Überwinterung im Keller

  • Hallo allerseits,
    ich hatte gestern mit einem Bekannten eine Diskussion zur Überwinterung von kleinen Völkern. Ich war dann mit meinem Latein am Ende, deswegen suche ich jetzt Rat in großer Runde. Also: wenn man ein schwaches Volk unbedingt überwintern will, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses die nötige Wärme entwickeln kann gering. Warum stellt man dieses Volk nicht in einen kühlen Keller? Die Bienen müssten dann doch viel weniger Wärme entwickeln, und könnten so das Frühjahr erleben. Ich habe noch nie gehört, dass dies jemand macht. Die Frage ist nur, warum? Wie würde sich denn ein Volk unter solchen Bedingungen entwickeln. Was spricht eigentlich dagegen, außer, dass Flugbetrieb nicht möglich ist? meines Wissens braucht ein Volk doch nicht zwingend eine Frostperiode - die Existiert in südlichen Ländern doch auch nicht.
    Ich fand die Überlegung zumindestens spannend und würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.:u_idea_bulb02:


    Liebe Grüße
    Jens

  • Hallo,


    gibt einige Imker die ihre Bienen in Kühlhäusern überwintern. ICh denke weniger die Themperatur als die Themperaturschwankungen machen den Bienen zu schaffen.


    MFG Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Ich denke nicht allein die Temperaturen entscheiden sondern auch die Tageslänge ist maßgeblich für das Geschehen im Bienenstock.
    Drum sind Keller oder Kühlhäuser wohl wegen der fehlenden Tageslichtsteuerung eher schlecht für eine Überinterung geeignet.


    LG
    Andreas

  • Hallo allerseits,
    ich hatte gestern mit einem Bekannten eine Diskussion zur Überwinterung von kleinen Völkern. Ich war dann mit meinem Latein am Ende, deswegen suche ich jetzt Rat in großer Runde. Also: wenn man ein schwaches Volk unbedingt überwintern will, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses die nötige Wärme entwickeln kann gering. Warum stellt man dieses Volk nicht in einen kühlen Keller? Die Bienen müssten dann doch viel weniger Wärme entwickeln, und könnten so das Frühjahr erleben. Ich habe noch nie gehört, dass dies jemand macht. Die Frage ist nur, warum? Wie würde sich denn ein Volk unter solchen Bedingungen entwickeln. Was spricht eigentlich dagegen, außer, dass Flugbetrieb nicht möglich ist? meines Wissens braucht ein Volk doch nicht zwingend eine Frostperiode - die Existiert in südlichen Ländern doch auch nicht.
    Ich fand die Überlegung zumindestens spannend und würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann.:u_idea_bulb02:


    Liebe Grüße
    Jens


    Die Frage ist zumindest gut.....könnte ein interessantes Thema werden, bin mal gespannt was unsere Fachleute dazu sagen.


    Gruß
    WIlhelm

    ** nur selbst rudern macht dicke Arme ** ** begin every day with a smile **

  • Ich erinnere mich schwach, irgendwo gelesen zu haben, daß früher (was weiß ich wieviel 100+x Jahren) die Bienen in Erdmieten oder Kellern eingewintert wurden.
    So gesehen ist die Idee gar nicht so neu.
    Vom Hörensagenlesen weiß ich, daß man sogar kleine Begattungsvölkchen mit Reservekö's im Haus, mit Flugloch nach draußen, überwintern kann (Wahrscheinlich nicht überm Heizkörper:wink:)


    Ich würde aber trotzdem lieber 2 Schwache zu einem Überwinterungsfähigen vereinigen.


    Viele Grüsse
    Günter

  • Es gibt Stadtimker die halten ihre Bienen ganzjährig im Keller. Kellerfenster auf und los geht die Gaudi... Ob das aber artgerecht ist, so ganz ohne Sonne?

    Lobbyisten raus aus Bieneninstituten

  • Habe ich noch nie gemacht, ich habe aber auch keinen kuehlen Keller. Ich haette Sorge davor dass die Temperatur und Tageslaenge (durch Fenster einfallendes Licht) dann doch mal den Ausflug triggert und die mir dann alle verzweifelt da rumfliegen, gegen das Fenster prallen und so das Restvolk im Kasten ausduennt bis es dahingeht.


    Dann wuerde ich schwache Voelker wirklich eher einem starken aufsetzen, dann bekommt die Wintertraube Waerme von unten - meinethalber mit Absperrgitter darunter.


    Meines Erachtens ist es weniger die Temperatur - es ist der einfach normale Bienenverlust im Winter, der schwach eingewinterte Voelker soweit ausduennt dass der Rest dann nicht mehr ausreichend anheizen kann und womoeglich auch nicht mobil genug mehr fuer das Verlagern der Wintertraube ist.
    Und diesen Verlust hat man einfach immer in der Brutpause des Winters - da hilft auch ein Keller wenig.


    Schoenes WE


    Melanie

  • Danke für die ganzen Hinweise. Ich denke mal, dass das Flugloch nur Bienendicht gemacht werden müsste. Das Problem mit dem Wasser sehe ich auch. Ich würde das gerne mal probieren, habe aber nach Ausfall im Spätherbst nur noch ein Volk - also kaum Raum für Experimente. Vielleicht irgendwann... Was machen die Bienen eigentlich in Ländern ohne echten Winter. Da dürfte sich doch dann ger keine Wintertraube einstellen. Klar hat man dann auch permanenten Flugbetrieb und so. Hat das eigentlich einfluss auf die Lebensdauer? Ich fürchte mal, dass das Thema grenzenlos werden kann.


    Vorweihnachtliche Grüße
    Jens http://www.imkerforum.de/images/smilies/icon_cool.gif

  • Hallo,
    ich habe im Winter 09/10 zwei Apideas versucht zu Überwintern (Futtertrog raus und noch zwei Miniwaben rein)
    Die zwei mini Völker standen auf meinem Fensterbrett. Problem war nur das die Völker um sich warm zu halten bis Weinachten alle Futtervorräte aufgebraucht hatten.. und ich bei einem zu spät und dei dem anderen gerade rechtzeitig mitbekommen hatte..
    ein Volk war verhungert das andere Verklammert (dies habe ich aber noch retten können) und dann folgte aller drei-vier Tagen eine Fütterung mit einem Esslöffel Honig) Die Kälte war nie ein Problem nur die erhöhte Futtermenge.
    Das Volk hat es geschaft und wurde im März einem Weisellosem Volk zugesetzt.. weitere Entwicklung verlief normal (nicht besser nicht schlechter als der Stand Durchschnitt.

    cheers Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.

  • Hallo Thomas!


    Und ich dachte mir immer, mit Apideas ist man nicht gut beraten, ohne irgend eine zusetzliche Isolierung (Bruder Adam stellte ja seine Reservevölkchen in eine größere Beute o.ä.) draußen zu überwintern! Irre ich mich, oder gibt es denn nicht eh solche "Erweiterungszärgchen" für die Apidea? Das könnte vlt. dann für den ganzen Winter reichen, wenn die obere Erweiterung voll mit Futter wäre? Hört sich irgendwie nach einer netten "Spielerei" an, aber ich selber hab noch ein paar Apideas herum stehen, von daher...? :lol: 
    Auf jeden Fall: danke für diese Anregung!

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide