Neues Jahr, Neues Glück in 2012

  • Hallo,


    ich heute etwas Zeit und möchte meine Planung fürs kommende Jahr mal vorstellen. Zu gegebener Zeit wird es dann auch nach und nach Bilder geben.
    Meine Planung fürs kommende Jahr habe ich aus dem vielen Lesen der letzten Monate gemacht.


    Ich habe mich entschieden den Bienen zu überlassen was die bauen möchten-->Naturbau


    Dazu schlage ich einen Schwarm in eine vorbereitete Beute ein:


    2 Zargen 1.5 DNM à 8 Rähmchen inspiriert von Sabi(e)ne. Warum? Ich denke das es es so ein schönes durchgehendes Brutnest ergibt. Evt eine weiterentwicklung von 3 x DNM zu beginn.
    Betrachtet es als Experiment, mal sehen was rumkommt. :daumen:


    Ganz wichtig! Alles mit 32mm Rähmchenabstand --> für kleine Zellen und damit evt. der gesünderen und besser gelaunten Biene.:p
    (mir ist dieses jahr ein Volk kaputt gegangen durch AS-Behandlung, Schwammtuch --> dummer, unfähiger IMKER *selbsthau):oops:


    So nun muss ich nur noch des Winter überstehen und warten bis der erste Schwarm auftaucht.


    Bis dahin haben wir ja noch Zeit hier und ich schicke ab und an mal paar Bilder!


    Beste Grüße
    Daniel

  • Hallo Daniel


    nach meinen Erfahrungen reicht erst mal eine Zarge und dann der Honigraum oder willst du keinen Honig ernten?
    1,5 DNM schleudert sich nicht optimal und passt auch nicht in jede Schleuder.
    Bei Naturbau brauchst du keine Rähmchen, nur Anfangsleisten. Falls du da 8 leere Rähmchen drin lässt, bekommst du kein einziges je wieder ganz raus.


    Also Re-Marks Beitrag ist nicht ganz abwegig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Daniel,
    je höher die Rähmchen sind, desto genauer muss die Beute in der Waage stehen. Auch ist zu beachten, dass Rähmchen nach einer Durchsicht ziemlich leicht einmal außerhalb der Senkrechten stehen und so genau schätzt man das meist nicht ein. Daher kann es dir leicht passieren, dass die Wabe schief in das Rähmchen gebaut wird. Ich selbst habe daher DNM bevorzugt, Zander ginge sicherlich genauso gut. Möglicherweise werden hohe Rähmchen auch nicht gut ausgebaut, aber dazu habe ich keine Erfahrung.
    Eine Umstellung auf Mobilbau ohne Mittelwandvorgabe funktioniert auch sehr gut über das Brutnest-Öffnungsverfahren. Dabei setzt man Leerrahmen mit einem Anfangsstreifen mitten in das Brutnest. Die Bienen nehmen das als Lücke war und gehen in einen Reparaturmodus über und schließen die Lücke. Die erste Wabe wird meist eine Drohnenwabe sein, danach bauen die Bienen aber Arbeiterbau. Sie orientieren die neuen Wabe an beiden Nachbarwaben, daher entsteht kein Wirrbau.
    Ich mache das so: Im zeitigen Frühjahr wird die untere Zarge entnommen, die Waben werden ausgeschnitten und als Rähmchen mit Anfangsstreifen wieder untergesetzt. Um eine Lücke zu schaffen, entnehme ich in der oberen Zarge eine Randwabe und rücke die Waben auseinander. Die Randwabe wandert in die Mitte der unteren Zarge im Austausch gegen ein Leerrähmchen. Diese Aktion wird in 7-tägigem Abstand wiederholt. So wird in der oberen Zarge ein breites Brutnest ohne vorgegebene Mittelwände aufgebaut und unten von der Mitte ausgehend ein Brutnest mit den alten Waben.
    Falls du dich zu diesem Verfahren entschließen solltest, empfehle ich beim Ausschneiden der alten Waben einen ca. 1cm breiten Streifen stehen zu lassen und von beiden Seiten keilförmig anzuspitzen. Die Waben können auch schwarz sein, macht nichts. Der Vorteil ist, dass die Bienen solche Anfangsstreifen sehr gerne annehmen. Ich empfehle dir, die alten Spanndrähte nach dem Ausschneiden heraus zu ziehen und durch Steckdrähte zu ersetzen.
    Hast du Honigraumwaben? Wenn nicht, dann ist es sinnvoll zunächst das Absperrgitter wegzulassen. Sowie dort gebaut wird und die ersten Stifte in diesen Waben sind, kannst du das Absperrgitter einsetzen. Die Bienen bauen dann dort weiter.
    Gruß Ralph

  • Hallo Daniel,
    ich habe mir das jetzt noch einmal hier durchgelesen. Kurz zusamengefasst: Du kannst das Brutnest in der Weise öffnen ...EBBEBBEBB... mit E = Leerrahmen und B = Brutwabe. Dieses Verfahren dämpft gleichzeitig den Schwarmtrieb. Es wird begonnen, sowie die Bienen beginnen zu bauen. Es erfordert aber zwingend einen Mehrzargenbetrieb, denn du musst die Waben, die du aus der Zarge entnimmst, um die Lücken zu erzeugen, in eine andere (untergesetzte) Zarge tun, im Austausch gegen dort befindliche Leerrahmen. Wenn du ohne Mittelwände arbeiten willst, empfehle ich dir deshalb, keine hohen Zargen zu verwenden.
    Das beschriebene Verfahren ermöglicht dir, deine Betriebsweise innerhalb kürzester Zeit komplett auf Imkerei ohne Verwendung von Mittelwänden umzustellen.
    Und lass dir nicht den Floh ins Ohr setzen "Schwärme sind toll". Wenn du zur normal arbeitenden Bevölkerung zählst, wirst du die meisten Schwärme verlieren und kaum Honig ernten. Im günstigen Fall fängt ein anderer Imker den Schwarm oder im ungünstigen Fall geht der Schwarm mangels Behausung zugrunde.
    Gruß Ralph

  • Der Berliner macht sich eben jetzt schon einen Kopf für's neue Jahr , warum nicht.
    Glaube aber , da ist noch einiges zu ordnen . Besprich Deinen Plan am besten noch mit Leuten aus der Nachbarschaft.
    Viel Erfolg.


    Gruß hannes