Volk sehr schwach - kann es noch gerettet werden, z.B. durch Aufsetzen auf ein ander?

  • Hallo,


    ich hab gestern meine Bienen mit Oxalsäure behandelt. Dabei ist mir ein Volk aufgefallen das leider sehr schwach ist. Es hatte auch als einziges noch Brut. Ich denke, dass das Volk inzwischen zu schwach ist den Winter zu überleben.
    Die Frage ist, ob es jetzt noch eine Möglichkeit gibt das Volk zu retten? Ich habe z.B. daran gedacht, das Volk mit einem Absperrgitter getrennt einem starken Volk das auf zwei Zargen überwinter, aufzusetzen. Jedoch habe ich sowas um diese Jahreszeit noch nie gemacht. Hat jemand damit Erfahrung bzw. kann mir sagen ob sowas funktionieren kann? Momentan ist es bei uns noch recht warm, immer so um die 8 Grad.


    Viele Grüße,
    Stefan

  • Moin Stefan,
    was willst du mit dem Zusammemstellen erreichen?
    Es ist schon recht kühl und die Bienen sitzen schon in einer lockeren Traube.
    Sie machen also nur das Nötigste und werden sicherlich nicht nach oben laufen, denn was
    sollen sie dort tun? Das Zuasammenstellen bringt doch nur was wenn im Stock was los ist, da
    wird das schwache Volk mit Helferinnen verstärkt z.B. Wabenbau und Brutpflege etc..
    Ich würde das schwache Volk in Ruhe lassen. Wenn du Glück hast erholt es sich im Frühjahr, möglich ist es
    und dann kannst du es immer noch aufsetzen.Da es Brut hat und die anderen möglicherweise auch,
    frage ich mich was du jetzt mit der O-Säure träufelst, nächsten Monat um die selbe Zeit wäre sicherlich besser.


    schön Tach
    Bernd

    "Wenn Neider, Hasser dich umringen, dann denk an Götz von Berlichingen."

  • Die Völker sind bei uns schon brutfrei. Bis auf das eine eben. Auch die anderen Imker haben berichtet, dass ihrer Völker schon brutfrei sind.
    Bezwecken möchte ich, dass das schwache Volk von der Wärme des anderen Volk profitiert und daher nicht soviel heizen muss. Nachdem es bei uns momentan immer wieder warme Tage gibt hab ich auch die Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein paar Bienen das schwache Volk verstärken.


    Viele Grüße

  • Ich würde jetzt nichts mehr machen. Entweder schafft es das Volk alleine, oder nicht. Beim Aufsetzen wäre mir persönlich die Gefahr zu groß, daß beide Völker es nicht schaffen.
    Ein ähnliches Thema hatten wir übrigens schon vor ein, zwei Wochen, siehe Vereinigen.

  • Ich würde das Volk sich selbst überlassen, und unter keinen Umständen vereinigen. Wenn das Volk jetzt noch Burt hat deutet dies u.U. auf eine eröhten Varroabefall hin (Das Volk versucht durch Brut die abgegangenen Bienen zu ersetzen).


    Wenn Du das Volk mit einem starken Volk vereinigst riskierst du in dieser Jahreszeit eher, dass du hinterher beide Völker verlierst.
    An Deiner Stelle würde ich das schwache Volk sich selbst überlassen, oder wenn's gahrkeinen Sinn mehr hat abschwefeln, wobei dies wirklich die letze Möglichkeit ist.

  • Hallo Stefan


    jetzt ist die Frage wie schwach ist das Volk ? Bei 4-5 Wabengassen, hat es Überlebenschancen, wenn der Varroabefall nicht zu groß ist. Wenn das Volk noch kleiner ist, wird es kaum überleben. Da du die Bienen behandelt hast, wäre noch eine Notfalllösung möglich, die Bienen bei günstigem Wetter, vor dem Flugloch des nächstschwächeren Volkes, so bald als möglich abkehren.
    Aber am besten nichts machen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hi,


    ich würde das Schwache nicht über Absperrgitter, sondern über Riechgitter (Fliegendraht) aufsetzen.
    Dann aber nochmal im Januar nachsehen, ob es noch da ist.
    Falls nicht: Zarge weg und das Untere wieder dicht machen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Wenn das kleine Volk noch Brut hat, dann wird diese stark vermilbt sein. Also auf keinen Fall die Brutwaben in das andere Volk bringen! Eine gewisse Chance besteht darin, die Brut aus dem Volk zu entfernen und das Volk mit OS zu behandeln. Danach kann man das Volk sich selbst überlassen und hoffen, dass es durchkommt.
    Gruß Ralph