Viel zu warm!? Folgen für die Überwinterung?

  • Hallo Zusammen,




    ich habe zwei Völker eingewintert. Ein sehr starkes und ein mittleres Volk. Winterfütterung ist lange abgeschlossen. Jetzt fliegen die Damen wie verrückt durch die hohen Temperaturen .:Biene:
    Besonders das starke Volk zeigt morgens schon rege Flugtätigkeit, mittags fliegen sich die Neuen ein, Polleneintrag ist auch zu beobachten (Efeu in der Nähe) sonst ist eigentlich keine Tracht mehr vorhanden.


    Ich mache mir Sorgen, dass die Bienen jetzt eine großen Teil Ihres Wintervorrats verbrauchen und mir evtl im späten Winter verhungern.
    Selbst das mittlere Volk, dass eigentlich schon eine schöne Wintertraube gebildet hat fliegt auch leider bekommt es auch immer noch Besuch von Wespen. Flugloch also wieder eingeengt (Mäusegitter war schon vor)
    Macht es Sinn bei diesen Temperaturen noch zu füttern oder rege ich damit nur die Bruttätigkeit an, was ich im Hinblick auf die Oxalsäuebehandlung natürlich nicht will. Letztes Jahr gingen die Mädels Anfang November aus der Brut, dass ist jetzt nicht der Fall.
    Für ein paar Tipps wäre ich dankbar.


    Grüße
    Rainfarn

  • Hallo,
    wegen dem Futter mache ich mir keine Sorgen (erst im Frühjaht wieder). Bedenklicher finde ich das sich viele kleine, junge Bienen unter den Flugbienen befinden(konnte ich die letzten Wochen schon beobachten). Diese jungen Bienen sind "Winterbienen" und sollten sich nicht im November abarbeiten, sondern das Volk gesund durch den Winter bringen. Ich hoffe die halten bis zum Frühjahr durch, viel wird nämlich nicht mehr gebrütet. Aber wat solls, wie Günther schon richtig gesagt hat, wir werden es im Frühjahr sehen.

    Lobbyisten raus aus Bieneninstituten

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  • Hallo


    ich sehe die Ausflüge der Jungbienen nicht problematisch, das sind nur Orientierungsflüge, von abarbeiten kann da keine Rede sein.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Da die Bienen zum Teil wieder brüten, muss man mit der Winterbehandlung solange abwarten, bis wieder Brutfreiheit herscht. Den richtigen Zeitpunkt zu erwischen ist nicht leicht, denn zu lange darf man auch nicht warten, sonst geht es mit der Brüterei wieder von Vorne los. :)

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen

  • . Bedenklicher finde ich das sich viele kleine, junge Bienen unter den Flugbienen befinden(konnte ich die letzten Wochen schon beobachten). Diese jungen Bienen sind "Winterbienen" und sollten sich nicht im November abarbeiten, sondern das Volk gesund durch den Winter bringen. Ich hoffe die halten bis zum Frühjahr durch, viel wird nämlich nicht mehr gebrütet. Aber wat solls, wie Günther schon richtig gesagt hat, wir werden es im Frühjahr sehen.


    Hallo Polli,
    was verstehst Du unter "kleine Bienen"? Was ist klein? Wieso jung?
    Klein sehen junge Bienen meines Wissens eigentlich nur unmittelbar nach dem Schlupf aus.
    Junge Bienen erkennst Du an dem vollen Haarkleid, die sind noch schön puschelig.


    Es gibt da einen Virus, der tritt bei hoher Varroa Belastung auf, der führt zu "kleinen" Bienen:
    Wichtiges Erkennungszeichen: Der Hinterleib bei diesen Bienen ist kürzer als die Flügel.
    Könntest Du diese Bienen gesehen haben?
    Viele Grüße
    Hubert

  • Also, hier hatte es schon ein paar Frostnächte, auch wenn`s schon ne Weile her ist, und es zur Zeit wirklich untypisch mild ist. Geflogen wird hier nicht mehr wirklich heftig, jedoch fleißiges Vorspiel/einfliegen der noch Geschlüpften.
    Die Tageslänge haben wir doch auch noch, die macht einen Großteil der Umstellung auf Winterzeit aus;
    deshalb mache ich mir keine Sorgen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Rainfarn, wenn Du Dir Sorgen machst über den Futtervorrat der Bienen dann wäge die Beuten noch mal und vergleiche mit den letzten Notizen.
    Sollte es mit der Futtermenge sehr problematisch sein dann kannst Du bei diesem Wetter schon nachfüttern. Sirup(!) in den Wärmeschrank, auf 35 Grad erhitzen und ab in den Fütterer. Eine Spur legen das sie das Futter schnell finden. Im Frühjahr kann es mit Nachfüttern problematisch sein.
    Schieb auch noch ein paar Tage eine Windel drunter um die Varroabelastung zu ermitten bzw kannst so feststellen ob Brut vorhanden ist.
    Mäusegitter erst anbringen wenn dieser rege Flugbetrieb eingestellt ist.


    VG Stefan

  • Winterbienen sind etwas kleiner als Sommerbienen :Biene:


    ... sagt wer? Hier im Forum stand das auch schon genau andersrum. mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )