, nix ausmacht. Manchmal sind die anderen halt nicht Varroafrei weil bei hoher Luftfeuchtigkeit oder anderen schlechten Wettern die AS nicht so gewirkt hat wie sie eigentlich sollte.


    Reinvasion ist eine Tatsache und keine Vermutung. Und in manchen Jahren wird daraus eine Katastrophe.


    So einfach!:u_idea_bulb02:


    Und das Christkind kommt morgen......:p


    VG
    Günter

  • So einfach!:u_idea_bulb02:


    VG
    Günter


    So einfach, ist es eben nicht Summsi, mit 2 mm,


    falls Du den Bretschko gelesen haben solltest, war der immer für eine zeitgleiche, flächendeckende Behandlung.


    In unserem Verein werden die Imker schon seit 10 Jahren dazu angehalten, gleichzeitig zu behandeln und zwar mit dem Nassen, um keine großen Zeitfenster zu bekommen.


    Sie werden jährlich angeschrieben: Ab nächster Woche wird behandelt! (Jedes Jahr ist anders......brauch ich ja nicht erklären)


    Wer sich daran hält, kann ich relativ gut kontrollieren und ich kenn meine Pappenheimer recht gut, welche immer ein wenig neben dem Zeitplan arbeiten.


    Die angeblichen Schluderer, sind meist eh schon ausgestorben, wenigstens deren Bienen oder sie werdens noch.


    Aber was machst Du dann?


    Haben wir dann defakto unter 10% Verlust?


    Ich glaub auch nicht mehr an den Osterhasen, denn den hat der Hirsch schon vom Panzer überrollen lassen.


    Gruß Simon

  • Hallo Honigmaul,
    ist auch meine Erfahrung. Könnte man darauf nicht ein Geschäftsmodell aufbauen?
    Der Fachmann übernimmt gegen eine entsprechende Gebühr die Behandlung der Bienenvölker.
    Der verlustreiche Imker erspart sich die Kosten für den Völkerkauf.


    Gruß Hubert


    Hallo Hubert!
    Das geht auch wieder nicht, denn es ist ein ganzjähriger Prozess. Angenommen ein Imker erzeugt keine Jungvölker, er muss unter Umständen mit volksschwachen Völkern gezwungenermaßen in den Winter gehen. Der Imker mit einer Überzahl von Jungvölkern kann Auslese betreiben, sollte einmal ein Volk weisellos werden, braucht er sich nicht weiter darum kümmern, es wird aufgelöst und verstärkt die anderen Völker. Er braucht keinerlei Kunstgriff zu machen, wie nachschaffen lassen und der damit verbundenen Gefahr der verspäteten Umweiselung, Königin zusetzten, welche dann doch nicht richtig angenommen wird, usw. Das System zieht sich über alle 5 Punkte. Angenommen ein Imker kommt plötzlich drauf, dass der Ende September zum Einfüttern anfangen sollte. Was kann von einem solchen Volk wirklich erwartet werden. All solche Sachen sind hier im Forum zur Genüge nachzulesen. Da kann durch eine professionelle Varroa-Behandlung nichts gerettet werden.


    In meinem Beitrag habe ich vorhin vergessen, dass es auch auffällig ist, dass die Neuanfänger überwiegend keine Probleme mit der Überwinterung haben. Auch das kann man in diesem Forum, wenn man zwischen den Beiträgen liest, feststellen. Ein Neuanfänger hält sich an ein erprobtes Konzept, wie sollter er denn auch anders, er hat ja noch keine eigene Meinung, wo sollte sie auch herkommen und bringt meistens die Bienen gut über den Winter. Die erfahrenen Imker, da nehme ich mich gar nicht aus, werden oftmals nachlässiger, vereinfachen die Systeme und auf einmal passiert es und die Schadschwelle ist überschritten. Genau das ist mir bei der Königinnenzucht passiert. Jetzt bin ich da wieder etwas genauer.


    MfG
    Honigmaul

  • Summsi, mit 2 mm


    Nix 2 mm
    Summsi mit 20 cm.....:-D


    In unserem Verein werden die Imker schon seit 10 Jahren dazu angehalten, gleichzeitig zu behandeln und zwar mit dem Nassen, um keine großen Zeitfenster zu bekommen.


    Sind denn alle Imker im Flugkreis eurer Bienen im Verein?
    Wie weit ist der nächste Imker entfernt, der nicht in euren Verein ist?


    Da es bei uns und anderswo genügend vereinslose Imker gibt, wirds bei dir nicht anders sein.


    Zitat von Simon Angerpointner

    Aber was machst Du dann?


    Haben wir dann defakto unter 10% Verlust?


    Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir ist: Ich hab das Glück, daß im Flugkreis meiner Bienen nur noch einer imkert, na ja, seit heuer hat auch noch ein Jungimker seinen Platz in meinen Flugkreis. Beide behandeln gnauso wie ich: 2x AS im Langzeitverdunster.


    Vorletztes Jahr 0% Verlust von 12 Völkern,
    letztes Jahr 0% Verlust von 16 Völkern,
    Vor ca 20 Tagen machte ich meine OS-Behandlung: 0% Verlust von 30 Völkern


    Natürlich hab ich im Frühjahr auch hier und da ein, zwei Weisellose, aber keine Varroaverluste.
    Sicher hat auch das Drohnenrahmenausschneiden seinen Anteil, wenn zu Beginn der Langzeitbehandlung die Varroenzahl schon niedrig ist. Das ist noch ein zusätzlicher Schutz, sollte mal das Wetter zur Behandlung nicht so optimal sein.


    Drohnenschneiden ist ja hier im Forum ziemlich aus der Mode gekommen. Und wenn es dann wieder zu hohen Verlusten kommt, ist's wieder ein Beizmittel gewesen.....:roll:


    VG
    Günter
    der beim Bewährtem bleibt und seine Völker nicht aufs Spiel setzt.

  • Liebes Simmerl:


    das Christkind kommt!


    Ich weiss, mein Süßer!:p





    Summsi, danke!


    Jetzt hab ichs auch kapiert!


    Also: Fleißig Drohnenwabenschneiden und warten bis sämtliche Honigvögel im Flugkreis um den eigenen Stand ausgestorben sind - oder, ehem Imker!


    Schon hat man 0% Verlust!


    Siehste, wird doch noch Weihnachten!


    Gruß Simon

  • Moin, moin,


    Zwischenstand: 7 von 8 summen noch. Mal sehen, wie es weitergeht, die Stärke der Völker scheint mir unterschiedlich, zum Teil schwer zu beurteilen.


    Das achte Volk, Vorschwarm aus Ende Mai, von einem gering belasteten Volk, in einer Klotzbeute bei meinem Arbeitgeber, das ich zu betreuen hatte, war jetzt zur Winterbehandlung nicht mehr daheim. Die Behandlung mit AS war problematisch und die Feststellung der Wirksamkeit erst recht. Gefallen waren bei 500 Mi, aber Henry meint ja, das tue nichts zur Sache. Zur Behandlung jetzt waren wir zu zweit, ein erfahrener Imker und ich, und wahrscheinlich war es die Varroa, war jedenfalls unser Schluss. Vielleicht auch der Raum zu groß? Mais im Umfeld gab es aber auch reichlich, und sie kümmerten schon recht früh, wurden jedenfalls weniger. Das müssen sie natürlich auch, vor dem Winter. Futter hatten sie noch reichlich, Platz zum Sitzen eigentlich auch. Mein Lehrmeister hätte gesagt:"Bi't Starben to Dood komen." Und das weitere veranlasst. Das haben wir nun auch...


    Mal sehen, wie das nächstes Jahr wird. Im April weiß ich mehr. Mithin habe ich aber jetzt mehr Verluste, als im vorigen Jahr. Da sind beide durchgekommen, durch den Winter. Ein Nachschwarm war im Sommer bereits weisellos oder drohnenbrütig, die anderen, wie gesagt, summen noch...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • ...


    Maisbeize:
    schließe ich aus, denn da wäre im Frühjahr zumindest auch ein gewisser Teil von Völkerzusammenbrüchen feststellbar gewesen. Ob der Maisanbau in diesem Gebiet flächendecken ist, weiß ich nicht.


    ...


    siehe was im April - Mai 2011, bei den Imken und bei ihren Bienen, im Burgenland war!


    gugge

  • ich hatte die letzten Jahre bei der Überwinterung teilweise überhaupt keine Verluste, der höchste Verlust war 2 von 27


    Um Verluste nicht aufscheinen zu lassen genügt es jährlich entsprechend Ableger zu erstellen.
    Überall sterben Völker und keiner will davon betroffen sein:roll:

    Gruß Bruno *Was wir wissen,ist ein Tropfen;was wir nicht wissen,ein Ozean.* (Newton)

  • *fingerheb Doch ich war betroffen, wenngleich ich auch nicht stolz drauf bin, weils im nachhinein meine eigene Schuld war. Erfolgreich behandelt nach Schema F, wie in den Programmen „Varroa unter Kontrolle“ propagiert und im jugendlichen Leichtsinn eines Neulings die weitere Kontrolle oder auch Erbsenzählerei vernachlässigt. Von wo die Milben kamen ist unerheblich, denn der Verlust geht auf o.g. Umstand zurück.
    Es wäre jetzt sicher einfacher und um das eigene Gewissen zu beruhigen dem Nachbarimker, der mehr Völker als ich über den Winter verlor für meine Nachlässigkeit verantwortlich zu machen, aber es wäre Selbstbetrug

  • Hallo Hubert,


    fein und Du garantierst dem Imker, das alle überleben. Wennst aus irgend einem Grund Pech hast und doch alle eingehen (obwohl Du und andere) ja die Behandlung perfekt drauf haben, dann stehst Du für die Kosten grade.


    Hast Du Dir das so vorgestellt.


    Sorry, konnte ich mir nicht berbeißen.:liebe002:


    Ihr mit Eurer Reinfektion. Mag sein, das es zum Teil mitspielt.
    Letztes Jahr hatte ich prozentuell 30% Ausfall. 500 Meter von mir entfernt hat ein Imker 17 Völker stehen, Behandlung genau wie ich letztes Jahr ALV. Er hatte nicht ein Volk verloren. Bisher hatte ich so gut wie nie Ausfälle, Ablauf wie jedes Jahr.
    Letztes Jahr wie gesagt 30%.


    Ein anderer Kollege, hatte ebenfalls letztes Jahr an seinem Heimstand kaum Verluste (1000 Meter von meinem entfernt), an 2 Außenständen ähnliche Verlusste wie ich.


    Ich weis nicht was es ist aber wenn es die Varroa und Reinfektion wäre, dann müssten meine Nachbarn von meinen (letztes Jahr) zusammengebrochenen Völkern übel mitgenommen sein, waren sie aber nicht.


    Auch bei meiner Winterbehandlung ist bei den überlebenden nicht wirklich viel abgefallen, obwohl die zusammengebrochenen sich doch gerade in den benachberten Völkern eingenistet haben müssten. Haben sie aber anscheinend nicht.