Wachs reinigen

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    Danke für die schnelle Reation.
    Duftöl/Duftstoffe möchte ich nicht verwenden. Sollen ja auch beim Verbrennen ungesund sein. Hätte auf unserem Adventsmarkt im Ort neben Honig und Bärenfang auch gern Kerzen verkauft, allerdings nur solche, die nicht knistern und nicht nicht duften. Mal sehen, ob denn jemand Hilfreiches weiß.
    Gruß Werner

  • Naja, gutes Wachs ist auch für gute Kerzen gut. Die müssen aber auch 'sortenrein' duften, wie man es von Bienenwachskerzen (von früher) kennt. (Fast) nichts ist schöner, als Heiligabend mit Kerzenduft.

  • ...
    Mein Problem: Mein wunderschönes gelbes Wachs duftet nicht, ebenso die Teelichter.


    Gruß Werner


    Wenn ich mein Wachs, welches ich 4 x geklärt habe, zu Mittelwänden verarbeiten lasse, dann duften diese wunderbar. Als Kerzenwachs habe ich keinen großen Duft feststellen können. Ich rieche aber auch nciht so toll.



    Mein gutes Wachs kommt mir nicht mehr in die Kerze!


    Melanie


    Hallo Melanie, für Kerzen bleibt nur das Wachs übrig, welches beim Abkratzen mit an der Dreckschicht hing. Es ist nicht viel. Es wird ebenfalls 4-5 mal geklärt. Das meiste dieses "Kerzen"wachses geht für das Ausgießen der Futterkammern der EWK's drauf. Ein paar Kerzen reicht es aber für mich selbst.


    HG Andreas

  • Mein gutes Wachs kommt mir nicht mehr in die Kerze!


    Nach allem, was ich bis jetzt zu meiner Meinungsbildung gelesen habe, würde ich das nicht so undifferenziert sagen.


    Das Wachs aus dem Brutraum sollte unbedingt in die Kerze, damit wir Schadstoffe und Reste von Behandlungsmitteln nicht immer weiter anreichern und den Bienen dann als Mittelwand anbieten.


    Das Wachs aus dem Honigraum ist mein gutes Wachs, welches wieder in den Kreislauf kommt.


    Mein Kerzenwachs habe ich zweimal geklärt (durch ein Vlies aus dem Gartenbedarf) und langsam im Eimer (auf ner Schicht heißen Wasser) in ner Jackodur-Box abkühlen lassen. Die Teelichter daraus brennen super und ohne Knistern. Den Geruch muss ich nachher mal überprüfen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Danke für die Anteilnahme.
    Meine Fragen und Probleme beziehen sich ausschließlich auf den Duft von selbstgemachten Bienenwachskerzen, der einfach nicht vernehmbar ist.

  • [quote='Kuden-Imker','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=493012#post493012']


    Das Wachs aus dem Brutraum sollte unbedingt in die Kerze, damit wir Schadstoffe und Reste von Behandlungsmitteln nicht immer weiter anreichern und den Bienen dann als Mittelwand anbieten.


    QUOTE]


    Hallo Michi!


    Da ich nur mit wasserlöslichen Säuren als Behandlungsmitteln, mit der TBE arbeite und mit Zandermagazinen, ich zudem ausschließlich mit rückstandskontrollierten Mittelwänden startete, wird bei mir keine Brutwachs sehr alt.


    Ich habe bislang keine Bedenken. Weiß aber jemand, ob Neonicotinoide oder PSM besonders hitzestabil sind? So dass sich allmählich im Wachs die Kontamination summieren könnte?


    Einde fundierte Antwort wäre sicherlich allgemein interessant. Mit der Suchfunktion habe ich jetzt nichts gefunden.


    Herzliche Grüße


    Andreas


    Nachtrag: Rechtschreibfehler

  • ... Ich rieche aber auch nciht so toll...


    Du stinkst...? :eek:


    Sorry, hat sich einfach angeboten... :wink:



    @ otousan: Das ist auch mein Problem. Ich vermisse auch den Wachsduft.
    Wer macht uns schlauer?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • ... ja, gute Frage.
    Wer hat hilfreichen Tips zu erzählen?
    Habe mal was von 'Pollenöl' gelesen, was für den Duft mitbestimmend sein soll.
    Wer weiß was darüber?


    PS: Ich meine damit kein Honigduftöl!

  • Ich habe jetzt auch ein wenig mit Säuren zur Aufhellung des Wachses experimentiert.

    Je stärker die Säure, desto besser die Wirkung. Der Imker hat ja schon einiges im Haus:

    1. Ameisesäure geht gut, das Wachs riecht aber noch lange stechend, wenn es warm wird.

    2. Zitronensäure wirkt nicht so stark, da muss man höher dosieren. Das ist dann eher teuerer als OS. Vorteil: Es ist lebensmitteltauglich.

    3. Oxalsäure hat mir am besten gefallen.

    Ich bin zu folgender Rezeptur gekommen: Eine 10prozentige Lösung herstellen und die tropfenweise (d.h. möglichst fein dosiert) in das ca. 90 Grad heiße Wachs einrühren. Danach noch ein wenig Aufrühren und das Wachs langsam abkühlen lassen, damit sich Schmutzstoffe gut absetzen können. 1 Liter Lösung reicht für etwa 10 kg Wachs.

    Nach Bedarf wiederholen.


    Es empfiehlt sich, die Bleichung schon beim Klären des Wachses zu machen. Das spart Arbeit.


    Zur Klarstellung: Hier geht es um Kerzenherstellung. Für Mittelwande verwende ich nur Wachs, das eine solche Behandlung nicht braucht.


    Zur Beduftung des Wachses hat mich der Honigduft von Holtermann überzeugt. Riecht vergleichsweise authentisch.
    Aber welche Kunde hat kennt schon den Geruch von Deckelwachs, das vorsichtig bei 70 Grad im Wasserbad eingeschmolzen wurde? So gutes Wachs kommt bei mir aber nur in Kosmetik.



    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • WFLP : Die Rezeptur mit 10%iger OX-lösung bewirkt bzw. dient nur der Wachsbleichung, resp. vermag der OX-Zusatz darüber hinaus die Klärung/Abscheidung von Fremdpartikeln zu verbessern? Das der mit dem Bleichen verbundene weitere Klärstufenschritt (Verflüssigen und langsam Abkühlen) naturgemäß zur Abscheidung von Fremdpartikeln führt, wird bei meiner Frage als selbstverständlich vorausgesetzt. Ob aber der OX-Zusatz nicht nur die Farbe, sondern auch den Klär-/Reinheitsgrad des Wachses zusätzlich verbessert, das möchte ich herausbekommen.

  • Hallo Wolfgang,

    eine noch bessere Säure ist Schwefelsäure! Aber damit sollte nur fachlich geschultes Personal umgehen.

    Deine Oxalsäure: 10%ig ist Oberkante der Löslichkeit, geh ein oder 2 % runter, dann geht das leichter.

    Langsam einrühren ? Warum? Kipps rein und rühr dann. Ich klemme mir einen Quirl von einer Küchenmaschine in die Bohrmaschine und rühre damit 2-3 Minuten kräftig um.

    Ich arbeite mit Zitronensäure.

    Günstig (ohne dass ich eine Ahnung habe warum) wirkt sich die Zugabe von 2-3 Teelöffeln Kochsalz aus (auf ca. 1,5l Wasser und 2-3kg Wachs und zu der Säure).

    Also: Wachs mit Wasser zusammen schmelzen; Zitronensäure (~1-2 Teelöffel) zu, Kochsalz zu; mit Quirl kräftig rühren (die Kristalle lösen sich dann, ist ja warm). Dann lass ich das kurz absetzen, filtriere das durch ein Gartenflies und lasse das Wachs ganz langsam abkühlen. Dieses Wachs benutze ich auch für meine Mittelwände.

  • vermag der OX-Zusatz darüber hinaus die Klärung/Abscheidung von Fremdpartikeln zu verbessern?

    Ja, ich hatte bei dem schon gereinigten Wachs erneut einen nennenswerten Bodensatz.

    Ist aber auch egal, geklärt wird das Wachs ja so oder so.

    Dieses Wachs benutze ich auch für meine Mittelwände.

    Wachs das aufgehellt werden müsste, nehme ich nicht für Mittelwände.

    Solches Wachs hatte ich bisher auch nie selbst erzeugt. Die Bleichung mache ich nur bei zugekauftem Wachs für Kerzen. Dafür ist das teuere Biowachs aus Eigenproduktion zu schade (und teuer).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

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