Wachs reinigen

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    habe es nicht gewogen müßten aber so 5 bis 6 kg sein.schaue dem wachs jetzt mit bier beim härten zu ;-)GrüßeSimon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo Simon,
    ich habe jetzt alles noch mal durchgelesen. Wie wurde das Wachs wiederholt geschmolzen?
    Das Wachs das bei mir aus dem Dampfwachsschmelzer kommt wird sofort durch Nylonstrumpf gefiltert. Danach kommt das Gefäß mit dem Wachs plus ein-zwei Liter Wasser - ich nehme das Wasser wie es bei mir aus dem Hahn läuft - in ein beheiztes Wasserbad (Thermostat geregelter Einkochtopf) ca. 80-85 grd C. Dort wird es 8-10 Stunden erwärmt. Nicht gerührt und nicht geschüttelt. Heizung aus und im Wasserbad - Topf mit Decke isoliert - abgekühlt. Danach Wachsblock aus dem Eimer gekippt und die untere Schicht abgekratzt. Achtung! Zum Kerzenmachen taugt dieses Wachs nicht - mehrfach versucht ohne zufrieden stellendes Ergebnis. Aber zur Weiterverarbeitung zu Mittelwänden taugt es.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ja, und bitte Edelstahltopf - und falls du einen aus Alu nimmst, laß bloß die Finger von Säuren!


    Nachtrag: wenn du gewöhnliche Haushalts-PE-Schüsseln/Eimer nimmst, brauchst du gar kein Wasser, der fertige Block fällt da mit etwas Klopfen gut raus.


    Sabine hat da schon Recht was Alu-Topf und Säure betrifft, als Finger weg von der Mischung.


    Die Schwefelsäure wird nur bei Wachs aus alten schwarzen Waben erforderlich um die im Wachs befinlichen Reste der Häutchen und die organischen Reste zu zersetzen. Dadurch wir am abgekühlten wachs eine dunkle schicht abgesetzt die dann gut zu entfernen ist (so hab ich as festgestellt). Mit der H²SO4 Säure hab ich tagsüber viel zu tun und kann da schon empfehlen, jedocg nur einige Tropfen, muss man rausfinden wieviel bei welcher Wachsmenge.


    Gruß
    Wilhelm

    ** nur selbst rudern macht dicke Arme ** ** begin every day with a smile **

  • Hallo Zusammen,
    ich habe noch nicht mit Säuren beim Wachs gearbeitet.
    Was mich wieder einmal wundert, dass viele den Tipp mit der Schwefelsäure geben, aber immer keine Mengenangaben machen wollen oder können. Hat keiner von den Tippgebern hier genauere Angaben?
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hier ist auch mehr oder weniger ungenau von einigen Tropfen die Rede bei einem halb gefüllten Emailletopf.


    Genauso wie hier (gut zusammengefasste Infos übrigens): Tropfenweises Einlaufen lassen der Säure. Es geht aber eindeutig um Bleichen des Wachses. Auch ganz alte Dokumente finden sich dazu. Schriften aus dem 18. Jahrhundert. Genannt wird das Ganze "Wachsbleiche", man verwendete die Schwefelsäure um weißes Wachs zu bekommen.


    Grüße


    Marion


    (die noch auf ausreichend eWachsmengen wartet, um hier mal aktiv werden zu können :roll:)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Zusammen,
    ich habe jetzt meine Imkerbibliothek bemüht.


    Vor Schwefelsäure wird gewarnt – Wachs schäumt auf. Literaturangaben 3g/40 kg Wachs.


    Empfohlen werden statt dessen Oxalsäure – 3 g kristalline Oxalsäure/Liter Wasser!
    Oder besser Zitronensäure - hier 1g/kg Wachs im Wasser auflösen.


    Im aktuellen Buch von A. Spürgin über Bienenwachs wird das Verfahren über drei Seiten sehr ausführlich beschrieben.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo ihr Chemiker


    mir graust wenn ich lese was ihr alles mit dem Wachs machen wollt.
    Ein bekannter Imker von mir schmilzt seinen Wachs im Entsafter, der dann in eine beschichtete Backform fließt und hat wunderbare gelbe Wachsbarren wenn er nach dem Erkalten den Trester abhobelt. Er fertigt von diesem Wachs auch MW.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • So jetzt hat es geklappt.
    Habe einfach noch mal von vorne angefangen und Waben ausgeschmolzen.
    Entweder ich habe den Ansatz zuvor extrem verkocht und damit verseift. Oder es der Ausgangsstoff war einfach Mist.


    Jetzt habe ich die Waben im Dampf ausgeschmolzen dann einmal aufgekocht und durch Nylonstrumpf extra fein gekippt.
    Das Ergebnis war direkt anders als sonst. Schönes duftendes gelbes Wachs mit einer dünne Gries/Müll Schicht.


    OK vielen Dank für die Hilfen


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • genau, Damenstrumpf ist die beste Wahl. Ich hatte unterdessen auch Fliegengitterstoff versucht, aber das hat zu große Löcher. Ein beliebiger Billig-Damenstrumpf vom Discounter zeigte die besten Ergebnisse.
    Es hat getestet
    apirita

  • Weißes Gartenvlies aus dem Baumarkt (10m-Rolle ca. 5,-)
    5 Ltr. Kunststoffkübel / Blumenkübel (Baumarkt Gartenabteilung, Supermarkt-Schnittblumen, oft kostenlos)


    Vliesstück abschneiden und in den Kunststoffkübel.
    Wachsstücke rein (Altwaben usw.).
    Vlies oben zubinden.
    1-1,5 Ltr. Wasser in den Kübel
    Ab in die Mikrowelle (im Minutentakt kontrollieren).
    Wenn alles flüssig ist, Vliesbeutel raus, etwas ausdrücken (heiß, Handschuhe).
    Wachs-Wasser-Gemisch abkühlen lassen.
    Grieselschicht am Wachsblock abkratzen (ist fast nichts dran).


    Das so gereinigte Wachs eignet sich sogar zum Kerzen gießen (eigene Erfahrung).


    Gruß
    Günter

  • Juhu,
    wenn ich mein Wachs aus dem Dampfwachsschmeltzer bekomme, lasse ich es erstmal erkalten.
    ich klopp das Zeug dann aus dem Eimer und erhitze es wieder vorsichtig in einem extra dafür gekauften Edelstahltopf nur so lange, bis alles flüssig ist und lasse das Wachs dann extrem langsam erkalten. Zuvor habe ich ein wen ig Leitungswasser in den Topf gegeben. Nur so viel. daß der Boden gut bedeckt ist.
    Der GRund hierfür ist lediglich, daß das Wachs dann nciht am Boden fest klebt.
    Je mehr Zeit das Wachs zum erkalten hat, je mehr Fremdstoffe sacken zu boden....
    da Wachs sich beim Erkalten etwas schrumpft, kann man den Block anschl. relativ leicht aus dem Topf bekommen.
    diesen Vorgang wiederhole ich zwei bis drei mal.
    Meist ist das Wachs dann so sauber, daß ich es zum Kerzengiessen verwenden kann.
    Hier lasse ich es dann durch einen Teesieb laufen.
    Also ich bin zufrieden und habe auch noch keine Beschwerden bekommen.


    Gruß
    Thomas