Naturwabenbau/ Welches Rähmchenmaß unter Berücksichtigung von Läusehonig

  • Hallo Kollegen!


    Ich bin Landwirt und möchte auf meinem nächsten Hof anfangen mit Demeter - Imkerei. Bisher habe ich nur meinem Vater in seiner recht "konventionellen" Imkerei geholfen, im trockenen Brandenburg(garantiert kein Fichtenhonig oder ähnliches). Er verwendet DN mit MW, sowohl Magazin als auch Hinterbehandlung.
    Ich möchte mit Zander oder Dadant arbeiten, bin mir aber noch nicht so sicher welches sich besser eignet, aber eins von beiden wirds wohl werden.
    Ich habe nun folgende Fragen: 1. Ist ein Dadantbrutraum nicht ein zu hohes Risiko, insofern, dass zu viel Tannen/Fichtenhonig ins Winterfutter gelangen könnte?
    2. Wenn ich nun Zander (2 Brutzargen)nehme, wird dann der Brutraum nicht zu sehr zerschnitten, nicht nur durch den Abstand von Rähmchen zu Rähmchen, sondern noch dazu durch den Naturbau des oberen Rähmchen, der nicht unten ans Rähmchen angebaut wird? Kann man bei Letzterem eventuell nachhelfen?


    Bitte um Rat


    Danke


  • Ich möchte mit Zander oder Dadant arbeiten, bin mir aber noch nicht so sicher welches sich besser eignet, aber eins von beiden wirds wohl werden.


    Hallo Hornisse1,


    soweit ich mich erinnere, möchte Demeter für sein Bio-Siegel einen ungeteilten Brutraum haben, so dass sich die Frage nach Zander oder Dandant relativ leicht beantworten lässt..

  • Ganz klar - Dadant und wenn es Demeter wird, dann natuerlich in Holz. Am besten mal Kontakt zu Demeter-Imkern suchen, da gibt es in Brandenburg meines Erachtens welche...


    Ausserdem: Wenn es kein Risiko von Tannenhonig gibt, warum hast Du dann bei Dadant Sorge dass da was ins Winterfutter kommen sollte? Verstehe auch nicht ganz was die Hoehe damit zu tun haben soll....


    Melanie

  • Ganz klar - Dadant und wenn es Demeter wird, dann natuerlich in Holz. Am besten mal Kontakt zu Demeter-Imkern suchen, da gibt es in Brandenburg meines Erachtens welche...


    Ausserdem: Wenn es kein Risiko von Tannenhonig gibt, warum hast Du dann bei Dadant Sorge dass da was ins Winterfutter kommen sollte? Verstehe auch nicht ganz was die Hoehe damit zu tun haben soll....


    Melanie

    Ah sorry, da hab ich mich nicht klar geäußert, ich bin dann nich mehr in Brandenburg, sonder zwischen Franken- und Thüringer Wald. Naja mit der Höhe kann ja schon sein, dass bei starkem Trachtdruck genug im Brutraum bleibt, dass es Probleme gibt. Hab ich halt gelesen, hab ja vorher noch nie Fichte/Tanne geerntet. Kontakt werd ich natürlich suchen, ganz klar.

  • Hallo Hornisse1,


    soweit ich mich erinnere, möchte Demeter für sein Bio-Siegel einen ungeteilten Brutraum haben, so dass sich die Frage nach Zander oder Dandant relativ leicht beantworten lässt..


    Okay, danke, da hab ich wohl nicht genau gelesen, aber vieleicht gibts ja andere, die dasselbe Problem haben, mit dem Läusehonig mein ich.

  • Hallo!


    Dein Problem ist im Grunde, dass der Dadant-BR bei Massentracht verhonigen könnte. Dabei ist es dann fast egal, ob die Massentracht vom Wald oder z.B. vom Raps kommt. Ich bin im vorletzten Jahr zum Teil auf Dadant umgestiegen und hatte ähnliche Befürchtungen, bis ich die Dadant-Anleitung von Reiner Schwarz gelesen habe. Die findest du auf seiner Website zum kostenlosen Download.

    Er schreibt dort, dass man bei Dadant das Volk über die Honigräume steuert und ein Verhonigen des BR durch frühzeitige vorausschauende HR-Erweiterung vermeidet. Wenn der BR verhonigt, hat der Imker geschlafen. Also zumindest bei mir ist es Reiner Schwarz damit gelungen, meine Befürchtungen zur Dadant-Beute zu zerstreuen. So habe ich den Mut gefunden, den Umstieg auf Dadant zu wagen.


    Ich möchte mich auf diesem Weg bei Reiner Schwarz sehr herzlich für die Veröffentlichung dieses Buches bedanken.


    Viele Grüße vom Sammler

  • Hallo Sammler,


    also das klingt wirklich gut, hilft mir auf jeden Fall bei der Entscheidungsfindung, danke für den link. Aber eine Frage hab ich noch, vorerst.
    Mit welchem speziellen Dadant arbeitest du? Bitte schreib auch die Maße dazu, die unterscheiden sich irgendwie von buch zu buch und von website zu website.

  • Ja, die Maße bei Dadant können einen anfangs schon verwirren. Erschwerend kommt noch dazu, dass ein und dasselbe Maß mit verschiedenen Namen angesprochen wird.


    Im wesentlichen gibt es bei uns in Deutschland nur zwei Dadant-Typen:
    Typ 1: Die Dadant-Beute mit 12 Rähmchen nach Bruder Adam, auch "Dadant-Blatt" genannt
    Typ 2: Die Dadant-Beute mit 10 Rähmchen, auch Dadant-US, "modifiziert" oder "kompatibler Typ" genannt, weil kompatibel zum Langstroth-Maß.


    Ich habe mich für den Typ 2 entschieden, weil er in Deutschland wohl am gebräuchlichsten ist.
    Bei diesem Typ haben meine Mittelwände folgendes Maß:
    BR 420 x 260
    HR 420 x 117


    Meine ersten eigenen Dadant-Beuten habe ich bei den Bergwinkel-Werkstätten gekauft. Dort finden sich beide Typen im Produktkatalog. Typ 1 heißt dort "12er Dadant nach Bruder Adam" und Typ 2 "Magazinimker-Beute Dadant". Diese habe ich gekauft. Die Magazine sitzen falzlos aufeinander. Das gefällt mir sehr gut, nachdem ich lange Zeit mit gefalzten Magazinen in DN-Maß gearbeitet habe.


    Beantwortet dies deine Frage oder soll ich noch Rähmchen oder Beuten-Außenmaße angeben?


    Gruß vom Sammler


  • Typ 2: Die Dadant-Beute mit 10 Rähmchen, auch Dadant-US, "modifiziert" oder "kompatibler Typ" genannt, weil kompatibel zum Langstroth-Maß.


    Ich habe mich für den Typ 2 entschieden, weil er in Deutschland wohl am gebräuchlichsten ist.


    Habe ich auch, dieses Jahr habe ich angefangen mit 2/3 Langstroth Flachzargen. Wenn meine 5 Völker gut über den Winter kommen werde ich diese nächste Saison auf 10er Dadant bringen. Die Rähmchen dazu habe ich schon zusammengebastelt, fehlen nur noch die Zargen. Die Flachzargen werden dann die Honigräume.


    Oberträgerlänge der Rähmchen 482mm. Meine Magazine baue ich wie auf www.magazinimker.de vorgeschlagen. Dazu habe ich mir das Büchlein "Bauanleitung für das Langstroth-Magazin" zugelegt.


    Stefan

  • Ja, der Umstieg ist auch so ein Problem für sich. Für mich gab es von DN zum 10er-Dadant keinen sinnvollen Weg, die Maße anzugleichen. Das lässt sich nicht sinnvoll über- oder untereinander setzen. Deshalb habe ich auf Schwärme gewartet und diese dann in meine neuen Dadant-Beuten auf blanke Mittelwände eingeschlagen. Sie haben schön gebaut und sind gut auf Überwinterungsstärke gekommen.



    Ah sorry, da hab ich mich nicht klar geäußert, ich bin dann nich mehr in Brandenburg, sonder zwischen Franken- und Thüringer Wald.


    Hornisse1 : Was spricht dagegen, dein Profil komplett auszufüllen? Dann braucht es dazu keine Rückfragen mehr zu geben.


    Gruß, Sammler

  • Also Freunde der Dadant-Kiste,
    Soweit ich weiß ist das mod. Dadantmaß von Bruder Adam kein Dadant-Blatt, eben modifiziert für 12er Brutraum und quadratischer Form, genau genommen passen 13 BW und ein dünnes Schied in den Raum. Dadant-Blatt wird in USA und Kanada und Frankreich häufig verwendet, so glaube ich.
    Grüße, Horstus



    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -