Oxalsäure + .......?

  • Ahoi,
    wer kennt und/oder hat Erfahrung mit einem Gemisch aus der bekannten OX.säure/zuckermischung+Wintergrünöl+Alkohol+ Zitronensäure?
    Grüße,
    Uli

  • @ uli ,
     
     
    "wer kennt und/oder hat Erfahrung mit einem Gemisch aus der bekannten OX.säure/zuckermischung+Wintergrünöl+Alkohol+ Zitronensäure? "- habe ich schon mal ,mit nem halben Ohr gehört, von irgendwelchen Spinnern . Die hatten bei der Mischung aber noch einen gewissen Anteil Schwefelsäure vorgesehen, damit die Quälerei nicht so lange hingezogen wird.
    Denn , es gibt ja auch Leute mit Achtung vor der Kreatur.


    Gruß hannes

  • Tja, sofort die Spinnerschublade aufzumachen ist auch vorschnell aus der Hüfte geschossen.


    Der Mensch ist Bienensachverständiger und gibt Anfängerkurse (!)
    Zusammensetzung des Gemeinten (denke ich mal) hier


    Wintergrünöl

    Zitat

    .......kann in Verbindung mit einem in Österreich optimierten Wärmeumluftgerät als Varroabekämpfungsmittel eingesetzt werden......

    das stammt aus dem Bericht Hohenheim, S. 24. Rückstände findet man nicht.


    Sowohl Oxalsäure bringt die Bienen nicht um oder quält sie als auch nicht die Zuckerlösung oder die Zitronensäure - nicht mehr als das, was so landauf, landab an Behandlungen zugelassenerweise so in die Völker kommt, vor allen Dingen die Frequenzen sind da manchmal beachtlich.


    Das ist allerdings absolut nichts zugelassenes, das sollte klar sein, und gedacht ist es als Frühjahrsbehandlung! Hier fragt man sich allerdings, was Oxalsäure in einem nicht brutfreien Volk im Frühjahr zu suchen hat. Das wäre für mich nun das Hauptkriterieum hier einen großen Haken dran zu setzen.


    Grüße


    Marion


    uli : KEINE Erfahrungen. Alles Plagiate :cool:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Liebe Marion ,


    ich bekomme es jetzt nicht in die Reihe , Deine Meinung ,gegen meine ,hier korrekt hinzustellen.Also rein userschreibmäßig gesehen . Mir fehlt eben noch der IT - Durchblick. Darüber bin ich aber nicht böse .


    "Das ist allerdings absolut nichts zugelassenes, " - schreibst Du . Und das ist natürlich der springende Punkt. Und wenn dieser Mensch Bienensachverständiger ist und Kurse gibt, dann gehen mir sofort die Schuhe auf . Wo sollen denn die ganzen Manschereien noch hinführen ?
    Leute ,, laßt die alle labern : In Meck. Pom. gibt es eine prima Variante mit der uns nicht bange wird für unsere Immen.


    Gruß hannes

  • Ist nix anderes als im Bienenwohl drin ist. Ich hab von einem Züchter Königinen gekauft, der das schon über Jahre anwendet und zwar zur Winterbeahndlung und zur KS Behandlung.


    OX und Zucker ist nix besonderes, das Öl soll zusätzlich wie beim Bienenwohl die Behandlung unterstützen und der Alkohol ist einfach dazu da, damit sich das Wasser und das Öl vermischen, ein Emulgator halt.
    Das Mischungsverhältnis muss allerdings genau passen.


    Und ob das "Zeug" die Bienen mehr oder weniger quält als z.B. As, wage ich nicht zu beurteilen, das können Andere besser.:wink:


    Ich persönlich finde nichts Verwerfliches daran.:roll:, ich hab irgend wo ein Rezept dazu aber noch nicht angewendet.

  • Guten Morgen Günther,


    so meinte ich es auch.


    Und hannes, so konträr hatte ich es eigentlich gar nicht formuliert. Nur ein wenig eingelenkt.
    Wenn es Bienenwohlanwender gibt, sind das dann auch Spinner?
    Und die Verdamper gleich mit.


    Zulassung in D ist eine Sache. Spinnertum eine vielleicht etwas andere.


    Schönen Tag


    wünscht


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Da bin ich nun doch etwas nachdenklich geworden .
    Hätte nicht vermutet das Bienenwohl so ein fuchsiges Zeug ist.
    Das Verdampfen scheint mir eine interessante zu sein.


    Gruß hannes

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hannes1 () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Was diese Mischung für einen besseren Effekt es haben soll frage ich mich .. zumal Zitronensäure und Öl in OX und Zucker gemischt, das steigtert bestimmt nicht den Reinigungstrieb der Bienen. Die OX ist in der Dosierung 3,5% ausreichend um die Varroa abzutöten.


    Da mus sich nicht noch ein Öl in die Mischung packen und noch eine zusätzliche Säurekomponente dazu. Zumal dann wieder die Rückstandsfrage aufschlagen wird (Öl = wachsgängig) usw.


    Naja man liest von allerhand Dingen ... die halt in Deutschland fast alle nicht zugelassen sind

  • Hallo,


    Deine angegebenen Zutaten lassen auf das Rezept nach Schrüfer schließen.
    Dieses wende ich seit letztem Jahr erfolgreich an. Das Rezept in leicht abgewandelter Form nennt sich Bienenwohl.
    Bei korrekter Einhaltung der Pflegemaßnahmen in Blockbehandlungsformen sind noch nicht einmal Rückstände nachweisbar.
    Typischerweise wird dieses Rezept von Imkern angewendet, die die Ameisensäure verdammen. Ameisensäure richtet bekanntlich Schäden an.
    Also ich werde meine Bienen weiterhin mit Oxalsäure und den anderen von Dir genannten Zutaten pflegen.
    Die Zitronensäure übrigens, wirkt gegen Wachsmotten. Der Anteil des Öls ist minimal. Die Zulassung als Ganzes (z.B. Bienenwohl) ist nicht zugelassen, da das Arzneimittelgesetz hier noch keine Ausnahmen zulässt. Wohl aber der Kauf aller Komponenten ist erlaubt, wobei Oxalsäure nur in bestimmten Bundesländern vertrieben werden darf.


    Hier das Rezept:


    • 84g Oxalsäure (Internet)
    • 1000g Wasser
    • 1000g Zucker
    • 79g Alkohol (Ethanol), mind. 80% (Apotheke)
    • 10g Zitronensäure (Drogerieartikel)
    • 1g bis 3g Wintergrünöl (Internet)


    Die Oxalsäure wird im warmen Wasser durch Rühren restlos aufgelöst. Kalkhaltiges Wasser ist durch destilliertes Wasser zu ersetzen. Anschließend den Zucker einrühren, bis die Lösung transparent ist. Danach den Alkohol, die Zitronensäure und das Wintergrünöl beimischen. 1ml bis 1,5ml pro Dadantwabe ist vollkommen ausreichend. Aufzuträufeln beisp. mit Hilfe einer Spritze (und angesetzter Tropfnadel).


    Blockbehandlungen bei 12er Dadant:


    • März bis April: 5*12ml im Abstand von 5 Tagen
    • Juni: 4*12ml im Abstand von 5 Tagen
    • August bis September: 5*12 bis 15ml im Abstand von 5 Tagen
    • Oktober: 5*12ml im Abstand von 5 Tagen
    • je nach Einschätzung im November oder Dezember 1*15ml


    Gruß

  • Moinsen.


    Wir reden hier von 285ml bis 300ml pro Jahr. Nach Untersuchungen ist zumindest die Oxalsäure, vielleicht sogar auch die anderen Zutaten, nicht mehr im Honig und Wachs nachweisbar.
    In meinen Augen wäre das Ei des Kolumbus in unserem Fall die gänzliche Vertreibung der Varroa von den Bienen.


    Wenn Du eine bessere Idee hast, nur zu. Bin gerne bereit neue Dinge anzunehmen. Es soll auch noch Knabberstreifen geben, sind mir aber ehrlich gesagt zu teuer.


    Gruß

  • Ich verstehe den Sinn nicht ganz übers Jahr verteilt Behandlungen mit derartigen Lösungen duruchzuführen. Ich kann meinen Bienen ja auch Globulis mit Ferrum phosphoricum geben :evil:


    Ich finde diese Methode schon sehr heftig, zumal in der Trachtzeit behandelt wird/werden soll. Wer weiss ob genau aus solchen Dingen die Varroa destructor auf OX - Behandlungen (normal ohne zusätzlich nicht zugelassenen Stoffe) mit Resistenzen reagiert.


    @honigsmordi


    es gibt genügend praktikable Möglichkeiten der Varroa herr zu werden. Da muss man nicht anfangen irgendwelche Dinge zu mischen, was zugegeben wie oben geschrieben nicht zugelassen und erforscht ist.


    Ich weiss auch dass einige "grenznahe Imker" noch immer Klartan organisieren und dies einsetzen.


    Da fragt man sich echt, warum die Varroa immer resistenter wird.


    Wir produzieren nach wie vor ein Lebensmittel, das es gilt so unbelastet wie möglich in den Verkehr zu bringen.

  • Wintergrünöl wurde in den 1960igern hierzulande gegen die Innenmilbe mit Erfolg angewandt, gegen den Willen der Folbex Hersteller und Verkäufer. Mancher Imker musste ne dicke Haut haben, aber Wintergrünöl war unschlagbar in Preis und Wirkung, zudem Rückstandsfrei. Seither ist die Innenmilbe kein Thema mehr.