Verwirrung um Magazinbeuten


  • ja, da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht! Die Baupläne der ARGE gehören veröffentlicht! Unter einer freien Lizenz.
    Ralph


    Hallöchen,
    auf dieser Seite sind sie, im öffentlichen Bereich. So etwa in der Mitte. Drunter sind die Bauanleitungen für zwei Böden.
    http://magazinimker.de/buecher/buecher.html
    LS sind nur vier Bretter zusammengeschraubt. Einfacher gehts nicht.
    Und nun quält die Kreissäge.

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Hallo Peter!

    Zitat

    und jeder Imker ist sein eigener Erfinder. Gerade letzteres ist in der Deutschen Imkerei ein Heiligtum.

    Es ist ein alter Spruch: Wenn zwei Imker dieselbe Meinung haben, dann hat einer Keine Ahnung. Daraus ist zu folgern: Wenn zwei Imker dieselbe Beute haben, dann hat einer keine Ahnung. Die Konsequenz: Wer noch keine Beute erfunden hat ist kein richtiger Imker.


    Was soll die Normung, eine Dadantbeute hat 12 Rähmchen und keine 10. Nur bei den Langstrotlern und in den bayrischen Alpen gibt es so etwas, weil die glauben, dass in größeren Beuten ihre Bienen erfrieren.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Was soll die Normung, eine Dadantbeute hat 12 Rähmchen und keine 10. Nur bei den Langstrotlern und in den bayrischen Alpen gibt es so etwas, weil die glauben, dass in größeren Beuten ihre Bienen erfrieren.


    Remstalimker


    Hab' ich da gerade die Ironie-Tags, übersehen du großer 1,5 Zandererfinder?


    LGR

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Hallöchen,
    auf dieser Seite sind sie, im öffentlichen Bereich. So etwa in der Mitte. Drunter sind die Bauanleitungen für zwei Böden.


    Das ist nur die Anleitung für LS, da steht ja auch



    Mitglieder erhalten nach Anfrage einen Bauplan mit allen mometanen Bauteilen des kompatiblen Beutensystem`s Langstroth,10er mod.Dadant und komp.Zander.


    Klar, löblich! Aber ich denke - wie Ralph auch sagt - dass man die Ziele des Vereins eher mit zugänglichem Material und offener Dokumentation als mit Mitgliederköderung verfolgen könnte.

  • Naja, das ist ja der Grund, warum die entwickelt wurde. Wie du ja auch schreibst, hält sich die praktische Relevanz aber in Grenzen, außer ich möchte Umsteigen. Aber kaufe ich mir dann für meine alten Rähmchen "Umsteigemagazine" -- die neuen brauche ich ja dann auch noch?? Weiß nicht. Hört sich erst mal interessant an, aber ob die Verwirrung dann weniger wird? Im Prinzip ist es ja wieder eine neue Beute mehr ...


    Es ist eben nicht eine Beute mehr. Es ist lediglich eine Zarge mehr. Und selbst die unterscheidet sich nur um 2mm von der hohenheimer Zarge. Dafür hat man aber gleich drei Systeme kompatibel. Deckel/Boden sind dann bei LS/Zander und Dadant identisch, und die Rähmchen sind auch die alt-eingesessenen.

    Zitat


    Dann sollte man lieber ein bestehendes Magazin standardisieren


    Das wurde ja auch gemacht. Nur wurde nicht der deutsche "Standard" (der offensichtlich garnicht existiert, wie ich in diesem Thread gelernt habe) als Basis verwendet, sondern der weltweit verwendete Standard LS, bei dem weit weniger Chaos besteht. Ich halte diese Entscheidung für vernünftig.

    Zitat

    Auch sind die genauen Bauanleitungen nicht im Netz, sondern ausverkauft oder nur als Buch bestellbar. Ich denke der Open-Source-Gedanke hat gezeigt, dass man mit Offenheit mehr erreichen kann als einer DIN-Standardisierung. Die Hohenheimer sind doch da ein gutes Beispiel: Bauplan offen im Netz als "Quasistandard" hat vielleicht mehr zur Verbreitung beigetragen als viele andere Aktionen.


    Vollste Zustimmung. Standards sollten uneingeschränkt offen liegen, sonst kann man sie sich auch schenken.

  • Hallöchen,
    auf dieser Seite sind sie, im öffentlichen Bereich. So etwa in der Mitte. Drunter sind die Bauanleitungen für zwei Böden.
    http://magazinimker.de/buecher/buecher.html
    LS sind nur vier Bretter zusammengeschraubt. Einfacher gehts nicht.
    Und nun quält die Kreissäge.


    Na, da war ich wohl viele Monate des Findens nicht mehr mächtig (jedenfalls was die Böden betrifft)! :lol:
    Trotzdem sollten die Zargen dann auch so gut bemaßt veröffentlicht werden. Das die Erstellung der Zeichnungen nicht wenig Arbeit ist, ist mir klar, aber ich glaube da gibts schon einige Konstruktionszeichnungsmächtige, die das bei entsprechendem ok für die Allgemeinheit umsetzen würden?


    rst

  • Das die Erstellung der Zeichnungen nicht wenig Arbeit ist, ist mir klar, aber ich glaube da gibts schon einige Konstruktionszeichnungsmächtige, die das bei entsprechendem ok für die Allgemeinheit umsetzen würden?


    Ja, da gibt es auch schöne Software. Grundlage für die Skizze des Herold-Gitterbodens http://www.imkerei-gruber.de/h…agazin_imkerei-gruber.pdf war ein 3d-Modell http://www.imkerei-gruber.de/h…agazin_imkerei-gruber.skp, das mit Google Sketchup erstellt wurde. http://sketchup.google.com/intl/de/


    Ich dachte zuerst, die Modell-Erstellung ist etwas overkill für eine Bauzeichnung. Das schöne ist aber, dass du dann von jeder beliebigen Seite und Sichtposition eine Ansicht erstellen kannst. Die Bemaßung kann im Groben auch durch einfaches drag'n'drop erstellt werden (und passt sich bei Änderungen dynamisch an!) und man sieht beim virtuellen Zusammenbauen auch, ob die Einzelteile zusammenpassen wie sie sollen.


    Als Schmankerl kann man dann auch mehrere Teile aufeinandersetzen und etwa schauen, ob ein Absperrgitter auch ohne Rahmen dazwischenpasst und in einer Schnittzeichnung nach dem bee space schauen ...

  • Zitat

    Hab' ich da gerade die Ironie-Tags, übersehen du großer 1,5 Zandererfinder?


    Hallo Reiner,
    ich dachte nicht, dass du diese blöden Köpfchen brauchst, um Ironie zu verstehen. Ironie war das eigentlich nicht, eher ein Spaß. Ich möchte auch nicht, dass euch die Zehnerbeuten genommen werden. Meine Nachwuchsimkerei hat auch nicht auf mich gehört und umgenormt 10er-Beuten in Hohenheimer Bauweise. Jetzt sind die Bruträume zu klein und man muss teilweise mit einem Honigraum überwintern. Wer eine Kreissäge besitzt, hat keine Probleme. Bleibt festzustellen: Im Land der Denker und Bastler ist eine Normung sinnlos, weil jeder ständig neu erfinden muss.


    Es ist jetzt gerade Winter und ich bin auch am Umnormen. Durch einen Versuch habe ich auf einmal 50 Honigräume Halbzander auf Dadantbruträumen. Ob mich das ärgert, weiß ich noch nicht. Schon seit Jahren diskurieren wir (so sagt man wohl in Bayern), ob wir nicht die Bruträume vertikal teilen sollen. Arbeitet man ohne Falz, ist das nicht einfach, man muss die beiden Hälften zusammenspannen. Im Bienenjournal hat einer dies mit Styroporbeuten erfunden und schon patentieren lassen.
    Das Problem ist, dass entsprechende Beschläge teurer als eine Beute neue Zarge sind. Der nordische Erfinder weiß allerdings noch nicht, dass seit einiger Zeit die empfohlenen Hartfaserplatten in kurzer Zeit von Bienen zernagt werden. S'isch au nemme des. Vielleicht weiß einer der Forumserfinder, wie man das billigst zusammenspannen kann. Holz ist da eh problematisch. In der Buck-Südversammlung hat vor zwei Jahren das einer vorgeführt. Inzwischen sind da wohl Probleme aufgetreten.


    Zum Schluss, ich bin auch der Erfinder des Doppelzanderbrutraumes. Eigentlich toll für viele hier, welche Imkern aber keinen Honig wollen. Dieses Volk musste nie gefüttert werden, hat aber im Traumjahr 1995 nur 30 kg gebracht, allerdings man konnte noch nach zwei Jahren aus dem Brutraum Tannenhonig essen oder klauen oder so.


    Gruß
    Herbert


    Hier die nicht verwendeten Ironieköpfchen: :wink::wink::wink::wink::wink::wink::wink:

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Herbert,


    ich kenne deine feine Ironie vielleicht schon, aber manch anderer Neuling vielleicht (noch) nicht. Der Satz allerdings


    Zitat

    Bleibt festzustellen: Im Land der Denker und Bastler ist eine Normung sinnlos, weil jeder ständig neu erfinden muss.

    ist echt Klassse!


    LGR

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.


  • Das Problem ist, dass entsprechende Beschläge teurer als eine Beute neue Zarge sind. Der nordische Erfinder weiß allerdings noch nicht, dass seit einiger Zeit die empfohlenen Hartfaserplatten in kurzer Zeit von Bienen zernagt werden. S'isch au nemme des. Vielleicht weiß einer der Forumserfinder, wie man das billigst zusammenspannen kann. Holz ist da eh problematisch. In der Buck-Südversammlung hat vor zwei Jahren das einer vorgeführt. Inzwischen sind da wohl Probleme aufgetreten.


    Hab' mir das auch schon gedacht, also ich die Fotos in Petrauschs Buch gesehen habe. Fürs Honigmagazin mag's vielleicht noch gehen. Bom Aufbau und der Beschichtung wären Beton-Schalungsplatten vielleicht geeignet, die wird es aber nicht so dpnn geben. Wir haben für den Varroa-Schieber 3-4 mm dicke Plasikplatten, die könnten gehen.




    Hier die nicht verwendeten Ironieköpfchen: :wink::wink::wink::wink::wink::wink::wink:


    Die Gelten übrigens auch fürs "Patent" von Petrausch!