Imker besorgt: Hunderte Bienenvölker verendet



  • Mein lieber fan,


    bitte lass mich Fan Nr. 1 von fan sein!


    ..Und schreib bitte weiter hier aus meinem Nachbarland!


    Gruss Simmerl, dessen Vorfahren vom Mondsee im 16 Jahrhundert ausgewandert sind.

  • Wenn ich sowas lese, werde ich immer ganz rot und schäme mich, welch' schlechter Imker ich bin.
    :roll:


    Mein lieber Wald und Wiesenimker,


    so rot, wie ich vor Scham, kannst Du gar nicht anlaufen:p


    Ich hab nochmal nachgeschaut, es steht unter: "WERBUNG"


    Da kann man schon mal ein Auge zudrücken.


    Ich lass mal den smiley.


    Das macht mich schon nachdenklich!


    Schon fast umsonst, sich das Gehirn zu zermatern und die Finger wundzuschreiben.


    Ach ja, liest man zwischen den Zeilen von "fan" - Machtwechsel bei der Redaktion - dann weis man ja auch, woher der Osterhase kommt!


    Gruß Simon

  • Danke joachim 2176 für den Beitrag,


    ganz klar ersichtlich, vom äußeren Schein, handelt es sich um schludrige, gschlamperte Imker, die die Varroose nicht im Griff haben!


    Selber Schuld, sog J nur!


    Hätten sie nur anständig und vorschriftsmäßig behandelt, hätten sie noch volle Stöcke oder?


    Shit, ich find den Ironieschalter nicht!


    ...jetzt schäm ich mich wirklich

  • Lieber Imker im Wald und auf der Wiese,


    Du schreibst: "Wenn ich sowas lese, werde ich immer ganz rot und schäme mich, welch' schlechter Imker ich bin.
    Bei richtig guten Imkern sind die Völker sehr viel gesünder, als in jedem seriösen Lehrbuch der Imkerei beschrieben.
    Früher wurde berichtet, dass 10% der Völker im Durchschnitt der Jahre eingehen. Aber seit's die Milbe und der Streit mit der Agrochemie gibt, gibt's immer mehr Imker, die keinerlei Überwinterungsverluste haben."


    So geht die Entwicklung voran. Also lautet die Bewertung: 10% Winterverluste = befriedigender Imker (alter Imker); keine Winterverluste = guter Imker und nur wer nach der Auswinterung + 10% der Völker hat, ist ein sehr guter Imker!


    Bei dem, was viele Imker über ihre Verluste oder die Honigernte erzählen, kommen wir auch noch dahin.
    Es ist erstaunlich, dass die Gebrüder Grimm beim Sammeln ihrer Märchen nicht viele Geschichten von Imkern zusammengetragen haben.


    Alles Gute wünscht Euch
    Heidjer Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • So geht die Entwicklung voran. Also lautet die Bewertung: 10% Winterverluste = befriedigender Imker (alter Imker); keine Winterverluste = guter Imker und nur wer nach der Auswinterung + 10% der Völker hat, ist ein sehr guter Imker!
    Bei dem, was viele Imker über ihre Verluste oder die Honigernte erzählen, kommen wir auch noch dahin.


    Auch wenns OT ist, aber was veranstaltet ihr hier, wettlästern auf Kollegen?:-?

  • Durch Überzeichnung sollte deutlich werden, dass nicht jede Aussage als unumstößlich wahr gewertet werden kann/muss.


    (Ich hätte beim letzten Beitrag ja gerne auch solch kleinen Kopf mit entsprechendem Gesicht eingefügt. Kann ich leider nicht. Fügt sich bei mir immer hinter der Überschrift ein.)


    Heidjer Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Imkerlatein ist ja genau so normal wie Jäger- und Fischerlatein.
    Nur wenn der Blödsinn zu groß wird (ein Referent wollte letztes Jahr erklären, daß er seit Beginn der Varroa in D noch nie ein Volker verloren hat) dann darf man auch mal grob werden und denjenigen als Lügner bzw. Schwachkopf bezeichnen und muß nicht immer nur still alles anhören.

  • Hallo Bienenfreunde!


    Es erscheint mir interessant, was so ein "doofer Zeitungsbericht" alles auslösen kann.
    Wo sind die Imker aus dem Burgenland, welche über die tatsächlichen Völkerverluste und die Zusammenhänge damit bescheid wissen?


    Wenn ich mir das durchlese, so könnte das Schadbild der Varroa nicht treffender beschrieben sein.


    Reinvasion:
    schließe ich aus, auch wenn ein paar Imker schlecht behandelt haben sollten, vernichtet das nicht flächendeckend die Völker.


    Maisbeize:
    schließe ich aus, denn da wäre im Frühjahr zumindest auch ein gewisser Teil von Völkerzusammenbrüchen feststellbar gewesen. Ob der Maisanbau in diesem Gebiet flächendecken ist, weiß ich nicht.


    Behandlungsfehler bei der Varroabekämpfung:
    schließe ich keinesfalls aus, sondern ich bin sogar felsenfest davon überzeugt. Weiters bin ich überzeugt, dass eine Vielzahl der betroffenen Imker im Spätsommer und Herbst mittels Blockbehandlung (Schwammtuch oder OS) behandelt haben. Viele Imker unterschätzen, dass die OS-Behandlung überhaupt nicht, und die Schwammtuchbehandlung nur sehr bedingt in die Brut wirkt. Daraus ergibt sich ein Rythmus der Milbenpopulation.


    Angenommen ein Imker führt eine Schwammtuchbehandlung durch, dann behaupte ich mal, dass alle aufsitzenden Milben getötet worden sind. In den nächsten 12 Tagen schlüpfen jeden Tag Jungbienen und auch eine Menge Varroamilben, die froh und munter weiterleben und nach angenommen 2 Tagen wieder in die Zellen eindringen um sich zu vermehren. Wenn dann der Imker nach 14 Tagen (12 Tage Verdeckelung + 2 Tage Reifungsfraß) die Varroadiagnose durchführt oder eine erneute Blockbehandlung durchführt, was sollte er da feststellen, oder welche Milben sollte er da treffen? Die Milben sind alle in der Brut. Wenn auch aufgrund des Wetters ein solch schlechter Zyklus zusammen braut (der Imker wird ja nicht behandeln, wenn es ein richtiges Sauwetter hat), könnte es schon zu Völkerzusammenbrüchen kommen.


    Ich bin daher ein Gegner von Blockbehandlungen und kann nur jedem Imker mein angewandtes Konzept empfehlen:


    Unmittelbar nach der Honigernte (bei mir ca 20.Juli) eine Langzeitbehandlung mit AS mit ca 100 ml, im Herbst etwa um den 20. September herum (wegen der Reinvasion nicht wesentlich früher oder auch nicht später) eine 2. Langzeitbehandlung. Mein Favorit ist der Nassenheider Horizontalverdunster, der ist sehr Wetterunabhängig und es lässt sich die Verdunstungsmenge gut kontrollieren. Bei diesem Konzept, wo sollte da eine Reinvasion Schaden anrichten. Da schlüpft immer eine ausrecheinde Zahl von gesunden Jungbienen.


    Im Dezember, kurz vor Weihnachten führe ich eine Restentmilbung durch OS-Träufeln durch.


    Ich kann versichern, dass ich noch nie in meiner Imkerzeit einen Völkerzusammenbruch durch Varroa hatte.


    In einem Beitrag wird angezweifelt, dass ein Völkerverlust von 10% unrealistisch sei. Ich kann jedem Imker garantieren, wenn er folgende Punkte einhält, dann liegt der Durchschnitt der Völkerverluste unter 10 % (ich hatte die letzten Jahre bei der Überwinterung teilweise überhaupt keine Verluste, der höchste Verlust war 2 von 27):


    1. Einwinterungsstärke; mind. 5000 Bienen
    2. Notwendige Futterversorgung
    3. Gesunde Bienen (Varroabehandlung)
    4. Junge Bienenkönigin
    5. Junger Wabenbau


    Wenn man quer durch die Foren schaut, da wird oftmals angepriesen mit 14 kg Apiinvert einzufüttern und das solls dann gewesen sein. Nach dem heurigen Herbst, wo viel Futter verbraucht worden ist, wird es im Frühjahr das nächste große Jammern geben, soviel zur nötigen Futterversorgung.



    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Honigmaul,


    ganz schön widersprüchlich , Dein Beitrag...


    ...Weiters bin ich überzeugt, dass eine Vielzahl der betroffenen Imker im Spätsommer und Herbst mittels Blockbehandlung (Schwammtuch oder OS) behandelt haben. Viele Imker unterschätzen, dass die OS-Behandlung überhaupt nicht, und die Schwammtuchbehandlung nur sehr bedingt in die Brut wirkt.



    Du hälst "die Imker" wohl für ziemlich dumm.
    Ich kenne keinen, der nicht weiß, daß OS nicht in die Zellen wirkt.
    Deshalb wird ja Blockbehandlung gemacht, gegen die Du hier so wetterst.


    Zitat

    Ich bin daher ein Gegner von Blockbehandlungen und kann nur jedem Imker mein angewandtes Konzept empfehlen:
    Unmittelbar nach der Honigernte (bei mir ca 20.Juli) eine Langzeitbehandlung mit AS mit ca 100 ml, im Herbst etwa um den 20. September herum (wegen der Reinvasion nicht wesentlich früher oder auch nicht später) eine 2. Langzeitbehandlung.



    Ich sehe keinen großen Wirkunterschied, ob Langzeit- oder Blockbehandlung.
    Langzeit ist die eine wirksame Methode, Block die Andere.
    Da muß man garnichts gegeneinander ausspielen.


    Zitat

    Ich kann versichern, dass ich noch nie in meiner Imkerzeit einen Völkerzusammenbruch durch Varroa hatte.


    Da kann ich nur ehrfürchtig staunen...:daumen:


    Zitat

    In einem Beitrag wird angezweifelt, dass ein Völkerverlust von 10% unrealistisch sei. Ich kann jedem Imker garantieren...


    Und Du bist noch kein Millionär? :cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Honigmauls Methode wende ich an, seit es den Nassen gibt.


    Seit es den Horizontalen gibt, eben mit diesem.


    %mäßig, je nach feeling, wir in Bayern dürfen ja auch, weil Notstand.


    Kein Geheimnis.


    Einer, der dasselbe schon seit mind über 10 Jahren macht, mit 25 Völkern Totalverlust.


    Keine Magazinwechsel, keine Standortwechsel, keine Anwendungswechsel, keine Rassewechsel usw. alles gemacht, wie bisher.




    Wies bei mir selbst aussieht, sag ich auch ganz ehrlich: Ich weiß es nicht!


    Bin nach dem Sturm alle Standorte abgefahren! Kein Sturmschaden.


    Ein paar hab ich spontan kontrolliert, da war noch Leben drin.


    Bei einem Stand, 8 Völker flogen vor 3 wochen noch alle, also, was soll ich schauen.


    Ich warte auf den "Aufräumtag".


    Natürlich sind schon einige vor der 2. Behandlung ins Nirvana durch Weisellosigkeit/Drohnenbrütigkeit und auch Varroose/leere Kisten.


    Der Abfall war aber auch beim 2. mal nicht dramatisch.




    Auffällig ist: Dass die Ausfälle von Ort zu Ort so unterschiedlich sind.


    Das würde dann bedeuten: Dass es Ortschaften gibt, wo es nur Schluderer gibt und Ortschaften wo nur behandlungsfähige Imker wohnen.



    Ich glaub nicht mehr ans Christkind, bei aller Liebe.


    Gruß Simmerl