Das gute Geschäft der Abfüller

  • Marktrecherche im TEGUT vor Ort:


    Blütenhonig im DIB-Glas von der Bienenwirtschaft Meißen. Preis: 4,99 EUR / 500g


    Das Positiver vorweg: Leider habe ich diesen Preis gestern zu unserer Imkerversammlung noch nicht gekannt. An diesen Preisen sollten sich auch unsere Imker orientieren, die im DIB-Glas oder DIB-Glas-ähnlichen Gebinden vermarkten! Die Angstschwelle liegt bei den Meisten bei 2,50 bis 3,50 EUR / 500g. Traurig, weil ich weiß, dass Preise um die 5 EUR / 500g zu erlösen sind.


    Das Negative: Es gibt nach wie vor Imker, die Ihren mühsam erarbeiteten Honig an die Großabfüller verkaufen für ca. 2 EUR pro kg.


    Als "im stilvollen TO-Glas-Vermarkter" ärgert mich nur wieder die Tatsache, dass ich als DIB-Zwangsmitglied* einen Werbekostenbeitrag für die Großabfüller leiste und im Gegenzug mein Landesverband mir die Teilnahme an Honigwettbewerben im "Neutralglas" untersagt.


    Aber zurück zum Ausgangspunkt: Macht Euren Mitimkern klar, dass die Zeiten der 2 oder 3 EURO /Glas Verkäufen vorbei sein müssen! Und den Anderen, den Großabfüller-Honiglieferanten sagt, dass mit ihrem Honig das fünffache erlöst wird!


    rst


    *meine Kritik gilt dabei eher genau dem genannten Werbekostenbeitrag, weil die gemeinsamen Aktivitäten der Imkerverbände / Organisationen im politischen Umfeld in letzter Zeit Anlass zur Hoffnung geben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast018 () aus folgendem Grund: *

  • :daumen: Man kann es nicht oft genug sagen:daumen: Falls jetzt wieder das Argument kommt , das auch weniger betuchte sich den Honig leisten können sollten , dann kann ich nur sagen :
    Ich verschenke lieber mal Honig als daß ich Ihn unter seinem Wert verkaufe. Das kann ich mir dann durchaus leisten :wink:


    Beste Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin Daniel


    Ich verschenke lieber mal Honig als daß ich Ihn unter seinem Wert verkaufe. Das kann ich mir dann durchaus leisten :wink:

    :daumen:


    Es gibt genau 2 Arten, wie ich meinen Honig veräussere:
    a) zum reellen Preis,
    b) als Geschenk.


    Ich schleudere den Honig zwar aus den Waben aber ich verschleudere ihn nicht. Allerdings habe ich es mir abgewöhnt, mit Billigheimern zu diskutieren. Die Zeit ist mir echt zu schade, da ich die sowieso nichts ändere und mir die altbekannte Leier auch nicht mehr anhören mag:
    - auch weniger Betuchte sollen sich den Honig leisten können
    - verkauf erst mal unsere Mengen
    - die Kunden zahlen den Preis nicht
    und auf Platz eins liegt für mich unangefochten:
    - auch mit 3 € pro 500g verdient man noch ordentlich:roll:


    Allerdings darf ich mit meinem Honig (auch nicht im DIB Glas) sehr wohl an Honigwettbewerben teilnehmen und zwar im Verein und beim IFT.
    Das reicht mir vollkommen.


    Viele Grüße
    Michael

  • ...
    Allerdings darf ich mit meinem Honig (auch nicht im DIB Glas) sehr wohl an Honigwettbewerben teilnehmen und zwar im Verein und beim IFT.
    Das reicht mir vollkommen.
    ...


    Die Honigwettbewerbe unseres Landesverbandes ermöglichen eine über Fördermittel subventionierte Honiguntersuchung!


    Genau DAS macht es aus!


    rst

  • und auf Platz eins liegt für mich unangefochten:
    - auch mit 3 € pro 500g verdient man noch ordentlich:roll: Michael


    ..Moin , Moin aus Hamburg,
    den glaube ich , kann ich noch toppen :wink:


    Ich habe das mal kalkuliert und bei 3 € verdiene ich ordentlich was und außerdem ist das ja Hobby. Da kann man ja ruhig Verlust machen. Andere Hobbys kosten auch Geld.


    ....tja, was willst Du darauf sagen...wo der Mann Recht hat, hat er Recht :cool:


    Grüße aus dem Norden von Daniel der gerade Quitten und Äpfel einkocht sowie nebenbei noch Holz spaltet (es wird ein kalter langer Winter :wink:)

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo,
    in einem anderen Thema hatten wir genau das Problem: Großabfüller im DIB-Glas!! Hoffentlich hat da jemand einen DIB- zertifizierten Honiglehrgang gemacht und bei dem besagten Honig handelt es sich nicht um Importhonig oder durch einen Imker importierten und an den Abfüller verramschten Honig.
    Die Preisdiskussion hab ich leid.
    Es ist Marktwirtschaft - ich hann meinen Preis machen wie ich will, ist ein gängiges Argument.
    Gut bei uns ist zwischen 3,5 und 4€ auch die Schmerzgrenze bei der HonigverMARKTung, habs getestet.
    Bei zu tiefem Preis kommt schon mal die Frage: Hat der Honig Macken - deshalb so billig?
    Neutralglasnutzer
    Knäcke

  • Und den Anderen, den Großabfüller-Honiglieferanten sagt, dass mit ihrem Honig das fünffache erlöst wird!

    Das wissen die und das ist denen egal, weil sie ja im Eimer direkt nach der Schleuderung den ganzen Scheiß-Honig weg haben.


    Bei uns im Verein haben wir das einfacher und vor allem wirksam gelößt: Wer Honig nach Meißen liefern will, sagt den aktuell verbürgten Meißen-Preis und seine Menge an und bekommt den innerhalb von Minuten verkauft. Unser Honig muß nicht im Rührwerk homogenisiert und womöglich noch verschnitten werden. Der läßt sich regiolan super verkaufen und Mancher kann genau das so gut, daß ihm der eigene Honig sowieso ausgeht. Also nicht schwätzen, sondern Geld in die Hand nehmen und den Honig einfach wegkaufen. Alleine diese Aktion hat hier eine Preissteigerung der Direktvermarkter und eine wahnsinnige Motivation erzeugt.


    Konkret eben. Machen! Nicht drüber reden!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ... Also nicht schwätzen, sondern Geld in die Hand nehmen und den Honig einfach wegkaufen. ...


    Meine Hand für mein Produkt. :u_idea_bulb02:


    Ich weiß, was ich meinen Kunden verkaufe. Das wüsste ICH dann nicht mehr. Das passt bspw. nicht in meine Vermarktungsstrategie.


    Aber für jemanden, der gewohnt ist, am Stand eh allen möglichen zugekauften Tand zu verkaufen, wäre das sicher eine Option.


    Die andere Seite Henry: Man kann das eine tun und muss das andere nicht lassen. Insofern gar keine so blöde Idee! :daumen:
    Wiederum, zieren sie sich ja schon beim Wachsverkauf. Selbst bei besseren Preisen, als beim Imkerbedarfshändler. Gibts sicher Gründe dafür...


    rst

  • Meine Hand für mein Produkt. :u_idea_bulb02: Ich weiß, was ich meinen Kunden verkaufe. Das wüsste ICH dann nicht mehr. Das passt bspw. nicht in meine Vermarktungsstrategie.

    Alles Ausrede! Natürlich weißt Du was Du verkaufst: Den Honig eines befreundeten Imkers!


    Und wenn der Honig so schlecht und verseucht ist, dasser als Tand bezeichnet werden muß, dann sollte er doch billist nach Meißen, oder?


    Gerade seit wir effektiv am IFT Honig tauschen und dann eben mitten in Sachsen Heide, Edelkastanie oder gar Wald anbieten können, also ein breites Honigsortiment - natürlich von anderen Imkern - haben, verkaufen wir gut und besser. Und zwar auch die eigenen Sorten. Und da wird nichts rumgedruckst. Da steht der Name des Erzeugers drauf!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder