Radial- oder Tagentialschleuder???

  • Hi Leute,
    die funktionieren richtig gut. So gut, dass ich schon länger eine größere suche.
    Allerdings finde ich momentan keinen Anbieter, der in akzeptabler
    Qualität liefert.
    Entweder billigst verarbeitet oder Profi-Qualität für richtig viel Knete. Dazwischen ist leider nichts.

  • Hallo Henry,


    sag ich doch.
    Meine ist nach schlappen 5 Jahren so aus dem Leim gegangen, dass bereits eine Nachfolgerin gesucht wird.
    Es ist die auf deinem Foto. Diese war auch in Donaueschingen zu sehen, und qualitativ ist sie nicht besser geworden.
    Die Kanten sind noch immer Rasiermesser scharf und die Blechdicke ist so gewählt, dass ich mit den Fingerknöcheln Dellen reindrücken kann.
    Auch wollte Herr Förster nicht glauben, dass ein 80Watt-Mtörchen für die große bewegte Masse dann doch etwas schwach sei und der Bügel, an dem der Motor angeflanscht ist, sich bei Belastung richtig gehend verbiegt.

  • Ich schwöre, daß ich seit Jahren auf solch einer Schleuder in einer Berufsimkerei schleudere und dort eine Schleuderhexe zwar nahezu glüht, aber noch niemals nicht ausgefallen ist. Die 2 Zwölfer Schleudern dort bewältigen die ganze Ernte der Berufsimkerei und meine noch dazu. Die sind noch aus den späten DDR-Jahren und haben Alu-Kessel natürlich auch mit der einen oder anderen Delle aber die sind in der Saison täglich an die 8h im Einsatz für über 300 Völker. Das wesentliche Verschleißteil ist der Übergangsbolzen vom Antrieb zur Achse bzw. der Wellenkopf. Selbst die Lager halten und halten und halten ...


    Ich drehe die Schleuder vor dem Schließen manuell an, daß sie sich nicht ganz von 0 an quälen muß. Ansonsten wird sie gequält.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Na und?
    Meine ist erst 4 Jahre alt, die Motorwelle ist seit dem mehrfach gebrochen, rate mal, wann?
    Außerdem musste sie nach dem Erhalt erst einmal zum Feinblechner, weil keine der Schnittkanten geschliffen, geschweige denn umgebördelt war. Hat mich fast meinen Zeigefinger gekostet.
    Meine ist aus "Edelstahl Rostfrei" und Baujahr 2006, vielleicht sollte ich auf dem Markt extra nach einem Modell von vor 1990 suchen ?
    Ich bezweifle nicht das System an sich, im Gegenteil, aber die Qualität taugt vielleicht gerade noch so für "aggressives Zukucken".

  • Ich will nicht anzweifeln, daß die jetzt da Probleme haben - wirklich nicht. Die alten Schleudern dieses Typs laufen jedoch wirklich problemlos und schon ewig. Es tut mir Leid, falls meine Begeisterung für die Physik dieser Schleuder Deine Kaufentscheidung unterstützt haben sollte und Du nun zurecht unzufrieden bist. Das habe ich nicht gewollt. Eine Sturm-Schleuder hat den Ruf geschaffen, daß eine Förster-Schleuder nun den ruiniert ist sehr sehr schade ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    dich trifft mit Sicherheit keine Schuld.
    Die Ausgangsfrage ist für mich eindeutig mit Radschleuder zu beantworten.
    Und ich bin sicher, irgendwann auch einmal ein gutes Modell zu finden.

  • Hallo
    Ich habe so einen nachgebaut ,meiner schleudert aber 30 Waben mit einem Motor mit 140Watt.Mit der Quallität teile ich gänzlich eure Auffasung.Ich kenne
    die Schleudermaschinne seit etwa 5 Jahren und bis heute hat sich da qalitativ nichts gebessert.Ich finde die Maschinne für zähige Honige nicht geaignet(Wabenbruch)
    Ausserdem günstiger währe anstatt Dreieck einen Viereck zu konstruieren -wegen der Unwucht.
    Mfg
    Stevo

  • Moin,

    Ausserdem günstiger währe anstatt Dreieck einen Viereck zu konstruieren -wegen der Unwucht.


    Bitte überlege mal überschlägig wie sich die Unwucht verändert, wenn die Unwuchtsmasse weiter vom Rotationspunkt entfernt wird!
    Es wird so sein, daß die bessere Masseverteilung, die Du mit einem 4-Körbe-Rad erreichen willst, durch den höheren Abstand überkompensiert wird.
    Und Du mußt auch die absoluten Kräfte im Auge behalten und das während sich die Waben entleeren. Die "Unwucht innä Maschinä" verändert sich und hat mehr Väter als die Masseverteilung beim Beladen.


    Ich werde mal mit Herrn Förster reden ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Ich sprechtete gerade mit dem Herrn Förster, weil mir ja viel an Fakten und dem Prinzip der Sturmschen Schleuder liegt. Ich regte an - und er griff das auf - daß er sich hier äußern möge. Da muß ich nicht Stille-Post-spielen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    ich benutze auch so ein Gerät, habe es umgebaut auf 15 Waben DNM.
    Ich bin ebenfalls zufrieden, aber eine Frage habe ich:
    Wie ist Eure Erfahrung im Zusammenhang mit der Schleuder und Entdeckeln mit dem Fön.
    Mein Eindruck ist, das geht nicht so gut. Mehr Bruch, schlechte Entleerung.
    Anscheinend liegt das an dem kleinen Wachs Häutchen, das auf den Zellen verbleibt.
    Habt Ihr da Lösungen oder bleibt nur das Entdeckeln mit der Gabel etc. ?
    Oder liegt es z. B. an der Drahtung oder an den Waben?
    (Ich benutze nur unbebrütete Waben mit waagerechter Drahtung.)


    Viele Grüße


    Hubert

  • Aus meiner Erfahrung:
    Waben senkrecht gedrahtet und mit Wellrad gespannt brechen oder rutschen fast nie.
    Fönentdeckelt geht, der Wachsrand läßt aber keine vollständige Entleerung der Zellen zu. Physik bleibt Physik. Da hilft dann auch Drehzahl nichts. Ich entdeckele inzwischen wieder mit der Gabel. Maschinennentdeckelung (Bürste, Schlagmesser) hab ich durch und die Leerzellen auf gefönten Waben finde ich nervig. Die Gabelscharten verlaufen zu Obertäger und damit genau in Fliehkraftrichtung. Gabelentdeckelung und Radschleuder passen da gut zusammen. Auch und gerade zeitlich. Bei waagerechter Drahtung kann es zu Wellen in der MW kommen, was sowohl die Ausrichtung der Zellen (wenige grad Aufwärts) und damit die Entleerung als auch die Stabilität der MW beeinflußt. Ich habe die Rähmchen nicht mehr bestellt und bleibe gern senkrecht.


    Die Sturmschleuder ist eine Geduldschleuder und ohne Motor eine Krücke. Honig fließt eher als Funktion der Zeit als als Funktion der Fliehkraft. Eine 12er-Schleuder läßt sich in Kombination mit Entdeckelung sehr kontinuierlich betreiben - wenn sie einen Motor hat. Sie läuft für die Dauer von 4 Entdeckelungswaben auf Stufe 2 oder weniger, dann für 4 Waben auf Stufe 3 und dann 3 Waben auf (empirisch ermittelter) höchstmöglicher Stufe. Während die letzte Wabe entdeckelt wird, rollert sie aus. Wenn die Eimerwechselintervalle in den Arbeitsablauf auch noch sumpfoptimiert integriert werden - geschickt nach den ersten 4 Waben - ergibt sich mit dem Wabenwechsel nur eine kurze Stillstandszeit und die Schleuder kann ihre Stärke voll ausspielen. Langes sanftes Schleudern ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Qualitativ kann ich wirklich Graze empfehlen! Hier ist die Arbeitshöhe auch etwas niedriger als bei einer Fritz (die dagegen etwas stabiler wirkt). Wir hatten bisher einen Ausfall der Elektronik, Graze hat das aber in der Saison am gleichen Tag repariert! Daran sollte man auch denken, wenn man eine Schleuder kauf. Bei anderen Herstellern haben die Imker 14 Tage gewartet ...


    Hmm, von den scharfen Kanten liest man ja nicht nur bei der "großen". Schade! ich fand die Idee einer 3-Waben-Radial in sehr platzsparender Ausführung eigentlich ganz pfiffig.

  • Moin,


    Bitte überlege mal überschlägig wie sich die Unwucht verändert, wenn die Unwuchtsmasse weiter vom Rotationspunkt entfernt wird!
    Es wird so sein, daß die bessere Masseverteilung, die Du mit einem 4-Körbe-Rad erreichen willst, durch den höheren Abstand überkompensiert wird.
    Und Du mußt auch die absoluten Kräfte im Auge behalten und das während sich die Waben entleeren. Die "Unwucht innä Maschinä" verändert sich und hat mehr Väter als die Masseverteilung beim Beladen.


    Ich werde mal mit Herrn Förster reden ...


    Ich bleibe bei meiner Meinung,
    Wenn Du schon eine Schleuderstrasse von Swenty angeschaut hast,wirst dort vier Körbe sehen.
    Die Masseverteilung ist günstieger -weil symetrich und der Motor hat auch leichter, nicht nur bei dem Start der Maschinne
    Mfg
    Stevo