• Moin, moin,


    Dimilin ist als B4 eingestuft, ein Fraßgift und Häutungshemmer und wird angebelich von Bienen nicht aufgenommen. Ich habe Zweifel. Eingesetzt wird es, teils aus der Luft, gegen Raupen und Blattwespenlarven. Eine LD50 bei den Flugbienen mag wohl nicht gegeben sein; ob es aber im Bienenbrot der Bienenbrut bekommt, darf denn doch wohl bezweifelt werden. Ob die Frage untersucht wird, auch. Weiß da jemand was?


    Im Entomologieforum sucht Robert Seuberth nach Literatur zu einer eigenartigen Dauerwirkung: Damit behandelte Wanderheuschrecken haben offenbar über Generationen eine halbierte Reproduktionsrate. http://www.entomologie.de/cgi-…m.pl?noframes;read=175625


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Der LD50 für adulte Bienen liegt bei > 25 (oral) und > 30 (Kontakt) µg/Biene. Es liegen auch Labordaten zu den Larven vor. Da liegt der LD50 schon bei 0.4 mg/L (oral) und 0.05 µg/Larve (Kontakt).


    Mir ist nicht ganz klar, wieso es nicht von den Bienen aufgenommen werden sollte. In Österreich wird es zum Beispiel gegen die Miniermotte auf (blühende) Kastanien eingesetzt. Da ist auch ein Eintrag in den Stock nicht auszuschließen.


    Genaueres ist sicher im Assessment Report zu finden. Kann man sich auf der EFSA Homepage schicken lassen (per Mail). Geht ganz einfach.
    http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/332r.htm


    Falls du die wichtigsten Background Dokumente zu einen Wirkstoff suchst, ist die Datenbank der COM immer ein guter Tipp.
    http://ec.europa.eu/sanco_pesticides/public/index.cfm


    Grüße, Daniela