Aktuelle Varrose / Winterausfallsituation

  • Habe exakt nach den ersten 3 Nachtfrösten (im Oktober) dann mitte November Oxuvar geträufelt und alle damals noch anwesenden Völker sind heute beim Sturmverzurren fröhlich am Brüten von mir vorgefunden worden. Und falls nun die übliche Lawine von wegen zu früh behandelt über mich losbricht....


    Also ist der Kalender für die Milbenbehandlungen Quatsch und nur die Temperatur und das Wetter zählt noch.


    Ein "zu früh" gibt es nicht. Behandelt wird, wenn die Völker brutfrei sind. Nur das zählt. Und dann auch nur einmal, weil das völlig ausreichend ist. Dein zweimaliges OS-träufeln kann die Lebenszeit deiner Winterbienen verkürzen. Die lange Lebenszeit der Winterbienen aber ist entscheidend, wie stark die Völker auswintern.


    Und wie schon öfters geschrieben: Wenn die Bienen jetzt noch leben, liegt das nicht an der OS-Winterbehandlung sondern an der effektiven Sommerbehandlung. Der einzige Zweck der Winterbehandlung ist, daß es die Völker im kommenden Jahr gesund bis zur Sommerbehandlung schaffen.


    @Cyberdrohn
    Tut mir leid um deine Völker. Halt uns auf dem Laufenden, wenn du näheres über die Todesumstände weißt.


    Viele Grüsse
    Günter

  • Ich habe eine ähnliche Umfrage bei biobees gestartet. Mit weniger Beteiligung. Aber zum Vergleich:


  • ...deine Verluste...


    Bis jetzt habe ich keine Verluste und ich bin vorsichtig optimistisch, alle wohlbehalten über "den Winter" zu bekommen. Auch bei uns sind die Temperaturen fast täglich über 10 Grad Celsius und die Bienen sind durchgehend geflogen, auch bei Regen - zumindest in den Mittagsstunden. Nur drei-vier Tage am Stück sind sie nicht geflogen. Von Winter ist hier am Niederrhein überhaupt nichts zu spüren gewesen. Meine einzige Sorge ist daher der Futterstand, da die Bienen so aktiv sind und noch nicht viel zu holen ist. Haselnuß und Weiden blühen, ein paar Rosen.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen, grauen guten Morgen :)


    Was mir auffällt ist mal wieder das keiner den Totalausfall gemeldet hat, obwohl die Umfrage anonym ist :(
    Sogar bei mir in der näheren Umgebung kenne ich schon 2 die keine Bienen mehr haben.
    Diese Imker wissen es doch jetzt schon wenn nichts mehr da ist. :roll:

  • Was mir auffällt ist mal wieder das keiner den Totalausfall gemeldet hat, obwohl die Umfrage anonym ist :(


    Weil es als Schandfleck gilt, viele Bienen verloren zu haben. Tübich deudch! Anderswo rechnet man Cheitern als gewonnene wertvolle Erfahrung, hier als lebenslangen Unfähigkeitsbeweis.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das mit der Räuberei hab ich mir gestern erst gedacht... bei einem meiner stärksten Völker war gestern ein Flugbetrieb, dass ich dachte die finden irgendwo was...
    ...sollte ich bei den schwächeren das Flugloch verkleinern? Ich hab Mäusegitter davor, bei voller Breite offen,


    fragt sich Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Wenn den Nachbarn gerade Völker an der Varroa eingehen ist viel zu holen.. Futter, Milben...


    Bei den Nachbarn brechen keine Völker zusammen. Die Bienen fliegen durchgehend seit dem Sommer so. So viele Völker können gar nicht zusammenbrechen. Im Moment schleppen sie hauptsächlich Wasser heran. Ich sehe sie auf dem Moos, an Pfützen und anderen Wasserstellen tanken.


    Gruß
    Bernhard

  • Wenn bei euch schon die Weiden blühen , ist ja alles komplett durcheinander . Wat soll dat denn noch werden ?
    Hier oben ist es ja auch viel zu mild . Doch die Natur " spielt scheinbar noch nicht so verrückt ".


    Gruß hannes

  • Was mir auffällt ist mal wieder das keiner den Totalausfall gemeldet hat, obwohl die Umfrage anonym ist :(


    Keiner stimmt ja nicht - siehe Umfrage: 12 Leute.
    Auch ich habe pflichtschuldig den meinigen gemeldet (#196). :-(


    Erklären kann ich es mir nicht, es waren diesjährige (!) Schwärme. Am FR kommt (hoffentlich) ein erfahrener Imker und schaut sich mit mir die "Leichenhalle" an, vielleicht weiß ich dann mehr.


    Unser Verein hatte letztes Jahr die Patenschaft für eine Figurenbeute übernommen und diese mit einem Schwarm besiedelt, auch dieses Volk ist bereits tot. :-(


    Traurige Grüße,
    Dennis

  • Das letzte Jahr war in vielerlei Hinsicht ein besonderes. Die Völker sind nach knackig kaltem, frühem Winter in ein für die Bienen optimales Frühjahr sehr stark gestartet.
    Es gab ein Überangebot an Nektar und Pollen, eine Blütenhonigernte wie selten. BIs zum Juli waren die Völker in unglaublich vitalem Zustand und sehen dadurch überaus gesund aus. Dann kam im späten Juli und August die Kälte und der Regen, was eine wirksame Behandlung behinderte. Der geringe Milbenabfall hat einige etwas zu sorglos in den Herbst gehen lassen, denn dann kam dieser mit großer Wärme und wieder stark brütenden Völkern. So konnte sich die Varroa optimal vermehren und in manchen Fällen auch Viren in die Völker tragen. Mit den kürzer werden Tagen und dem Abgang der Sommerbienen, kommt dann das eigentliche Schadbild erbarmungslos zum tragen. Das sind dann die frühen Verluste, bei denen der Imker in leere Beuten schaut.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance