Varroatose im Moment fast unbehandelbar

  • moin moin
    Langsam nähern wir uns dem Ziel, das in Deutschland EIN Bieneninstitut ausreicht :


    http://www.europarl.europa.eu/…Bienensterben-aufzuhalten


    Jedes EU Land ein Institut und beobachtete Zusammenarbeit
    damit würden auch die Erkenntnisse der Franzosen, Italiener etc, von unseren Instituten nicht mehr bestritten werden können
    Gut für unsere Bienen
    gut für den Geldbeutel
    gut für die Forschung
    Unabhängig !
    vielleicht begreifen es dann auch die DIB Landesfürsten und das Flokatipeterle !
    wie können wir da mithelfen ?
    Gruß
    Helmut

  • Gestern habe ich mich weitergebildet in Sachen genetische Vielfalt bei der Biene und Varroa. Und da habe ich u.a. hören dürfen:
    Über 90% aller Völkerverluste sind varroa-bedingt. Unter 5% der Überwinterungsverluste können nicht erklärt werden. Und Schuld an den Verlusten sind die Imker, die nicht sorgfältig den Behandlungserfolg der jeweiligen Varroabehandlung kontrollieren. Ergo: Varroa haben wir im Griff, sagt jedenfalls das deutsche Bienenmonitoring.
    Die Diskussionen nach dem Vortrag waren sehr viel differenzierter.


    Ob wir so eine breite Institutslandschaft brauchen, hängt natürlich auch immer von den Erfolgen dieser Institute ab.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"


  • Die Abgeordnete sagen, dass Regeln zur Genehmigung und Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln für Honigbienen flexibler werden sollen. Auch sollen Anreize für Pharma-Konzerne geschaffen werden, um neue Medikamente zu entwickeln. Der übersteigerte Gebrauch von Antibiotika soll aufgrund deren Auswirkungen auf die Qualität von Bienenprodukten und wachsender Antibiotikaresistenz jedoch vermieden werden.


    Medikamente benötigen wir nicht, alle haben Nebenwirkungen.
    Es würde reichen, wenn die Oxalsäure eine allgemeine EU-Zulassung bekommen würde.


    Alle Imker die Oxalsäure nach dem Verfahren im geschlossenen Kreislauf behandeln haben heuer null Verluste und starke Völker.


    Zusätzliche kostenintensive Forschung ist daher nicht nötig, das Rad ist längst erfunden, Radfahren muss aber gelernt werden.


    E. Alfranseder

  • Es würde reichen, wenn die Oxalsäure eine allgemeine EU-Zulassung bekommen würde.


    Alle Imker die Oxalsäure nach dem Verfahren im geschlossenen Kreislauf behandeln haben heuer null Verluste und starke Völker.


    ... im oben von mir erwähnten Vortrag wurde behauptet, dass mehrmaliges Behandeln mit Oxalsäure (egal ob täufeln oder sprühen oder bedampfen) die Bienen so schwer schädigt, dass sie den Winter nicht überleben. Blockbehandlung von Oxalsäure bei brütenden Völkern wäre somit kontraproduktiv.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Bedampfen mit Oxalsäure nach dem Umlaufprinzip schadet weden Brut noch Königin, auch Mehrfachbedampfungen nicht.
    Das Verfahren ist völlig temperaturunabhängig. Wenn dem nicht so wäre, hätten einige tausend Imker längst keine Bienen mehr.


    Ich weiß, ich wollte nur wiedergeben, was von der Kanzel verkündet wird.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hi,


    Zitat

    Ich weiß, ich wollte nur wiedergeben, was von der Kanzel verkündet wird.


    Darf man fragen, wer denn dieser Erweckungsprediger war?
    Das ist nämlich das schöne an unserer Gesellschaft. Jeder darf seine Heilsbotschaften ungestraft verkünden, ob es jetzt der OS-Umlaufverdampfer-Papst, der Perizinierer oder der Ameisensäurefetischist ist.
    Und er darf sie auch, sofern er es bezahlt, durch pseudowissenschaftliche Studien untermauern lassen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Zitat

    Die Abgeordnete sagen, dass Regeln zur Genehmigung und Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln für Honigbienen flexibler werden sollen.


    Das wird v.a. die Pharmakonzerne freuen. Weniger Zulassungshürden. Gut so, wer braucht schon Verträglichkeitsstudien. Feldstudien nach Markteinführung sind eh realisitischer.


    Zitat

    Auch sollen Anreize für Pharma-Konzerne geschaffen werden, um neue Medikamente zu entwickeln.


    *katsching* Da klingelt die Kasse. Noch mal neue Medikamente mit all ihren Nebenwirkungen und Wirkstoffen, die wir alle beim Honiggenuss runterschlucken werden. Ich sehe es schon vor mir:
    P*** PLUS. Jetzt mit verbesserter Wirkformel. Biologisch abbaubar.
    Anwendungshinweise: Hautkontakt vermeiden, Nicht einatmen, Visuellen Kontakt vermeiden, Direkten Kontakt mit behandelten Bienen für 6 Monate vermeiden. Konsultieren Sie vor Einnahme des Honigs von mit P*** PLUS behandelten Bienen unbedingt Ihren Hausarzt.


    Zitat

    Der übersteigerte Gebrauch von Antibiotika soll aufgrund deren Auswirkungen auf die Qualität von Bienenprodukten und wachsender Antibiotikaresistenz jedoch vermieden werden.


    Ist der Gebrauch von Antibiotika zur Bienenkrankheitsbehandlung nicht schon seit Jahrzehnten in D verboten?


    Zitat

    System einführen, um importierte Produkte zu kontrollieren, um die Einführung von exotischen Bienenkrankheiten zu vermeiden.


    Gute Idee, aber da werden all die Bienenimporteure aufschreien. Denn wenn man das richtig macht, dann ist nichts mehr mit "willigen Klosterschwestern" aus Sizilien o.ä., wie doch mal hier ein Imker aus dem Forum großformatig geworben hatte. Zieht man das richtig durch, wäre das die Förderung lokal angepasster Rassen ... und wenn ich jetzt hier sage, für D wäre das die Dunkle Biene, dann werd ich sicher des Forums verwiesen. :wink:


    Aber Isselbienes aus der Meldung abgeleitete Forderung nach einem Bienenzentralinsitut für Deutschland ist sicherlich eine gute Idee, die alten Institute könnten ja als Außenstellen verbleiben, aber es würde mit einer Stimme gesprochen werden, was durchaus Vorteile hätte.
    Als Namen könnte man ja Bundeshauptinsitut für Bienen (BuHaBi) oder Bundeszentralinstitut für Bienen (BuZeBi) nehmen, ergäbe auch gute Abkürzungen. :Biene:


    Viele Grüße
    Dennis

  • Hallo: "Versuch macht kluch", deshalb: "hilf dir selbst, dann hilft dir Gott"


    Studiere im Web die weltweiten und legalen ? Möglichkeiten. Wenn du dann noch deinen Honig mit Genuss und Vertrauen in deine Arbeit geniessen kannst, ist schon viel getan.


    so siehts der Bienenpeter

  • :lol: Es ist doch wieder absolut faszinierend, daß es ausschließlich Varroa durch zu schlampige Imker sein soll, und nichts wirklich signifikant anderes....:cool:
    Da tun die Institute ja mal im Dienst der Konzerne richtig was für ihr Geld....:lol:
    Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.


    Wie immer und alles nix Neues.
    Mit der Milbe hat man DEN Sündenbock schlechthin, und alles andere wird einfach unter den Tisch gekehrt, bzw wie die Daten der Italiener einfach ignoriert.


    Daß die Vortragenden das selbst glauben, was sie da erzählen, kann ich wiederum nicht glauben.
    Aber wer sich verkauft, muß solche Spagate zwischen offzieller und privater Meinung halt locker aushalten können.
    Integrität ist anscheinend ein Fremdwort geworden.


    Da sollte man doch lieber wieder über Abschaffung der Institute nachdenken, und lieber ein europaweites gründen, was sich wirklich mit den Belangen von Bienen und Imkern beschäftigt, und nichts anderem.
    Dafür würd ich sogar noch nen Sonder-Solidar-Beitrag bezahlen....:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ....gab es da nicht so ein Sprichwort ?:cool:
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Da sollte man doch lieber wieder über Abschaffung der Institute nachdenken, und lieber ein europaweites gründen, was sich wirklich mit den Belangen von Bienen und Imkern beschäftigt, und nichts anderem.
    Dafür würd ich sogar noch nen Sonder-Solidar-Beitrag bezahlen....:Biene:



    Ich denke, dieser Vorschlag dürfte gerade bei der Industrie auf ungeteilte Zustimmung treffen.
    Die sind das Theater mit zig kleinen Fürsten an den regionalen/nationalen Instituten mit den entsprechenden unterschiedlichen Vorschriften und Vorstellung zur Bienenhaltung garantiert auch schon lange Leid.
    Immer besteht die Gefahr, das da irgend so ein Profilierungs Süchtiger Wissenschaftler aus einem zweit oder drittklassigen Bieneninstitut aus der Reihe tanzt.
    Dazu ist die Bestechung und Betreuung so vieler unterschiedlicher Einrichtungen in 27 Ländern der EU natürlich mit einem ungeheuren finanziellen und personellen Aufwand verbunden.
    Mal ganz abgesehen von den vielen unterschiedlichen regionalen Voraussetzungen in den einzelnen Ländern was die Struktur der Imkerei betrifft.
    Wäre doch schön, wenn da endlich mal von oben durch regiert würde.
    Als Leiter der Behörde wäre am besten einer aus den südlichen Ländern geeignet. Da sind die Empfindlichkeiten, was Antibiotika oder Einsatz von Chemie in den Bienenvölkern betrifft nicht so hoch.
    Bloß kein Deutscher, die sind mit Ihrem ständigen Getue von wegen Reinheit und Natur und Tierschutz ja so etwas von lästig. Und dann noch der ständige Drang nach Kontrolle und Überwachung. Und immer diese Extra Würste in der Gen Technik.
    Mit diesem Vorschlag sollte man mal die großen Konzerne abklappern. Da wird bestimmt sofort einiges an Geld locker gemacht.


    Viele Grüße
    Hubert