Wachsmotten im Holz

  • Ich war heute bei meinen Bienen um nachzusehen, ob alles im Lot ist. Dabei kontrollierte ich die abgestellen Honigräume mit den nichtbebrüteten Rähmchen. Ich entdeckte viele Wachsmottenlarven auf den Rähmchen und an den Beutenteilen sowie auch welche im Wachs der Rähmchen. Die Larven waren aufgrund der Temperatur bestimmt nicht mehr am Leben. Die Larven waren richtig ins Holz gefressen So was habe ich noch nicht gesehen. Selbst in den Plastikabstandshaltern haben sie sich eingenistet. Nachdem ich die Larven vom Holz entfernt habe, sind jetzt tiefe Kerben im Holz. Ist das normal?


    Viele Grüße Landbiene

  • Moin,
    das kann nicht sein...weil die Wachsmottenlarven ohne bebrütete Waben nicht mal die erste Häutung schaffen, sie verhungern vorher.
    Waren deine Waben vielleicht nur einmal bebrütet?
    Dann würde es nämlich länger reichen, wenn auch nicht bis zur Metamorphose.
    Und die Kerben fressen sie nicht ins Holz, sondern ätzen sie.


    Nachtrag: stell deine Wabentürme in große Müllsäcke, und obendrauf einen flachen Teller mit Schwammtuch mit 85%iger techn. Essigsäure, dann Sack gut zubinden.
    Kein Wachsmottenproblem mehr, wenn man regelmäßig nachfüllt.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Ich hatte Zargen mit bebrüteten Waben oben drüber stehen.Vielleicht haben sie sich oben satt gefressen und sind dann nach unten gezogen um sich einzupuppen. Ich hatte es auch gut abgedichtet mi Deckel und Folien, aber die Wachsmotte war doch drin.


    Viele Grüße Anja

  • Hallo zusammen,


    ich habe DDR-HBBs (Normbeute 52) geerbt. Die wurden "voll" stehen gelassen (Imker schwer krank..) und nach 10 Jahren habe ich sie sauber gemacht.
    Teilweise waren da auch ca. 2mm tiefe Mottenfrasgänge. Die Rähmchen (evt. aus Linde o.ä.) wurden quer durchfressen. Es waren definitiv keine Holzwurmfrasgänge.
    (jetzt funktionieren die beuten wieder tadellos)


    Gruß Jörg

  • Hallo, Anja,
    die Motten brauchen nur 2mm, um irgendwohin zu kommen - ich hab schon tote in verschlossenen Mittelwandpaketen gehabt...:roll:
    Fliegengitter, eng getackert, ist das einzige, was hilft, wenn man sie nicht einpacken will.
    Und sogar dann dürfen keinerlei Ritzen zwischen den Zargen sein.


    Seitdem ich Wachsmotten eher als Ressource und Aufräumhilfe ansehe, hab ich gar keine Probleme mehr damit.
    (guck mal in einem Tierfuttersupermarkt beim Lebendfutter nach Larven von Galleria mellonella - 6 Stück 4.50€....:lol:)

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    Bruce Springsteen

  • Ich bin vor kurzem günstig an einige gebrauchte Beuten gekommen, von einem verstorbenen Imker - in manchen der Magazine sind solche merkwürdigen Kerben, ich vermutete das sind Spuren von Wachsmotten war und bin mir aber nicht sicher. Da es gerade zum Thema passt (womöglich) hat Landbiene hoffentlich nichts dagegen dass ich das in ihrem Thread poste:

  • Moin Sabine,


    wie soll das mit dem Holzätzen denn vor sich gehen? Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass die Vertiefungen geknabbert sind.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Da kann ich auch nur sagen, genau so sieht das aus, wenn sich die Wachsmotten an der Beutenwand oder Rähmchen verpuppt haben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin, Clas,
    ich kann mir nur vorstellen, daß es der Kleber vom Gespinst ist, der da so auflösend wirkt.
    Knabbern kann nicht sein, dafür haben die Larven die falschen Mundwerkzeuge, und müßten ja dann an ihrer Unterseite die Höhlung machen - physikalisch nicht möglich.
    Also, die Millionen-€-Frage für Biochemiker: was ist im Leim der Wachsmottenpuppen, was bei Seidenraupen das Serizin ist?
    Ich könnte mir für so einen Stoff sofort zig Anwendungen vorstellen, weil das Zeug ja wirklich alles auflöst...:lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sabine,


    die sollten doch eigentlich ganz normale Raupenmundwerkzeuge haben, und Raupen richten sich mitunter den Ort ihrer Verpuppung ein, indem sich Löcher graben, Höhlen anlegen, auch in morschem oder auch festem Holz. Manche Arten fressen Holz oder Rinde. Die Mundwerkzeuge sind natürlich vorne, aber die können sich ja arbeitend nach vorne bewegen und die Nische herstellen. Ich habe keine Schwierigkeit, mir das vorzustellen, aber ich kann mir keine Flüssigkeit vorstellen, die eine derartige Vertiefung in Holz und Faserplatten frisst und von den Raupen abgesondert wird. Wenn die sowas absondern könnten, fräße die keiner.


    Guck doch bitte mal einer mit einer ordentlichen Lupe die Oberfläche an, ob die nicht doch mandibuliert aussieht... Ich habe zur Zeit solches Material nicht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Sabiene, hallo Clas,


    ich bin auch am grübeln ... eigentlich sehen die Spuren wirklich wie geknabbert aus, aber vielleicht gibt es auch noch andere Erklärungen. Ich schaue mir meine beuten am Wochenende auch noch mal genau an.


    Gruß Jörg