Wachs auskochen mit Waschkessel und Knüppelwachspresse

  • Was ist mit Faulbrut?


    Ja was?
    Wenn man ohne Befund, nur aus Vorsicht, das Wachs dafür nicht verwenden dürfte,
    dann könnte man ja gleich all sein Wachs entsorgen.


    Was machen denn die mit eigenem Wachskreislauf?


    Das wäre für mich kein Argument.


    Ich finde die Idee an und für sich klasse!
    Aber es sind ja Meinungen von Profis gefragt. Ich bin auch gespannt.


    Gruß Doro

  • eigener kreislauf bedeutet nicht zwandsweise eigene Mittelwandherstellung. Stichwort umarbeiten lassen.


    Ansonsten kann und muss der Eigenwachsgießer seine Faulbrutsituation selbst beurteilen ...


    (zu den Profis zähl ich mich übrigens nicht ;-)


  • Hallo Doro,
    Jörg schreibt oben nicht von Wachs, sondern von Wachspampe= Wachs plus Häutchen plus Honig/Zucker Gemisch.
    Es ist ein Unterschied, ob Sporen im Wachs sind oder im Futter.
    Und das auf den Beuten außen und innen verteilt.
    Spannend auch die Überlegung, was da am Bienenstand los ist, wenn die so frisch behandelten Beuten in einer Trachtarmen Zeit da rumstehen.
    Gruß Hubert

  • Hallo Ihr Lieben,


    aaaalso Faulbrut züchte ich gar nicht! Hubert wie kommst Du darauf?


    Im Ernst: Natürlich entsorge und schmelze ich die alten Waben ja nicht nur zu meinem persönlichen Vergnügen ein, sondern um auch solche Sachen wie Faulbrut o.ä. zu vermeiden usw. Und natürlich lasse ich meine Völker mindestens jährlich untersuchen! Und natürlich wasche ich die Kisten ab und natürlich stehen bei mir niemals irgendwelche Kisten sinnlos am Bienenstand herum, weder in der trachtarmen Zeit oder sonstwann. Der Hinweis mit der Wachspampe sollte die Arbeitsbedingungen verdeutlichen und nix Schlimmes andeuten...


    Gruß Jörg, der erst noch ein paar Böden bauen muß, bevor die Matscherei losgehen kann

  • Gesehen habe ich, dass Imker ihre Beuten in siedend heißem Wachs "kochen".
    Dabei verdampft das Wasser im Holz und das Wachs zieht tief ein. Die nahmen allerdings ein industriell hergestelltes Wachs und kein bienenwachs.


    Bei der Pampe hätte ich Bedenken. Da ist ja noch Wasser drin und Zucker und ...
    Ich hätte die Befürchtung, dass Wasser und Zucker quasi durch Wachs eingeschlossen werden und unter ungünstigen Bedingungen der Schimmel sein übles Spiel spielt.


    MfG André

  • hat das schon jemand geschrieben? irgendwo hier war mal ein Link zu einem Vidoe, wo ein Imker neue Holz-Beuten frittiert hat. soweit ich mich erinnere war das eine Mischung aus Bienenwachs und Paraffin, das ganze bei 150°.
    Die Hitze kam von einem Gasbrenner oder Hockerkocher oder sowas ...
    leider in Englisch .


    Der Gedanke, dass dabei das im Holz enthaltene Wasser verschwindet ist interessant. ich frage mich, wieviel das ist und wie sich das auswirkt. trockenes Holz hat so ca. 10-12 % Restfeuchte. soweit ich weiss "arbeitet" das Holz durch veränderung der Holzfeuchte (Stichwort Trockenrisse).


    Dieser Vorgang würde dann ja unterbunden, weil das Wasser überwiegend durch Wachs ersetzt würde. Das Holz bliebe also Maßhaltig (unabhängig der Witterungseinflüsse) und die Verbindungen würden m.M. nach dann auch deutlich länger halten.


    Wäre jetzt noch interessant, wie sich die UV STrahlung auf Dauer auswirkt, aber ich denke das macht nicht viel aus (STichwort konstruktiver Holzschutz: da geht es in erster Linie immer um die feuchtigkeit und möglichst schnelle Abtrocknung - nie Staunässe!)


    LGF

  • ...irgendwo hier war mal ein Link zu einem Vidoe, wo ein Imker neue Holz-Beuten frittiert hat. soweit ich mich erinnere war das eine Mischung aus Bienenwachs und Paraffin, das ganze bei 150°.
    Die Hitze kam von einem Gasbrenner oder Hockerkocher oder sowas ...
    leider in Englisch ...


    voilá! http://www.youtube.com/watch?v=oWHiHv3C4Vk


    Ich möchte aber kein Paraffin in meinen Kisten, sondern Eigenwachs! Außerdem bin ich nicht lebensmüde...


    Gruß Jörg

  • ja genau, das war es!
    das gäb ein schönen Wumms wenn da was schief geht .... da hilft der Spielzeugfeuerlöscher daneben auch nix mehr ... aber eigentlich ist das hier schon wieder OffT


    LGF

  • Hallo Clemens, habe eben Deinen Beitrag gefunden und auch gleich bei Graze nach dem Presstuch gesucht. Leider gibt es das dort nicht mehr. Kannst Du beschreiben, was das für ein Material ist? Super Tipp mit der Knüppelpresse! Vielen Dank. Alexander

  • Graze hatte das mal als Wachspresstuch für Hochdruckpressen verkauft. Habe schon häufiger etwas nicht mehr online bei Graze gesehen aber nach einem Anruf war es dann doch lieferbar, vielleicht nochmal direkt nachfragen.


    Vom Material ist es eine Art Gewebe aus ca. 1-2mm breiten Plastikstreifen. Mich erinnert es an Plastik-Kartoffelsäcke oder so was wie das hier: https://www.esska.de/esska_de_…-weiss-9061913-15470.html es muss etwas Druck aushalten können, sollte hitzebeständig sein - man kippt ja kochendes Wasser rein - und lebensmitteltauglich. Ich weiß nicht, ob das die oben verlinkten Säcke sind, aber so was in der Art war es. Das Gewebe ist in sich verschiebbar, d.h. die Streifen waren nicht verbunden, da kann überall Wachs/Wasser durch. Hier noch ein Foto: https://static.landlive.de/med…/03/27/800x0-FXOpjG4k.jpg

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